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Der USA Bären-Thread


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S&P 500 6.848,28 -0,29% Perf. seit Threadbeginn:   +369,39%
 
musicus1:

permanent, respekt.......

4
27.11.09 20:40
ich erlebe das jeden tag....und danke...ein steinchen fügt sich zum anderen....
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Eidgenosse:

Militärbisquits sollen fast ewig haltbar sein.

4
27.11.09 20:46
Vorallem arbeite ich in einer Firma die diese herstellen kann. He he he.

Die USA kann sicher gut leben ohne andere. Die Auslandsgläubiger werden aber irgendwann in die Röhre gucken, wie auch immer. Wegen fehlen eines geeigneten Druckmittels heists dann halt: Pech gehabt.
Oder: Seid froh das ihr noch lebt.
Mein aktuelles Derivat im Depot: Keins
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wawidu:

Sehr interessante DOW-Analyse (1)

10
27.11.09 21:44
www.ritholtz.com/blog/2009/11/annotated-dow-channels/print/

Die in diesem Blog gezeigten Charts habe ich etwas "ausgeschmückt".

zum ersten Chart: Seit Ende Juli ging die Kursbewegung nach dem steilen Anstieg im Monatsverlauf in ein neunwelliges Bewegungsmuster im Rahmen eines relativ flach ansteigenden expandierenden Dreiecks über. Diese Neunwelligkeit entspricht einem fünfwelligen EW-Muster (extensierte Welle 5 von c). Mit den drei relativ kurzen Upmoves am Ende von Unterwelle 9, die kaum noch Landgewinn brachten, sollte die Up-Korrektur im übergeordneten Downtrend abgeschlossen sein.
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Der USA Bären-Thread 278950
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permanent:

Danke musicus

7
27.11.09 21:49

Ich nehme gerne an solchen Aktionen teil. Die Veranstaltung war von der Schule ((eine Klasse ist in jedem Jahr zuständig)), die meine Kinder besuchen, organisiert. In der Zeit von 11:00 bis 20:00 Uhr sollten Kinder mit jeweils einem Elternteil die Waffeln sowie backen und verkaufen. Daneben gab es von den Kindern gestaltete Weihnachtskarten die in einer Druckerei vervielfältigt wurden.
Es hätten sich also  neun Elternteile finden müssen. Da aber viele so wichtig und beschäftigt sind haben sich nur sechs gefunden. Dabei ist es kein Problem auch zwei oder drei Stunden in einem solchen Stand zu verbringen, es ist ein Problem wie wenig sich Menschen einsetzen und bereit sind. Gleiches erlebe ich bei Blutspenden. Zweimal im Jahr gehe ich zum Roten Kreuz zur Blutspende -vier Termine gibt es pro Jahr in unserem Ortsteil- auch dort sieht man immer die gleichen Menschen.

Eine Gemeinschaft lebt davon, daß es Menschen gibt, die mehr tun, als sie tun müssen. Machen Sie mit!

Ein Spruch -den Orginalursprung kenne ich nicht- den ein guter Freund nutzt. Dieser setzt sich vorbildlich und auch mir zum Vorbild für seine Mitmenschen ein. Es sind diese einfachen Menschen die nicht viel Aufheben um ihre Person machen, die eine Gesellschaft tragen und besser machen.

Ich wünsche euch einen schönen Abend.

Permanent

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wawidu:

Sehr interessante DOW-Analyse (2)

9
27.11.09 22:00
Die weitere Kursentwicklung nach dem von mir vermuteten kleinen Dreifach-Top am Ende von Welle 9 gilt es engmaschig zu beobachten. Die Trendlinien seit Anfang November spreizen sich stark - kein gutes Zeichen. Bei einem Bruch des "Mini-Channel-Support" ist Gefahr in Verzug. Die entscheidende waagerechte Support-Marke liegt bei knapp unter 10200.
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Der USA Bären-Thread 278957
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wawidu:

