Der EURO kommt (Zusammenfassung)

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Der EURO kommt (Zusammenfassung)

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10.12.01 21:54
Der EURO kommt (Zusammenfassung) 505776

Die Euro-Fallen


Macht der Euro alles teurer? Bürger und Verbraucherschützer meinen ja. Sie befürchten, dass die Wirtschaft einen Großteil der Umstellungskosten in Höhe von etwa 40 Milliarden Mark - pardon, 20 Milliarden Euro - an die Verbraucher weitergibt. "Jeder Bundesbürger wird durch die Euro-Einführungskosten 480 Mark weniger im Portemonnaie haben", hat die Unternehmensberatung Mummert + Partner ausgerechnet. Nach Ansicht von Verbraucherschützern könnte der Einzelhandel die Einführung des Euro für verdeckte Preiserhöhungen nutzen. "Es besteht die Gefahr einer Aufrundungsinflation", sagt Professor und Euro-Kritiker Wilhelm Hankel. Denn bei der Umrechnung in Euro entstehen für viele Produkte schiefe Preise.

Die Aufrundungsinflation

Ein Beispiel: Ein Pfund Qualitätsbutter, das bislang 2,49 Mark kostet, würde nach dem derzeitigen Wechselkurs mit 1,27 Euro berechnet. Da die Verbraucher aber so genannte Schwellenpreise mit einer 9 am Ende gewöhnt sind, wird damit gerechnet, dass der Händler diesen Preis auf 1,29 Euro aufrundet. Das wären 2,52 Mark. Der Verbraucher würde also drei Pfennig mehr bezahlen.
Schon jetzt - ein halbes Jahr vor der Euro-Einführung - mehren sich Hinweise, dass viele Einzelhandelspreise klammheimlich erhöht werden. Ein Vorwurf, den die Einzelhändler heftig dementieren. "Es wird in diesem Jahr keine Preisaufblähungen geben", verspricht Robert Weitz, Geschäftsführer des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels.

Werden die Mieten erhöht?

Die Euro-Falle droht nicht nur im Supermarkt, sondern auch bei Steuern, Mieten und Versicherungen. Zwar hat das Bundesfinanzministerium die Anweisung erteilt, Beiträge auf den Cent genau umzurechnen. Doch bei der Kilometerpauschale zum Beispiel ist das nicht der Fall: Diese wird kurzerhand von 80 Pfennig auf 40 Cent umgerechnet. Das entspräche einem Wert von lediglich 78,20 Pfennig - der Pendler hat also zwei Pfennig pro Kilometer weniger im Geldbeutel. Ähnlich könnte sich die Situation bei den Mieten verschlechtern: Viele Mieter befürchten, dass ihre Vermieter die Umstellung nutzen, um die Mietpreise zu erhöhen. Der Verband Haus & Grund weist darauf hin, dass die Aufrundung der Miete auf einen glatten Eurobetrag nicht zulässig sei.

Vielleicht aber hat der Euro doch einen Vorteil: Da der Euro fast überall in Europa mehr wert ist als die nationalen Währungen, könnte er die Bürger zum Sparen verleiten. "Wenn heute in Frankreich 50 Centimes (ein Groschen) auf der Straße liegen, beugt sich kein Mensch danach. Mit der Einführung des Euro ändert sich das, denn 50 Cents sind der Preis für ein Baguette", meint der Chef der größten französischen Einzelhandelskette, Edouard Leclerc.






Günter Jauch fordert: "Her mit den Schlafmünzen"


Sie schlummern in putzigen Porzellansparschweinen, füllen Flaschenhälse, liegen achtlos in Schubladen oder stecken in Sparstrümpfen - die guten alten D-Mark-Münzen. Damit die Warteschlangen Anfang 2002 an den Bankschaltern nicht zu endlosen Bandwürmern werden, will die Deutsche Bundesbank die Bürger schon jetzt dazu bringen, ihre Altmünzen und DM-Scheine auf ihr Konto einzuzahlen.

Deshalb startete die Bundesbank die Kampagne "Her mit den Schlafmünzen". Dafür, dass die Botschaft ankommt und sich die Bundesbürger bereits jetzt von den bei ihnen im verborgenen schlummernden Geldstücken trennen, wurde sogar TV-Liebling Günther Jauch als Zugpferd für eine Werbe-Kampagne angeworben. Die Kampagne mit massiver TV-Präsenz kostet einen zweistelligen Millionenbetrag.

Grund für das Schlafmünzen-Gerassel: Die Deutsche Bundesbank steht vor einer immensen logistischen Herausforderung, rechnet sie doch mit einem DM-Rückfluss in Höhe von mehr als 2,6 Milliarden D-Mark-Noten und etwa 100.000 Tonnen D-Mark-Münzen. Die würden übereinandergestapelt einen Turm in Höhe von 300 Kilometern ergeben, hat Bundesbank-Präsident Ernst Welteke ausrechnen lassen.






Der Zeitplan zum Währungswechsel


Der EURO kommt (Zusammenfassung) 505776 Ab 17. Dezember

Der Euro zum Anfassen kommt! Bei Banken und Sparkassen sind so genannte "Starter Kits" mit 20 Münzen in Wert von 10,23 Euro für 20 DM erhältlich.

Der EURO kommt (Zusammenfassung) 505776 Ab 1. Januar 2002

Die Währungsumstellung tritt in Kraft, der Euro löst die DM ab. Konten werden automatisch zum Jahreswechsel 2001/2002 auf Euro umgestellt, gebührenfrei und mit dem Umrechnungsfaktor 1,95583. Die Deutsche Bundesbank schätzt, dass zum Jahreswechsel auch 70 Prozent der Geldautomaten umgestellt sein werden.

Der EURO kommt (Zusammenfassung) 505776 Bis 28. Februar 2002

In der zweimonatigen Übergangsfrist ist der Euro zwar das gesetzliche Zahlungsmittel, doch kann im Einzelhandel noch in der alten Währung bezahlt werden. Allerdings wird das Wechselgeld in Euro herausgegeben, Wechselgeld in Mark muss der Kunde nicht annehmen. Sparkassen, Banken und Landeszentralbanken tauschen die Märker in Euro um.