Die wirtschaftliche Boomphase der USA

10
27.11.09 23:03
seit Anfang der 1980er basierte im Wesentlichen auf der von der Fed unter Paul Volcker durch massive Leitzinserhöhungen erzwungenen Beendigung der Hyperinflation der 1970er. Dadurch konnte in den folgenden Jahrzehnten der Leitzins "terrassiert" nach unten gefahren werden. Alle Leitzinssenkungsstufen brachten in der Folge verstärktes Wirtschaftswachstum, auch im Sinne von Wachstum an Arbeitsplätzen. Doch schon die vorletzte Stufe zwischen 2001 und 2003 brachte nur noch ein sehr bescheidenes Jobwachstum. Wie es bei der letzten Stufe aktuell aussieht, ist uns hinreichend bekannt. Für meine vergleichende Betrachtung habe ich die 3-month T-Bill Discount Rate gewählt, deren Chart ich zunächst in linearer Darstellung zeige:
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Der USA Bären-Thread 278976
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wawidu:

$IRX logarithmisch

7
27.11.09 23:12
Die Interpretation dieses Charts überlasse ich mal euerer eigenen Phantasie. Für mich gehört dieser zu den erschreckendsten, die ich je gesehen habe.
(Verkleinert auf 83%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 278977
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wawidu:

Ein hochgradig bedenklich stimmender Chart

4
27.11.09 23:50
(Verkleinert auf 83%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 278986
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daiphong:

Bulle und Bär sind nach 3 Monaten

12
28.11.09 10:50
seitwärts beide angefressen. Vedient haben, wenn überhaupt, nur daytrader.
Jetzt zittern die Bären vor der Weihnachtsrallye und die Bullen vor derem Platzen. Wütendes Fluchen auf den "Dubai - FAKE" hier, und überall Bären, die wegen der unermesslichen Liquidität auch mal long gehen: In den nächsten zwei Wochen sollte es stärker abtauchen und ein Abwärtstrend beginnen.
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Anti Lemming:

Zinsen relativ - bullisch vs. bärisch

10
28.11.09 11:04

Bullisch:  

Wenn die Zinsen niedriger sind, als in Anbetracht des mittelfristigen Wirtschaftswachstum angemessen wäre, so ist dies bullisch.

 

Bärisch:

Wenn die Zinsen höher sind, als in Anbetracht des mittelfristigen Wirtschaftswachstum angemessen wäre, so ist dies bärisch.

 


 

Aktuell wächst die US-Wirtschaft - inkl. Anschub aus den Hilfspaketen - um 2,8 % (annualisiert). Wäre dies ein organisches Wachstum (also ohne Stimulation entstanden), so wären die aktuellen Nullzinsen auf den Dollar äußerst bullisch. Diese Sicht der Dinge kursiert zurzeit in Wall Street.

Normalerweise stellt sich zwischen mittelfristigem Wachstum und den Leitzinsen ein Gleichgewicht ein:

1998 beispielsweise wuchs die US-Wirtschaft um annualisiert ca. 6 %, und die Leitzinsen waren ähnlich hoch. Hätten die Zinsen damals nur bei 3,2 % gelegen (Differenz ähnlich der heutigen Lage), wäre das der Startschuss für eine Mega-Rallye geworden. Greenspan nutzte dies aus, als er im Herbst 1998 in der LTCM/Russlandkrise - die den ersten Millarden-Bailout der Fed erforderte - die US-Leitzinsen deutlich senkte. So ergab sich das oben aufgeführte bullische Szenario ("zu tiefe Leitzinsen"). In der Tat wirkten die "zu tiefen" Zinsen damals stark beschleunigend, da ohnehin Potenzialwachstum vorhanden war. Die Hausse toppte Anfang 2000 aus, als die Zinsen wieder erhöht wurden.

Aktuell ist die Lage aber eine völlig andere, da die US-Wirtschaft nur durch die Stimulationspakete und die immense Staatsverschuldung wächst. Ohne diese Pakete wäre sie im 3. Q. 2009 sicherlich zum fünften Mal in Folge geschrumpft.