Der EURO kommt (Zusammenfassung) 505776 Ab 1. März 2002

Ab jetzt tauschen nur noch die Landeszentralbanken die Deutsche Mark in Euro um - unbefristet und unentgeltlich. Adressen unter www.bundesbank.de






Welchen Schutz bieten die neuen Scheine gegen Fälscher?


Der erste bekannt gewordene Fälschungsversuch im Zusammenhang mit der Einführung des Euro war sozusagen hausgemacht: Eine Münchner Druckerei hatte im Juli 2000 einen Teil der georderten 325 Millionen Geldscheine mit Mängeln ausgeliefert: Etliche Scheine wiesen nicht die Original-Färbung auf und mussten auf Geheiß der Europäischen Zentralbank vernichtet werden.

Grundsätzlich erfüllt der Euro alle Sicherheitsstandards der Deutschen Mark, also Sicherheitsfaden, Wasserzeichen und Spezialpapier aus Baumwollfasern, das den Banknoten die charakteristische Struktur gibt. Alle Banknoten werden mit maschinenlesbaren Merkmalen ausgestattet, damit Automaten die Echtheit der Währung überprüfen können. Und um zu verhindern, dass Fälscher sich in aller Ruhe auf ihr schmutziges Handwerk vorbereiten können, werden die Details zu den Sicherheitskriterien erst am 1. September veröffentlicht. Einige sollen sogar geheim bleiben.

Bis zum Herbst werden lediglich ausgewählte Bankangestellte mit der neuen Währung vertraut gemacht, die dieses Wissen später an ihre Kollegen weitergeben sollen. Kein Fotograf darf die Hallen betreten, in denen die Druckmaschinen auf Hochtouren laufen. Verbraucherschützer geben sich jedoch wenig optimistisch, dass Fälscherbanden nicht doch innerhalb kurzer Zeit mit Hilfe moderner Reproduktionstechnologie gute Kopien herstellen können.

Auch das Bundeskriminalamt geht davon aus, dass sich Betrüger den Stress der Bankmitarbeiter und die Unwissenheit der Bürger in der Umtauschphase zu Nutze machen werden. Daher raten die Verbraucherzentralen, sich mit den Euro-Scheinen nach ihrer Einführung schnell vertraut zu machen und bei der Annahme von Wechselgeld achtsam zu sein.






Fragen & Antworten


Wie sehen die Euro-Scheine und -Münzen aus?

Auf den Banknoten sind Baustile verschiedener Epochen und die Flagge der Europäischen Union abgebildet. Unterschiedliche Größen und Farben sollen helfen, die Scheine auseinander zu halten. Je höher der Wert, desto größer ist die Banknote. Als Farben wurden grau (5 Euro), rot (10 Euro), blau (20 Euro), orange (50 Euro), grün (100 Euro), ockerfarben (200 Euro), lila (500 Euro) ausgewählt.
Bei den Münzen gibt es im ganzen Euro-Land die gleichen Vorderseiten. Sie zeigen den Wert an. Ein Euro unterteilt sich in 100 Cent. Es gibt acht Münzen: 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Cent sowie 1 Euro und 2 Euro. Die Rückseiten sind dagegen national unterschiedlich geprägt. Alle Münzen gelten überall im Euro-Land.

Gibt es eine Verpflichtung, die Preise bis zum 31. Dezember in Euro und DM anzugeben?

Nein, eine doppelte Preisauszeichnung ist nicht vorgeschrieben. Bis zum 31. Dezember müssen alle Preise in DM angegeben werden, die zusätzliche Auszeichnung in Euro ist aber zulässig. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels hat den Verbraucherverbänden in einer Selbstverpflichtung zugesagt, die doppelte Preisauszeichnung bis zum Jahreswechsel 2001/2002 schrittweise zu erhöhen. Ab dem ersten Januar 2002 müssen alle Waren und Dienstleistungen in Euro ausgezeichnet werden, der DM-Preis kann aber weiterhin zusätzlich angegeben werden.

Werden die Gehälter jetzt europaweit leichter vergleichbar?

Die Gehälter werden transparenter. Doch da die steuerlichen Belastungen und der Anteil der variablen Vergütung an der Entlohnung von Land zu Land differieren, sind die Gehaltsstrukturen nicht ohne weiteres vergleichbar.

Welche PC-Programme muss ich umstellen?

Zu den Programmen, die aktualisiert werden müssen, gehören nach Angaben der Computerzeitschrift "c't" beispielsweise Word und Excel. In Office 2000 fänden sich dagegen bereits einfache Euro-Funktionen.

Links zum Download von Tools
Makros, die das Konvertieren erleichtern

Wo gibt es weitere Infos?

Zahlreiche Kreditinstitute haben ihre eigenen Informationsbroschüren aufgelegt. Auch im Internet wimmelt es von informativen Seiten rund um den Euro. Eine Auswahl:

Umfangreiche Infos mit Abbildungen des ungefähren Designs der neuen Währung gibt es bei der Deutschen Bundesbank.

Öffentliche und private Einrichtungen beantworten anschaulich alle Fragen zum Bargeldtausch und zum Einkaufen im In- und Ausland: www.berlin.de/euro

Informationen zu den an der Währungsumstellung teilnehmenden Ländern und einen Countdown-Zähler enthält die gemeinsame Website der Zeitschrift "DM" und des Sparkassen- und Giroverbandes: www.euro-aktuell.de

Unter www.aktion-euro.de gibt es Nachrichten rund um den Euro und die Möglichkeit, einen Euro-Newsletter zu bestellen.

Fragen & Antworten rund ums Tauschen


Ab wann kann die Deutsche Mark in Euro umgetauscht werden?

Ab dem 17. Dezember 2001 ist das neue Geld bei den Banken zu erhalten, allerdings nur als Probepäckchen, dem sogenannten "Starter-Kit": Für 20 Mark kann jeder ein Plastiksäckchen mit Euro-Münzen erwerben. Die Euro-Münzen des "Starter-Kit" sind allerdings bis zum 31. Dezember 2001 noch nicht als Zahlungsmittel anerkannt.
Am 1. Januar 2002 beginnt die richtige Umtauschaktion. Von da an werden die Banken nur noch das neue Geld ausgeben. Ob am Bankschalter oder am Automaten, statt Deutsche Mark wird der Euro ausgeteilt. Gleichzeitig werden auch die Gehälter, Renten und andere Leistungen nur noch in der neuen Währung ausgezahlt.

Kann nach dem 1. Januar 2002 unbegrenzt Deutsche-Mark-Bargeld in Euro-Bargeld umgetauscht werden?

Ja, spezielle Vorschriften, die das Umtauschvolumen begrenzen, existieren nicht. Doch gelten Vorschriften im Zusammenhang mit der Geldwäsche.
Wer nach dem 1. März noch DM-Münzen oder DM-Scheine besitzt, kann diese nur noch bei den Landeszentralbanken umtauschen. Die Möglichkeit des Umtauschs ist zeitlich unbegrenzt. Wer etwa nach dem Tod der Großmutter in 30 Jahren noch ein Bündel 1000-Mark-Scheine findet, kann diese umtauschen, denn auch nach dem 28. Februar 2002 behält das DM-Bargeld seinen Wert. Die Landeszentralbanken tauschen die Deutsche Mark zeitlich unbefristet, kostenfrei und betraglich unbegrenzt in Euro um.

Kann Bargeld aus anderen Euro-Ländern in Deutschland umgetauscht werden?

Reisedevisen aus Euroländern können ab dem 1. Januar 2002 in Deutschland - mit Einschränkungen - in Euro umgetauscht werden. Die Landeszentralbanken und ihre Filialen bieten einen kostenlosen Umtauschdienst an. Meist aber beschränkt sich der Service auf Banknoten. Münzgeld sollte im jeweiligen Land umgetauscht werden. Bei anderen Kreditinstituten und Finanzdienstleistern muss beim Umtausch von Reisedevisen mit Gebühren gerechnet werden. Der Umtausch wird auch hier auf Scheine beschränkt sein. Unter www.evz.de finden sich beim Europäischen Verbraucherzentrum Kiel weitere Informationen, in welchen Städten der einzelnen Euro-Mitgliedstaaten der Währungsumtausch kostenlos möglich sein wird.

Fragen & Antworten rund ums Reisen


Welche Länder beteiligen sich an der Währungsunion?

Neben Deutschland sind Belgien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien an der Währungsunion beteiligt. Darüber hinaus kann in den europäischen Kleinstaaten San Marino, Vatikan, Andorra und Monaco mit dem Euro bezahlt werden.

Können DM-Reiseschecks weiter verwendet werden?

Mit der Einführung des Euros am 1. Januar 2002 sind DM-Reiseschecks im Ausland nicht mehr gültig. Da beim Umtausch von DM-Reiseschecks in Euro-Reiseschecks Gebühren anfallen, erkundigen Sie Sich bei Ihrer Bank, ob sie die Reiseschecks kostenlos zurücknimmt oder verwenden Sie die Schecks beim Einkauf. DM-Reiseschecks werden vor allem in größeren Kaufhäusern akzeptiert.

Können Eurocheques weiterhin in den Euroländern genutzt werden?

Bereits jetzt werden Eurocheques nicht mehr in allen Euroländern als Zahlungsmittel akzeptiert. Wegen der hohen Kosten entwickeln sich Eurocheque zum Auslaufmodell. Als Alternative bietet sich die ec-Karte an, mit der ab dem 1. Januar 2002 in allen Ländern der Währungsunion problemlos an allen Geldautomaten Euro-Scheine abgehoben werden können.






Das sind die neuen Scheine


Ab Anfang kommenden Jahres klimpern die Euro-Münzen in Ihrer Geldbörse, zahlen Sie mit Euro-Scheinen im Supermarkt, am Bar-Tresen und im Bus.
Wissen Sie schon, wie Ihr neues Geld aussieht? Machen Sie sich mit den neuen Scheinen vertraut!

5 Euro/Vorderseite: Wo beginnt Europa? Auf der Akropolis in Athen? Im Colloseum von Rom? Am Pont du Gard in Frankreich? Die 5-Euro-Note weiß die Antwort: In der griechisch-römischen Antike liegen Europas Wurzeln. Ein klassisches Tor weist den Weg nach Europa.
Der EURO kommt (Zusammenfassung) 505776
5 Euro/Rückseite: Schon die alten Römer wussten, wie man Brücken nach Europa baut. Viele Wege führen nach Rom, aber viele Brücken (hier die Pont du Gard) führen nach Europa.
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10 Euro/Vorderseite: Möchten Sie Ihre europäischen Sünden beichten? Dann gehen Sie in den Dom zu Speyer und erleben Sie einen Meilenstein der europäischen Baukunst: die Romanik
Der EURO kommt (Zusammenfassung) 505776
10 Euro/Rückseite: „Sur le pont d’avignon“- schon Kleinkinder lernen singend die Bedeutung von Brücken kennen. Singen Sie mit.
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20 Euro/Vorderseite: Wissen Sie, worauf Europäer am meisten stolz sind? Nein, nicht auf ihr Geld, sondern auf ihre Kirchen. In der Zeit der Gotik entstanden die berühmtesten Kathedralen. Zum Beispiel die Westminister Abbey oder der Mailänder Dom. Auf dem „blauen Zwanziger“ finden Sie Umrisse davon.
Der EURO kommt (Zusammenfassung) 505776
20 Euro/Rückseite: Beim frühen Mittelalter denkt man an Kirchen, Kreuzzüge und Hexenver-brennungen. Doch in dieser Epoche wurde auch der Grundstein für die Globalisierung gelegt: Zwischen Lübeck und Sevilla entwickelte sich erstmals ein echtes europäisches Handelsnetz. Wer Waren über Brücken transportieren wollte, musste Zoll zahlen.
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50 Euro/Vorderseite: Was Venedig für Verliebte, ist Florenz für Kultur-Freunde. Hier entstand der europäische Geist der Renaissance. Leonardo da Vinci und Michelangelo schufen (Kunst-)Werke, die bis heute die Malerei und Architektur prägen. Dieser Geldschein regt zum Träumen an.
Der EURO kommt (Zusammenfassung) 505776
50 Euro/Rückseite: In der Renaissance nannte man die Architektur noch Baukunst. Wer einmal die prunkvollen Gebäude wie den Dom von Florenz besichtigt hat, weiß warum.
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100 Euro/Vorderseite: Mit dem grünen “100er” dürfen Sie sich ein bisschen wie der “Sonnenkönig” Ludwig XIV. fühlen. Das abgebildete Tor erinnert an das Schloss von Versailles, das Ludwig XIV. errichten ließ. Die prunkvolle Residenz der französischen Könige ist Symbol des europäischen Barock-Zeitalters.
Der EURO kommt (Zusammenfassung) 505776
100 Euro/Rückseite: Die „unregelmäßig geformte Perle“ – das verstehen die Italiener unter dem Begriff „Barock“. Wer wissen will warum, braucht nur das Schloss von Versailles, den Dresdner Zwinger, das Berliner Schloss oder die Alte Brücke in Heidelberg besichtigen.
Der EURO kommt (Zusammenfassung) 505776