Die Stimulationspakete sind aber zum einen befristet, weil die US-Staatsverschuldung längst im dunkelroten Bereich angelangt ist, und zum anderen ineffizient: Aktuell müssen 7 Dollar ausgegeben werden, um für 1 Dollar Wachstum zu erzeugen. Je länger die Stimulationspakete andauern, desto ineffizienter werden sie. Irgendwann bringen sie kaum noch was, und das CRV wird - relativ zur wachsenden Verschuldung - grottenschlecht.

Es wäre daher im Grunde angemessen, ganz im Sinne der Wall-Street-Gepflogenheiten die Stimulations-Stützungen als Einmaleffekte zu werten und aus dem Pump-Wachstum herauszurechnen. Solche Bereinigungen machen die Analysten freilich nur, wenn es ihnen nützt (z. B. bei "einmaligen" Bankverlusten). Das Argument wäre sogar das Gleiche: Einmaleffekte sind langfristig vernachlässigbar. 

Unter dieser Prämisse hätten wir aktuell ein "Stimulations-bereinigtes" Wachstum von unter Null. Die US-Wirtschaft würde also ohne die Hilfspakete immer noch schrumpfen.

In einem solchen deflationären Umfeld müsste es eigentlich negative Leitzinsen geben, um die Schrumpfeffekte aufzufangen. Sowas wurde ja tatsächlich bereits diskutiert..

Übertragen wir dies auf die beiden am Anfang dieses Posting aufgeführten Alternativen, so sind wir klar im bärischen Szenario:

Die Leitzinsen von Null sind in Anbetracht eines zu erwartenden mittelfristigen organischen Wachstum von unter Null immer noch zu hoch, was bärisch ist. Deshalb ist die Fed ja auch gezwungen, zusätzlich zu den Nullzinsen mit QE den Bondmarkt nach oben zu manipulieren. Da sie das mangels Masse auf Dauer nicht durchhalten kann (Exit ist ja bereits in 2010 geplant), zeigt der Daumen mittelfristig nach unten - es sei denn, es stellt sich - wie Wall Street hofft - nun doch noch ein selbsttragender Aufschwung ein. Doch darauf warten die Analysten im Grunde seit 2003 vergebens. Alles "Wachstum" seitdem ist purer Pump.

Die weiteren Auswirkungen der "zu hohen Nullzinsen" hab ich bereits in # 53374 genannt. Diese Posting dient als Ergänzung.

Antworten
Anti Lemming:

Dubai-Taumel - Angst vor "Dominoeffekten"

5
28.11.09 11:58

FTD

Börsenausblick
Dubai-Schock lässt Jahresendrally platzen

Das taumelnde Emirat versetzt Investoren in Angst und Schrecken: Anleger fürchten einen Dominoeffekt. Deutliche Gewinne zum Jahresende halten Experten deshalb kaum noch für möglich - kommende Woche richten sich alle Augen auf die USA.
von Elisabeth Atzler, Doris Grass  und Miriam Braun, New York

 

Die Sorge um die Zahlungsfähigkeit Dubais verunsichert die Anleger weltweit. Marktbeobachter warnen vor weiteren negativen Folgen, die allerdings bislang schwer absehbar sind. Deutliche Aktiengewinne zum Jahresende - wie sonst oft üblich und wie vergangene Woche noch erwartet - halten die meisten Experten für kaum mehr möglich. "Dubai war ein Warnschuss, der zeigt, dass die Finanzkrise noch nicht vorbei ist", sagte Matthias Jasper, Leiter Aktien der WGZ Bank. "Der Glaube an die Jahresendrally ist erschüttert."

Mark Mobius, prominenter Fondsmanager von Templeton Asset Management, fürchtet, dass eine Korrektur der starken Rally von Schwellenländermärkten ansteht. "Es wäre ziemlich schlimm, wenn Dubai zahlungsunfähig würde. Das könnte eine Pleitewelle auch woanders anschieben", sagte er.

Noch deutlicher äußerte sich Mohamed El-Erian, Chef der US-Fondsgesellschaft Pimco, gegenüber dem Fernsehsender CNBC - El-Erians Äußerungen werden am Finanzmarkt stark beachtet: Dubai sei nur der Auslöser für eine "überfällige" Gegenbewegung" bei Aktien und anderen riskanten Anlagen. "Die Finanzmärkte sind noch lange nicht in ruhigem Fahrwasser." Er erwartet, dass Anleger jetzt wieder mehr auf die tatsächlichen Unternehmens- und Wirtschaftsdaten achten werden.