200 Euro/Vorderseite: Wussten Sie, warum die Wiege der Industriegesellschaft in Europa liegt? Weil ein Brite namens Watt die Dampfmaschine erfunden hat, die zur Einführung der Elektrizität in Europas Fabriken und zur Automatisierung der Produktion führte. Architektonisch spiegelt sich die Industrialisierung in Eisen- und Glasbauten wie dem Pariser Eiffelturm oder dem Londoner Glaspalast wider.
Der EURO kommt (Zusammenfassung) 505776
200 Euro/Rückseite: Die Erfindung der Eisenbahn beschleunigte den Handel in Europa und ermöglichte den Wandel vom Handwerk zur industriellen Produktion. Ausdruck dieser Epoche ist die auf dem „200er“ abgebildete Eisenbahnbrücke.
Der EURO kommt (Zusammenfassung) 505776

500 Euro/Vorderseite: Die teuerste Banknote ist gleichzeitig die modernste. Auf dem 500-Euro-Schein prangen Motive der zeitgenössischen Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie symbolisieren die europäische Gegenwart, die ganz im Zeichen der Globalisierung von Wirtschaft und Kultur steht.
Der EURO kommt (Zusammenfassung) 505776
500 Euro/Rückseite: Länger, weiter, höher: Dieses Prinzip gilt auch für Brücken zu Beginn des neuen Jahrtausends. Künftig verbinden Brücken vom Meer getrennte Länder und Kontinente - so wie die Oresund-Brücke zwischen Dänemark und Schweden oder auch die geplante Brücke von Marokko nach Gibraltar.
Der EURO kommt (Zusammenfassung) 505776






Die Profiteure der Währungsumstellung?


Zahlreiche Branchen profitieren davon, dass der Euro die Deutsche Mark ablöst. Zu den größten Gewinnern zählen Kreative, die Produzenten der Euro-Scheine und -Münzen, Hersteller von Geldprüfgeräten und Geldtransportunternehmen.

Ein Familienunternehmen mit 150 Beschäftigen, die Firma Anton Debatin in Bruchsal (Kreis Karlsruhe), hat mit ihrem Produkt die Aufmerksamkeit europäischer Banken auf sich gezogen. Die Firma, die mit der Produktion von Tüten für Bäckereien begann, die von Gefangenen geklebt wurden, produziert in Straßburg den sogenannten "Debasafe". Mittels dieser Hightech-Tasche soll der Diebstahl des zwischengelagerten deutschen Münzgeldes unmöglich gemacht werden.

Der Clou der Sicherheitstaschen: ein blaues Siegelband, das sich nicht mehr öffnen lässt und jeden versuchten Diebstahl sofort mit leuchtender Farbe dokumentiert. Das System überzeugte die Bankvertreter - sie bestellten Debasafes im Wert von 8,5 Millionen Mark. Auch holländische Kreditinstitute haben zehn Millionen Münztaschen bestellt. Ein Umsatzplus können auch die Hersteller von Banknoten-Prüfgeräten verbuchen. Eine besonders hohe Nachfrage wird jetzt für kleine Geräte für Geschäfte erwartet, da Fälscher in den kommenden Monaten, in denen die Mark noch gültiges Zahlungsmittel ist, versuchen werden, ihre Werke in Umlauf zu bringen. Kreditinstitute werden dagegen voraussichtlich mit großen Prüf- und Zählgeräten aufrüsten.


Deutschlands kreative Köpfe stecken seit Monaten beim "brainstorming" fieberhaft zusammen und beraten, wie sie den Abschied von der DM und den Neubeginn mit dem Euro im Bewusstsein der Bundesbürger verankern können, und das natürlich möglichst positiv und angstfrei sowieso. In einer dreiwöchigen Werbekampagne trommelt Günther Jauch im Auftrag der Bundesbank und der gesamten Kreditwirtschaft für die Einzahlung von Bargeld aufs Konto, um zum Jahreswechsel den großen Andrang zu vermeiden. Die Kampagne mit massiver TV-Präsenz kostet einen zweistelligen Millionenbetrag. Einen Teil erhält die für die Fernsehspots verantwortliche Frankfurter Werbeagentur Michael Conrad & Leo Burnett.

Das große Geld macht jedoch die Werbe- und PR-Agentur Publicis, die sich beim Wettbewerb um den 160 Millionen-Mark-Etat für die Imagekampagne der Europäischen Zentralbank gegen 40 Konkurrenten durchgesetzt hat. Die seit der Übernahme von Saatchi und Saatchi im Jahr 2000 zur fünftgrößten Agentur der Welt aufgestiegene Kreativschmiede könnte mit ihrer deutschen Gruppe im Jahr 2002 die Umsatzschwelle von zwei Milliarden Mark überschreiten.

In Anbetracht dessen, dass die 160 Millionen Mark europaweit reichen müssen, um 300 Millionen Bürger zu erreichen und sich auf 12 Publicis-Gruppen in den einzelnen Ländern verteilen, relativiert sich diese Summe jedoch wieder. Regelrecht geizig gibt sich die Bundesregierung, die für Informationen zur Einführung der Einheitswährung für das gesamte Jahr 2001 lediglich rund zehn Millionen eingeplant hat - und zwar Mark, nicht Euro.

Gut ins Geschäft kommen ab September die Geldtransportunternehmen. Allein der Fuhrpark der Mitglieder der Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Transportunternehmen umfasst 2200 Fahrzeuge. Cash in der Kasse bedeutet das Unterfangen Euro auch für alle Unternehmen, die an der Produktion der neuen Geldscheine und Münzen beteiligt sind. So konnte die Vereinigte Deutsche Nickel (VDN) im April stolz verkünden, erstmals in der Firmengeschichte die Umsatzschwelle von einer Milliarde Mark durchbrochen zu haben. Diesen Rekord verdankt die in Schwerte ansässige VDN der Produktion von Rohlingen für die Euromünzen. Und auch die Firma Giesecke & Devrient in München, die neben der Bundesdruckerei in Berlin Produzent der Euro-Noten ist, druckt sozusagen für die eigene Tasche.