Entsprechend erwarten Marktbeobachter, dass Investoren in den nächsten Tagen vorsichtig agieren: Sie rechnen mit schwachen Aktienmärkten - wenngleich nicht mit einem weiteren Kurssturz - und fallenden Rohstoffpreisen. Parallel dürften die Anleihekurse steigen, weil Anleger in unsicheren Phasen meist Staatsanleihen bevorzugen.

(Links im Orig.)

Die Regierung Dubais hatte Gläubiger des staatseigenen Großkonzerns Dubai World Mitte vergangene Woche gebeten, ausstehende Schulden von umgerechnet 40 Mrd. Euro später zurückzahlen zu dürfen. Das sorgte weltweit für Aktienverluste. Zwar legten Europas Börsen am Freitag wieder zu. Doch die Indizes in Schwellenländern rutschten noch einmal deutlich ab. Auch die US-Börsen gaben nach, die am Donnerstag wegen eines Feiertags geschlossen waren.

Auf Wochensicht hieß das: Der deutsche Leitindex Dax  stieg um 0,4% auf 5685 Punkte. Der Stoxx 50  gewann 1,1%, der S&P 500  0,01%. Der Nikkei  225 gab dagegen 4,4 Prozent nach. Besonders deutlich fielen die Abschläge der Börsen von Schwellenländern aus: So sackte der Kospi in Südkorea um fast 6 Prozent ab, der Leitindex in Vietnam verlor knapp 12 Prozent.

Marktbeobachter rechnen zwar damit, dass die Aktienverluste sich nicht in diesem Tempo fortsetzen. Doch die Skepsis dominiert. "Die gute Sache ist: Man kann das Volumen, um das es geht, eingrenzen", sagte WGZ-Experte Japser. "Die schlechte Sache aber ist, dass man den Dominoeffekt nicht einschätzen kann." Das gilt besonders für Schwellenländer: "Man wird die Entwicklungen in einigen Schwellenländern nun kritischer sehen und einen vorsichtigeren Blick auf so manchen Bauboom dort werfen", sagte Matthias Jörss, Aktienstratege bei Sal. Oppenheim. [Gestern war Sal. Ofenheim noch bullisch... - A.L.]

Jörss geht dennoch davon aus, dass die Anleger sich rasch wieder der Wirtschaftsentwicklung in den USA zuwenden. "Dubai wird diese Woche nicht das zentrale Thema an den Finanzmärkten sein, sondern Konjunkturdaten aus den USA." Die dürfte Investoren zumindest vorübergehend ablenken: Am Dienstag sowie Donnerstag werden die Einkaufsmanager-Indizes....

Für Anleihen scheint die Richtung nach dem Dubai-Schreck ohnehin klar: Die Kurse dürften steigen, die Renditen spiegelbildlich fallen. "Einem weiteren Renditerückgang in den kommenden Handelssitzungen steht kaum etwas im Weg", schrieb Charles Diebel, Leiter europäische Zinsstrategie bei Nomura in London.

Er schließt ebenso wie die Analysten des Bankhauses Metzler nicht aus, dass die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 3 Prozent fällt - so tief stand sie zuletzt Anfang April. Der Bund-Future, ein Terminkontrakt auf ein Bündel langfristiger Bundesschuldverschreibungen, war zeitweise auf ein Kontrakt-Hoch bei 124,06 Punkten geklettert, gab aber später ab.

Am Devisenmarkt könnten sich die Kurseinbußen der Schwellenländer-Währungen noch eine Weile fortsetzen, erwarten Devisenstrategen. Dagegen hielten sich Kursgewinne des Dollar, der angesichts der neu erweckten Risikoscheu zeitweise vor allem gegenüber dem Euro anzog, nur kurz. Am Freitag verbilligte sich der Euro bis auf 1,4830 $, stand am Abend aber wieder bei 1,4918.