Auch diejenigen Bundesländer, die das Recht zur Münzherstellung haben, profitieren von der Währungsumstellung. So spucken die in der panzerglasgeschützten Fertigungshalle der Hamburgischen Münze stehenden Maschinen täglich rund sechs Millionen Euro-Münzen aus. Am Ertrag aus dem im Zwei-Schichten-Rhythmus laufenden Betrieb verdient das Bundesland Hamburg mit, denn die Hamburgische Münze ist ein städtischer Betrieb.

Gute Zeiten auch für die Hersteller von Spielgeld und Spielautomaten: Zur Euro-Einführung müssen sich die Spielbanken neue Jetons anschaffen. Allein die Spielbank Berlin hat rund 170.000 neue Spielgeld-Stücke in Auftrag gegeben. Auf fast eine Million Mark belaufen sich dort die Investitionskosten für Jetons und die Umstellung der Automaten. Und auch die Spiele für die Kleinsten werden teuer: Künftig kostet ein Ritt auf einem elektronischen Schaukelpferd nicht mehr 1 Mark, sondern 1 Euro, wie die Kinderplanet GmbH im hessischen Buseck angekündigt hat. Das Unternehmen nutzt die Gelegenheit, die nach eigenen Angaben in der Vergangenheit nicht an die Kunden weitergegebenen gestiegenen Produktionskosten abzuwälzen.






Die deutsche Angst vor dem Euro


Während über 60 Prozent der Italiener und Spanier die Ankunft des Euro begrüßen, fürchten sich laut einer Umfrage des Bielefelder Instituts für Sozialforschung und Kommunikation 90 Prozent aller Deutschen vor der neuen Währung. Gerade ältere Bürger erinnern sich noch mit Angst und Schrecken an die Währungsreform von 1948, als die Reichsmark auf D-Mark umgestellt wurde. Damals kam es zu enormen Preiserhöhungen.

Mit der Mark verlieren die Deutschen ein Teil ihrer Identität

Mehr als die Hälfte der Deutschen befürchten laut einer Infratest-Umfrage, dass der Handel die Preise erhöht. 43 Prozent vermissen die Stabilität der D-Mark. "Mit dem Austausch der D-Mark steht nicht nur eine Währung auf dem Spiel, sondern ein ganzes Wertesystem", hat das Freiburger Institut für psychologische Wirkungsforschung IFM festgestellt. In der D-Mark stecken die deutschen Tugenden und Leistungen, mit denen die Nachkriegsgeneration Deutschland zu einer der führenden Wirtschaftsmächte wieder aufgebaut hat. "Mit der D-Mark verbinden sich für jeden Einzelnen erlebte Erfolge und durchgestandene (Geld-)Nöte", heißt es in der Studie der Freiburger Psychologen. Nun vererbe Deutschland die D-Mark an Europa "auf höheren Befehl". Die meisten Deutschen befürchten dabei, dass sich die in der D-Mark steckenden psychologischen Aufbau- und Leistungswerte im großen Topf Europa auflösen.

Die Italiener hingegen sehen der Einführung des Euro mit Freude entgegen, weil sie eine Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse erwarten. Die Franzosen geben zwar ungern den Franc auf, behalten aber ihre unabhängig vom Geld gewachsenen kulturellen Werte. Außerdem haben sie in einem Referendum entscheiden dürfen, ob sie den Euro wollen oder nicht. Eine knappe Mehrheit war dafür.

Die Lobby der D-Mark-Schützer

Kein Wunder, dass vor allem in Deutschland Euro-Gegner seit mehreren Jahren hohen Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten. Die Interessengemeinschaft "Pro DM" wirbt in großformatigen Anzeigen für die Erhaltung der D-Mark. Vor allem der dramatische Kursrückgang des Euro gegenüber dem Dollar seit dem 1. Januar 1999 sorgt bei vielen Bundesbürgern für Misstrauen. Neuen Auftrieb erhielten die Euro-Gegner zuletzt durch eine Studie der renommierten Crédit Suisse First Boston, die prognostiziert, dass der Kurs des Euro gegenüber dem Dollar schon bald auf 57 Cents falle.

"Da ist viel Panikmache", sagt Klaus Lüpertz, Analyst der HSBC Trinkaus & Burkhardt. Wegen widersprüchlicher Aussagen von Wim Duisenberg, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), habe der Euro zurzeit ein schlechtes Image. Doch Lüpertz ist überzeugt, dass schon in diesem Jahr "die EZB wieder an Glaubwürdigkeit gewinnen und sich der Euro zu einer attraktiveren Anlagewährung als der Dollar entwickeln wird".

Banken können mit der Euro-Beratung neue Kunden gewinnen

"Sobald die Deutschen mit dem Euro in ihren ersten Urlaub fahren, wird die Zustimmung zur neuen Währung stark steigen", glaubt Ernst Welteke, Präsident der Deutschen Zentralbank. Bis dahin freilich ist es noch ein langer Weg. Die EZB gibt rund 80 Millionen Euro für eine PR-Kampagne in den zwölf Ländern der Eurozone ab September 2001 aus, um die Bevölkerung auf die neue Währung vorzubereiten. Noch höher dürften die Ausgaben der Banken sein, die ihre Kunden informieren müssen, dass sie nur noch bis zum 28. Februar 2002 D-Mark annehmen. Für viele Banken bietet das die Chance, im Wettbewerb um die beste "Euro-Beratung" neue Kunden zu gewinnen.






Polizei überfordert: Verbrecher wittern ihre Chance


Von September 2001 bis März 2002 müssen Euro-Münzen und -Scheine im Wert von 155 Milliarden Euro sowie DM-Noten und -Münzen im Wert von 290 Milliarden Mark transportiert werden. Die wohlgefüllten Geldlaster lenken auch das Augenmerk von Kriminellen auf sich. Für die Kreditinstitute ein großes Problem: Mit einem flächendeckenden Schutz der Polizei können sie nicht rechnen, auch wenn gepanzerte Polizei-Lastwagen als Eskorte für Geldtransporte Verbrecher abschrecken sollen.

Auch die parallele Lagerung von Mark und Euro ist für Banken und Sparkassen mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko verbunden. Wie eine im März veröffentlichte Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelstages ergab, bereiten diese Sicherheitsrisiken fast der Hälfte des Bankgewerbes Kopfzerbrechen. Viele Banken und Sparkassen erwägen daher den Einsatz von privaten Sicherheitsdiensten. Der Ruf vom Bundesverband der deutschen Banken nach dem Einsatz der Armee zum Schutz bei Geldtransporten, wie es andere Länder im Euro-Raum planen, wurde bisher aus verfassungsrechtlichen Gründen abgelehnt.

In den Tresoren der Bundesbank und der Landeszentralbanken ist für die Euro-Münzen kein Platz. Aus diesem Grund werden möglichst geheime Hallen angemietet, in der die glänzenden Stücke in riesigen, 600 Kilo schweren Containern unter Bewachung bis zu ihrer Ausgabe gelagert werden. Auch die Arbeitsgemeinschaft für Sicherheit der Wirtschaft (ASW) fordert den Einsatz der Bundeswehr. Wenn dieser aus verfassungsrechtlichen Gründen als Begleitschutz bei Geldtransporten nicht möglich ist, so die ASW, sollten zumindest gut gesicherte Kasernen als Zwischenlager für die gute alte Deutsche Mark und den frischen Euro dienen.







Der Weg zum EURO seit 1946


1946

Winston Churchill fordert in einer Rede an der Universität Zürich die Schaffung "einer Art Vereinigten Staaten von Europa"

1951

Die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande gründen mit Unterzeichnung des Pariser Vertrags die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (die Montanunion).

1957

Die Länder der Montanunion und Belgien unterzeichnen die Römischen Verträge. Ab 1. Januar 1958 existiert damit die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), die später zur Europäischen Gemeinschaft (EG) umbenannt wird.

Die 13 OECD-Staaten beschließen die freie Konvertierbarkeit ihrer Währungen - ganz im Sinne Ludwig Erhards: "Von allen denkbaren Formen der Integration der freien Welt ist die Konvertierbarkeit die fruchtbarste", so der damalige Wirtschaftsminister.

1960

Der EWG-Ministerrat genehmigt den gemeinsamen Zolltarif, die Europäischen Sozialfonds werden eingerichtet.

1967

Die Organe der Europäischen Gemeinschaft werden mit dem Fusionsvertrag vereinheitlicht.

1969

In Den Haag beschließen die Staats- und Regierungschefs der EG-Staaten die stufenweise Schaffung der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU).

1970

Mit dem Wernerplan wird der erste Plan zur Umsetzung der WWU vom luxemburgischen Ministerpräsident und Finanzminister Pierre Werner vorgelegt. Ein Jahr später wird der Plan verabschiedet.

1972

Gründung des Europäischen Währungsverbundes durch die EWG-Staaten. Die Wechselkurse der Währungen dürfen nur um maximal 2,25 Prozent nach oben oder unten von den vereinbarten Leitkursen abweichen.

1973

Großbritannien, Irland und Dänemark treten den Europäischen Gemeinschaften bei.

1979

Das System der Währungsbindung von 1972 wird abgeschafft und durch das Europäische Währungssystem ersetzt. Der Ecu wird als Rechnungs- und Währungseinheit des EWS eingeführt.

1981

Griechenland tritt den Europäischen Gemeinschaften bei.

1986

Beitritt von Portugal und Spanien in die EG.

1988

Eine Expertengruppe unter Leitung von Jaques Delors (Präsident der Europäischen Kommission) wird mit der Planung zur Schaffung der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) beauftragt.

1989

Delors' Plan dient als Leitfaden für die dreistufige Schaffung der Wirtschafts- und Währungsunion. Noch vor Ende 1990 sollen zwei Regierungskonferenzen zur Politischen Union und zur Wirtschafts- und Währungsunion einberufen werden, die alle notwendigen Vertragsänderungen ausarbeiten sollen.

1991

Im holländischen Maastricht vereinbaren die Staats- und Regierungschefts die Verwirklichung der Wirtschafts- und Währungsunion bis 1999.

1992

Der Maastrichter Vertrag über die Europäische Union (EU) wird unterzeichnet. Alle zwölf Mitgliedsstaaten müssen diesen Vertrag nun ratifizieren.

1993

Der Maastrichter Vertrag tritt in Kraft. Er ermöglicht den freien Verkehr von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital ohne Grenzen zwischen den Mitgliedsstaaten.

1994

Das Europäische Währungsinstitut (EWI) wird in Frankfurt am Main gegründet. Es ist der Vorläufer der Europäischen Zentralbank (EZB).

1995

Österreich, Schweden und Finnland treten der EU bei. In Madrid entscheiden die Staats- und Regierungschefs über den weiteren Zeitplan zur Einführung der einheitlichen Währung und einigen sich auf den Namen "Euro".

1996

Mit dem Pakt für Stabilität und Wachstum billigt der Europäische Rat eine Verschärfung der Stabilitätskriterien für den Euro.

1997

In Amsterdam schließen die Staats- und Regierungschefs den Pakt für Stabilität und Wachstum. Sie einigen sich auf das neue Europäische Wechselkurssystem EWS II und auf die einheitliche Seite der Euro-Münzen und Scheine.

1998

Die Teilnehmerländer an der europäischen Währung werden im Europäischen Rat festgelegt. Nach den Konvergenzkriterien dürfen teilnehmen: Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Niederlande, Luxemburg, Österreich, Portugal und Spanien. Die Europäische Zentralbank wird ins Leben gerufen, Präsident ist Wim Duisenberg. Damit wird das Europäische Währungsinstitut aufgelöst. Ende des Jahres legen die Wirtschafts- und Finanzminister der teilnehmenden Staaten die unwiderruflichen Euro-Umrechnungskurse fest.

1999

Der Euro wird gültige Buchwährung, alle Börsen in Euro-Land führen den Euro als einheitliche Währung ein.

2001

Griechenland wird Mitglied von Euro-Land.    