Die Furcht vor einer Intervention Japans bestimmt die Entwicklung des Yen: Der Dollar war am Freitag zur japanischen Währung zeitweise auf ein 14-Jahres-Tief bei 84,83 Yen je Dollar gefallen. Japans Regierung und Notenbank hatten sich besorgt gezeigt und ihre Bereitschaft zum Eingreifen signalisiert. Am Markt hieß es, die Bank von Japan habe bereits Kurse abgefragt. Damit ging sie so weit wie seit Jahren nicht mehr. Finanzminister Hirohisa Fujii deutete an, er könne möglicherweise eine gemeinsame Erklärung der sieben führenden Industriestaaten (G7) anstreben.

Das britische Pfund litt zum Wochenschluss unter dem Verkauf heimischer Vermögenswerte durch internationale Anleger, die von den hohen Außenständen britischer Banken in Dubai abgeschreckt werden. Zudem wird die Regierung voraussichtlich ihre Wachstumsprognose senken. Daher rechnen Währungsstrategen von Barclays und BNP Paribas, dass das Pfund zum Dollar weiter nachgibt.
 

Antworten
Stöffen:

AL, das musst du anderswie sehen

12
28.11.09 13:07
Ben's Wall Street-Buddies haben im Prinzip überhaupt kein Interesse an einer wirtschaftlichen Erholung, an einer Recovery. Die Wall Street liebt hohe Arbeitslosigkeit und schlechte wirtschaftliche Daten, denn diese Fakten erlauben ja der Fed, weiterhin ihre Null-Zins-Politik zu fahren und gestattet der Wall Street somit auch weiter ihr hochprofitables Spiel mit dem Billigst-Geld fortzuführen. Uns solange dieser US-Dollah-Carry-Trade arbeitet, werden selbstverständlich auch die Assets weiter hochgepumpt.

Es ist doch ein wunderbares Angebot an die Gambler, sich ein Haufen US-Dollahs für Zero Interest Rates zu leihen und ihn z.B. in den Aussie-Dollar zu konvertieren und/oder jedwede Asset-Klasse rund um den Globus zu kaufen, welche einen höheren Zins als Null anbietet.
Und solange der US-Dollar weiter fällt, gewinnen die Gambler hier durch den entstehenden Spread sogar noch mehr. Also, Everone is piling into this Trade und sitzen somit gemeinsam auf derselben Seite des Bootes. Die Schlagseitenbildung kann man dann sehr gut ausmachen, wenn der US-Dollar mal kurzfristig anzieht und der Notausgang für die Horden von Gamblern schlagartig zu klein wird.

Da kann man nur sagen: Danke, Hr. Bernanke, dass sie die nächste Spekulations-Blase angefacht haben.

Wir dürfen daher gespannt sein, wielange der Strom des QE-Money der Fed noch fließt und inwieweit der staatliche Stimulus weiterhin gereicht wird, weil ohne diese beiden Komponenten der Markt eigentlich bereits längst implodiert wäre.

Die Gesamtschulden der USA vs. dem GDP lassen heute schon die Zahlen aus der Great Depression fast wie ein Spaziergang im Park ausschauen. Absolut unsustainable und trägt sicherlich nicht zur künftigen Vertrauensbildung in den US-Dollah bei. Entweder zerstören die Jungs ihre Währung oder........komplettiert hier den Satz am besten selbst.
Der USA Bären-Thread 279048
Bubbles are normal and non-bubble times are depressions!
Antworten
Anti Lemming:

Stöffen- vervollständigter Satz am Ende

3
28.11.09 13:23

Deines Postings.

"Entweder zerstören die Jungs ihre Währung oder........komplettiert hier den Satz am besten selbst."

 


Mein Vorschlag:

 

Entweder zerstören die Jungs ihre Währung oder........sämtliche anderen Währungen gleich mit.

 

Im zweiten Fall wäre sogar wieder Dollar-Parität zum Euro möglich - allerdings auf tieferem Kaufkraft-Level:

Der BigMac kostet dann in New York 25 Dollar und in Berlin 25 Euro.