Konvergenz-Kriterien


"Stabiles Geld, niedrige Staatsquoten und niedrige Haushaltsdefizite sind nach aller Erfahrung der Schlüssel für dauerhaftes Wachstum, mehr Arbeitsplätze und Wohlstand. Sie sind deswegen zu Recht die Eintrittskarte in die Europäische Währungsunion.". So beschrieb der ehemalige Bundesbankpräsident Hans Tietmeyer die Aufnahmekriterien für die Euro-Staaten.

Im Maastrichter Vertrag, dem Vertrag über die Europäische Währungsunion, wurden fünf Konvergenzkriterien festgelegt. Diese Kriterien sind volkswirtschaftliche Anforderungen an die Länder der EU, die der Währungsgemeinschaft beitreten möchten.

Zum ersten Beitrittstermin im Januar 1999 erfüllten mit Ausnahme Griechenlands alle EU-Länder die Aufnahmebedingungen, doch Großbritannien, Schweden und Norwegen lehnten ihren Beitritt ab. Griechenland wurde im Januar 2001 zwölftes Mitglied der Euro-Zone, das Land erfüllte die erst in einem zweiten Aufnahmeschritt die nötigen Stabilitätskriterien.

Die Bedingungen im Einzelnen:

- Preisstabilität

Die Verbraucherpreise dürfen im Jahr vor der Prüfung nicht mehr als 1,5 Prozent über der Inflationsrate der drei preisstabilsten Länder liegen.

- Haushaltsdefizit

Die neuen Schulden, die ein Staat aufnimmt, dürfen nicht über 3 Prozent seines Bruttoinlandprodukts liegen.

- Staatsschulden

Die gesamten Schulden der öffentlichen Hand dürfen 60 Prozent des Bruttoinlandprodukts nicht überschreiten. Viele Länder erreichten diese Bedingung nicht. Nur Finnland, Frankreich, Großbritannien und Luxemburg lagen unter der Vorgabe. Wenn das Defizit der übrigen Kandidaten jedoch „hinreichend rückläufig“ war, wurde von einer strikten Anwendung des Kriteriums abgesehen.

- Zinsniveau

Die langfristigen Zinsen müssen auf einem ausreichend niedrigen Niveau sein. Als Obergrenze gelten zwei Prozent über den Zinssätzen der drei stabilsten EU-Länder.

- Wechselkursstabilität

Die Währung des Landes muss Mitglied des Europäischen Währungssystems sein und darf in den zwei Jahren vor der Prüfung nicht abgewertet worden sein.  




Wer bald mit EURO zahlt...



Zwölf Staaten werden zum Jahreswechsel freiwillig einen Teil ihrer Souveränität aufgeben und den Euro statt der nationalen Währung einführen. Der Startschuss wird aber nicht in Europa, sondern im indischen Ozean gegeben: wegen der Zeitverschiebung wird das neue Bargeld als erstes auf der französischen Übersee-Insel Reunion ausgegeben. Die zahlreichen Anhängsel aus Frankreichs kolonialer Vergangenheit sorgen dafür, dass die Euro-Umstellung zum Weltereignis wird.  

Die Umtauschfristen für die alten Währungen sind von Land zu Land unterschiedlich.

Deutschland ist das einzige Land, in dem die nationale Währung ab dem ersten Januar kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr ist!


Im Handel und bei den Geschäftsbanken kann die D-Markt aber noch bis Ende Februar 2002 getauscht werden. Besonders fit geht Deutschkland aber nicht in das Euro-Zeitalter: Bei Wirtschaftswachstum und Beschäftigung liegt Deutschland weit unter dem europäischen Durchschnitt. Die Schwäche der deutschen Wirtschaft belastet zunehmend auch die anderen Euro-Staaten.

Das zweitgrößte Euro-Land Frankreichbleibt dem Franc noch bis zum 17. Februar 2002 treu. Im Gegensatz zu Deutschland ist die Grande Nation für das neue Euro-Zeitalter besser gerüstet: Mit einem Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent im dritten Quartal und sinkender Arbeitslosenquote ist Frankreich das stärkste Zugpferd der Euro-Konjunktur. Davon können die Italiener nur träumen. Zwar sank die Arbeitslosigkeit in diesem Jahr erstmals seit 1993 wieder auf unter zehn Prozent. Das Wirtschaftswachstum ist aber wenig berauschend. Eine Frist für den Umtausch der Lira hat die italienische Regierung noch nicht festgelegt.

Spanien fällt der Abschied von der Peseta leicht

Die spanischen Verbraucher müssen sich bis zum 30. Juni endgültig von der Peseta trennen. Doch der Abschied wird leicht fallen, denn Spanien bekommt nach jahrzehntelanger Inflation mit dem Euro eine Währung von ungekannter Härte. Der größte Nettoempfänger der Gemeinschaft kann sich mit einem für 2001 erwartete Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent durchaus sehen lassen, und auch die Arbeitslosigkeit ist seit dem EG-Beitritt 1986 kontinuierlich gesunken.

Den Niederländern wird der Weg in die neue Währung mit einem Gratis-Startpaket versüßt. Den Gulden wollen sie – nach Deutschland – am schnellsten loswerden. Ab dem 27. Januar gilt er nicht mehr als gesetzliches Zahlungsmittel. Mehr Zeit lassen sich die Belgier: ungültige Franc-Noten können bis zum Jahreswechsel 2002/2003 umgetauscht werden. Bauchschmerzen bereitet den anderen Euro-Staaten vor allem das belgischen Schuldenproblem: die Staatsverschuldung liegt mit über 100 Prozent des Bruttosozialproduktes weit über dem Referenzwert des Maastricht-Kriteriums.

Griechenland arbeitet am Schuldenproblem

Der jüngste Euro-Partner Griechenland kämpft mit einem ähnlich hohen Schuldenlast. Das stand dem Beitritt zur Euro-Zone am 1. Januar dieses Jahres aber nicht im Wege, denn im Gegensatz zu Belgien und Italien schrumpfen die Staatsschulden in Griechenland kontinuierlich. Wie lange sie Drachmen annehmen, können die griechischen Geldinstitute individuell entscheiden.
Ein ehrgeiziges Schuldenprogramm soll auch Österreich unter den Maastricht-Grenzwert von 60 Prozent drücken. Den Umtausch der alten Währung gehen sie gemächlich an. Die Zentralbank nimmt die alten Banknoten unbefristete an, während die Geschäftsbanken individuelle Umtauschfristen haben.