 

Die Stundenlöhne für die Bullettenbrater bei McDonalds steigen dann von aktuell 6 auf 18 Dollar. D.h. zurzeit müssen sie 45 Minuten arbeiten, um sich einen BigMac leisten zu können, und im obigen Szenario (BigMac bei 25 Dollar/Euro) halt 1,5 Std.

Antworten
pfeifenlümmel:

Dubai

9
28.11.09 13:28
wird als "neue Sau" durchs Dorf getrieben. Dass Dubai Schwierigkeiten hat, wussten wir doch schon seit ein paar Wochen und wurde, wenn ich mich richtig erinnere, hier auch schon gepostet. Außerdem gehört Dubai den Vereinigten Emiraten an und wird von diesen unterstützt werden. Interessant war trotzdem die Reaktion: Carry Trades im Dollar zurück, Dollar wieder stärker, Rohstoffe fielen. Und gestern am Abend? Alles schon wieder im Lot. Nur das Gold hinkt noch; eine Erklärung wäre eventuell, dass einige nun fürchten, dass Gold zur Abdeckung von den Emiraten auf den Markt geworfen wird.

Wie in den USA ist auch in Dubai der Immoblienwahn Ursache des Zusammenbruchs. Wenn dieselben Immobilien mehrfach verkauft ( Spekulation ), bevor sie überhaupt erstellt wurden, das alles auf Kredit und nun der neue Zufluss von Geld durch die Finanzkrise stoppt, ist das alles nur logisch. Die geringere Nachfrage nach Öl und Alu kommt hinzu.  Die Steuerfreiheit nutzt dann auch nichts mehr.

Immerhin brachen beim Truthanfressen erst mal die Kurse ein und die Emis hatten ihren Teilerfolg. Wer sich als Bär zu früh freute, wurde am Freitag schon mal abrasiert.  Möglich, dass Montagvormittag die Bären noch schwitzen müssen; für die Emis aber war der Rückschlag der Kurse noch zu butterweich. Die Weihnachstsrally wird danach kommen.
Antworten
Dreiklang:

AL FED mangels Masse (?)

9
28.11.09 13:54
"Die Leitzinsen von Null sind in Anbetracht eines zu erwartenden mittelfristigen organischen Wachstum von unter Null immer noch zu hoch, was bärisch ist. Deshalb ist die Fed ja auch gezwungen, zusätzlich zu den Nullzinsen mit QE den Bondmarkt nach oben zu manipulieren. Da sie das mangels Masse auf Dauer nicht durchhalten kann (Exit ist ja bereits in 2010 geplant), zeigt der Daumen mittelfristig nach unten - es sei denn, es stellt sich - wie Wall Street hofft - nun doch noch ein selbsttragender Aufschwung ein. Doch darauf warten die Analysten im Grunde seit 2003 vergebens. Alles "Wachstum" seitdem ist purer Pump."

...gehört mit

"Entweder zerstören die Jungs ihre Währung oder........sämtliche anderen Währungen gleich mit."

zusammen.

Denn die FED verfügt über das Rohstoffäquivalent Dollar. Warum Äquivalent? Weil der Dollar die Leitwährung ist.

Der Dollar ist jederzeit problemlos exportierbar. Er kann , obwohl durch "Nichts" hinterlegt, jederzeit gegen andere Währungen oder Güter getauscht werden. Er hat sogar - wg. invertiertem CT - Aufwertungspotenzial. Eine "echte" Weichwährung hätte das nicht.

Zum Vergleich: Die ehemalige CT-Währung Yen ist durch den japanischen Export hinterlegt.

Da die FED den Rohstoff Dollar jederzeit exportieren kann, hat sie den Hebel, die Weltgeldmenge beliebig zu ballonieren. Beispielsweise über den Euro, indem die FED schwächelnde Staatsanleihen des Südgürtels der EU aufkauft.  Diese würden dann zur "Masse" der FED hinzukommen.
Antworten
wawidu:

stöffen - # 53387

2
28.11.09 14:08
Hier ein paar absolute Zahlen zur US-Kreditentwicklung (Credit All ohne Staatsschulden und Derivate - Beträge gerundet):

1980:  2,6 Billionen
1995: 11,8 Billionen
2008: 41,2 Billionen

(Quelle: nowandfutures.com)

Der angehängte Chart enthält neben "Credit All" auch US-Derivate (nominal) und M3/M3b (Ende 2008: 15,8 Billionen).

Auf welchen Prozentsatz der Schulden zum GDP käme man wohl unter Einbeziehung der in deinem Chart nicht enthaltenen Derivate, die es 1933 noch nicht gab?
(Verkleinert auf 75%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 279069
Antworten
Anti Lemming:

Dreiklang - richtig beobachtet

7
28.11.09 14:11

Der Dollar "hat sogar - wg. invertiertem CT - Aufwertungspotenzial. "

 

So sehe ich das, ernsthaft betrachtet, ebenfalls - allerdings nur auf Sicht bis zum nächsten Bärenmarkt-Tief.   Siehe u. a. hier.

Posting # 53388 war nicht ernsthaft, sondern sponn die Klamauk-Story von Stöffen in # 53387 fort, von der ich mir nicht sicher bin, ob Stöffen das seinerseits ernst meint oder ob er nur mal wieder rein sportlich auf dem Dooms-Horn tröten wollte.

Langfristig ist der Dollar wegen der massiven und rasant weiter steigenden US-Überschuldung in der Tat gefährdet. Das langfristige  Abwertungspotenzial zum Euro sehe ich allerdings in der Größenordnung von 1 bis 2 % pro JAHR, nicht bei 20 % pro Halbjahr wie seit März.

Für Trader

ist mMn zurzeit ein long in Dollar als antizyklische Posi gegen den inzwischen überbordenden Dollar-CT, der nach Dubai wackeln dürfte (auch wegen Ölschwäche), angesagt.

Antworten
Anti Lemming:

Stöffen - "fundamental"

5
28.11.09 14:35
bekommen die Amis den Dollar zurzeit nur runter, wenn gleichzeitig die Rohstoffe wegen der Erwartung weltweiten Wachstums steigen. (Das ist im Grunde schon ein Widerspruch in sich, weil die stärkste Volkswirtschaft der Welt - also USA - auch am stärksten von der erwarteten globalen Erholung profitieren würde, was den Dollar im Prinzip stärken sollte.)

Der Dollar-CT lebt nicht "aus sich heraus", weil GS so toll an den Futures schrauben kann, sondern er hängt an der im ersten Satz genannten Spin-Story der weltweiten Erholung. Grund: GS braucht die Rückdeckung von großen (Pensionsfonds) und Milliionen kleinen Trendfolge-Deppen, die das Vorgeturnte nachtraden, sonst reicht die eigenen Firepower nicht aus. Für diesen Leithammeleffekt ist die Wachstums-Spinstory unverzichbar. Bekäme das Bild Risse, dürfte der Dollar-CT ähnlich schnell in sich zusammensacken wie im 2. Halbjahr 2008. Die Dubai-Krise ist ein vielversprechender Kandidat für diese Rissbildung.

Deine Vorstellung, Wall Street strebe ja gar keine positive Entwicklung an, um die Nullzins-Politik - und damit den Dollar-CT - aufrecht erhalten zu können, scheint mir insofern etwas verkürzt.
Antworten
permanent:

Geithners Nase ist verdächtig lang

7
28.11.09 16:11

Der USA Bären-Thread 6990236

Antworten
wawidu:

Kein amüsanter Lesestoff

6
28.11.09 17:12
cryptogon.com/?p=12340
Antworten
wawidu:

OEX put/call ratio

7
28.11.09 17:38
Der angehängte Chart lässt erkennen, dass sich die Ratio-Kurve seit August/September d.J. nur noch selten unter die Marke von 1,0 bewegt hat. Dies bedeutet, dass die OEX-Spezialisten seither wie verrückt hedgen. In den letzten Jahren gab es lediglich eine vergleichbare Phase: August bis Oktober 2007.
(Verkleinert auf 96%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 279087
Antworten
wawidu:

Ergänzung zu # 53396

6
28.11.09 18:15
Die beiden "heavy hedging"-Phasen habe ich im Chart kenntlich gemacht.
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 279089
Antworten
wawidu:

Transport-Index

8
28.11.09 18:36
Die wirtschaftliche Entwicklung seit März entspricht in keiner Weise der Indexentwicklung. In dessen Wochenchart gibt es einige sehr bemerkenswerte charttechnische Settings:
(Verkleinert auf 90%) vergrößern
Der USA Bären-Thread 279093
Antworten
Malko07:

Wenn die Kurse trotz

16
28.11.09 18:36
schlechter Lage steigen (quasi "ungerechtfertigt") und die Journalisten positive Geschichten hervorgraben  sind wir uns einig, dass die Kurse die Nachrichten machen. Wenn jetzt die Kurse quasi "gerechtfertigt" fallen und die Journalisten spielen Dubai hoch (von der Verschuldungsproblematik Kinderkacke gegenüber der Verschuldung des deutschen Mittelstandes) suchen wir Fundiertes in diesen Berichten. Ich bleibe bei der Meinung, dass die Kurse immer noch Nachrichten machen. Wäre Dubai nicht gewesen hätte man in dieser Situation sicherlich etwas anderes gefunden.

Noch ein kleiner Tipp, den ich schon vor längerer Zeit gebracht habe: Wenn es zu einer starken Rückabwicklung des $-CT kommt herrscht Angst. Es wird in fast allen Anlageklassen abwärts gehen. Der US-$ und die Staatsanleihen, besonders auch die US-Staatsanleihen werden deutlich zulegen. Mit dem Gewinn/Geld kann man dann Aktien und Firmenanleihen kaufen. Ein  CCT hat eben immer 2 Seiten. Die 2. Seite bekommt momentan Japan gerechtfertigterweise zu spüren.
Antworten
Dreiklang:

Hedonische Inflation(svermeidung)

6
28.11.09 21:18
Die FED braucht genau die Inflation, welche a) möglichst hoch ist und b) möglichst gering ausgewiesen werden kann. Solange die Inflation moderat ist, kein Problem: Wenn von realen 2,5% nur 1,2% eingestanden werden, ist die Hälfte schon mal weg, ohne dass es auffällt. Wobei reale 2,5% viel zu wenig Inflation ist, wenn der Staat entschuldet werden soll. Im Idealfall also: 8-9% reale Inflation, 6% Abwertung, ausgewiesen 3,5 % Preissteigerung. Evtl. noch unter 3%, da nun ja Häuser wieder billiger werden.


Seit   den Neunzigern musste regelmäßig zum "Hedonischen Wachstum" gegriffen werden, um die gewünschten Ziffern generieren zu können. Das Hedonische Wachstum umschreibt den Fortschritt: Ein PC mit 500  Mhz und und 12 Gigabyte Festplatte ist sozusagen doppelt so viel wert wie ein PC mit 233Mhz/4 Gigabyte, um mal PCs vor 10 - 12 Jahren zu beschreiben.  Damit lassen sich aus 6% Inflation schon mal weniger als 3% machen.


Das Hedonische Wachstum kann nicht verhindern, dass die Inflation mit der Wechselkursentwicklung in Einklang stehen muss, da ansonsten jede heimische Produktion zum Erliegen kommt. Also müsste bei (gewünschten) ca. 7-9% Inflation der Dollar im Jahr um mindestens 5% abwerten, damit kein Kaufkraftüberhang bzgl. Importen entsteht. Die Abwertung des Dollar wiederum würde beim Erklären von Preissteigerungen helfen: man würde von importierter Inflation sprechen (Tatsächlich importieren die USA nicht, sie exportieren Inflation). Der Umstand, dass die USA in den Neunzigern eine deutliche Aufwertung der Währung erlebten ("Schwäche" des Euro) , welcher durch die Inflationsentwicklung USD/EUR keinesfalls hinterlegt war, führte ja auch zu einem letztlich enormen Handelsdefizit der USA.

Rechnet man die Verhältnisse auf Deutschland um, hätten/hatten wir in den Neunzigern wohl Deflation, bei der nominal schon geringen Inflationsrate im Schnitt <2%. Entsprechend war ja auch dann die Entwicklung der Handelsbilanz.
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