In Finnland wird die alte Währung ebenfalls unbefristet von der Zwentralbank angenommen. Das einzige skandinavische Land in der Währungsunion legte in den vergangenen Jahren einen beispiellosen Wirtschaftsaufschwung hin. Mit 5,2 Millionen Einwohnern und einem Bruttosozialprodukt von 113 Milliarden Euro gehört der Staat zwar zu den Euro-Zwergen. Doch ein Wirtschaftswachstum von zuletzt 5,7 Prozent und die Halbierung der Arbeitslosenzahl auf 9,8 Prozent machen die Finnen zum Euro-Musterländle. Dieses Prädikat verdient auch Portugal: In den vergangenen sieben Jahren lag das Wachstum des Bruttosozialproduktes über dem europäischen Durchschnitt, und die Arbeitslosenquote gehört mit vier Prozent zu der niedrigsten der Gemeinschaft. Der Escodo wird von den Geschäftsbanken noch bis zum 30.Juni 2002 angenommen.

Klein, aber Oho

Mit 400.000 Einwohnern und einer Wirtschaftsleistung von 15 Milliarden Euro ist Luxemburg der kleinste Euro-Staat. Das Großherzogtum ist aber bestens auf die neue Gemeinschaftswährung vorbereitet: Der Schuldenstand beträgt 5,3 Prozent des Bruttosozialproduktes, und mit einer Inflation von 1,4 Prozent herrscht Preisstabilität. Unerreicht niedrig ist auch die Arbeitslosenquote von 2,4 Prozent.

Die frühere Hungerinsel Irland hat sich hat sich zu einem keltischen Tiger entwickelt: Über 11 Prozent Wirtschaftswachstum im Jahr 2000 war europäische Spitzenklasse. Doch für seine hohe Staatsverschuldung hat sich das Land schon einige Rüffel von der EU eingefangen. Das irische Pfund ist noch bis zum 9. Februar gesetzliches Zahlungsmittel, die Geschäftsbanken haben individuelle Umtauschfristen.

Euro gilt auch in der Karibik

Auch außerhalb Europas wird man im kommenden Jahr mit der neuen Währung auf Einkaufstour gehen können: Die französischen Übersee-Provinzen wie die Insel Reunion im Indischen Ozean, die Karibikinseln Gaudaloupe und Martinique sowie Französisch-Guayana gehören ebenfalls zu der Euro-Zone. Selbst im kalten Norden vor der Küste Neufundlands, auf den Inseln Saint-Pierre und Miquelon, beginnt zum Jahreswechsel die heiße Phase der Euro-Umstellung.

Auch Afrika rückt etwas näher: Die 15 west- und zentralafrikanische Staaten der Afrikanischen Finanzgemeinschaft (CFA) haben ihre Währungen seit den vierziger Jahren an den französischen Franc gekoppelt und werden in Zukunft mit dem Euro rechnen. An den Euro gebunden sind auch Montenegro, das Kosovo und Andorra. Die Staaten haben den Euro einseitig zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt. Mit offizieller EU-Genehmigung können dagegen die Kleinstaaten San Marino, Monaco und der Vatikanstaat den Euro ausgeben und sogar eigene Euro-Münzen prägen – allerdings in genau festgelegten Beträgen.


Der EURO kommt (Zusammenfassung) 505776

Gruß
Happy End      
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ChaosBroker:

Ähm Happy, das haste schon mal gepostet... o.T.

 
10.12.01 21:55
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Happy End:

z.T., hab´s noch ein wenig" zusammengefasst"... o.T.

 
10.12.01 21:58
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Happy End:

Thai-Münzen überlisten Automaten

 
11.12.01 10:06
Unter Europas Automatenaufstellern ist Unruhe ausgebrochen. Die Geräte nehmen thailändisches Geld an.

Statt der 2-Euro-Münze schlucken die Automaten auch die 10-Baht-Münze im Wert von nur rund 0,25 Euro. Die Holländer, die prompt Alarm beim Finanzministerium in Den Haag schlugen, waren als Erste auf die Verwechslungsgefahr gestoßen: "Ich bin sehr erschrocken, als ich das gehört habe", sagt Aad Kobus, der Vorsitzende der Vereiniging Automatenexploitanten Nederland. Angesichts der vielen Thailand-Touristen - fast zwei Millionen Europäer pro Jahr - stehen auch die deutschen Automatenaufsteller vor einer "schwierigen Situation", bemerkte Peter Lind, Hauptgeschäftsführer des deutschen Branchenverbands. Das 10-Baht-Stück ist der 2-Euro-Münze bei Durchmesser, Gewicht und Legierung so ähnlich, dass die Münzprüfgeräte den Unterschied kaum erkennen können - werden sie zu scharf eingestellt, akzeptieren die Automaten auch viele 2-Euro-Münzen nicht. Lind: "Das Problem ist da. Es wird daran gearbeitet."  
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Happy End:

Eins, Komma, neun, zehn, elf

 
11.12.01 15:49
Mal ehrlich - kennen Sie den exakten Wechselkurs des Euro zur D-Mark? Zugegeben, man kann sich damit begnügen, dass der Euro etwas weniger als zwei Mark kostet. Oder man merkt sich den Näherungswert 1,96 Mark. Aber eigentlich würden Sie den Kurs gerne genau kennen! Wenn nur diese verteufelt krumme Nachkommazahl nicht wäre...
 
War es nun 1,95853 oder 1,95583 oder 1,95985 oder ganz anders? Die Zahl ist fast genauso "unmerkbar" wie die berühmte Zahl Pi (Drei, Komma, eins, vier, irgendwas).
In solchen Fällen hilft nur der Bau einer schönen, kleinen Eselbrücke. Und glücklicherweise haben die europäischen Zentralbanker bei der Festlegung der Wechselkurse der nationalen Währungen zum Euro für Deutschland einen Wert beschlossen, die sich wunderbar zerlegen lässt: 1,95583.

Als Aufschnitt ist der verwirrende Wechselkurs gleich viel besser verdaulich: Denn auf das Komma folgen die Zahlen neun, zehn und elf - die neun als Ziffer, die beiden Fünfer ergeben die Zehn, und die Elf ergibt sich aus den letzten Stellen des Kurswertes acht und drei.

Eins, Komma, neun, zehn, elf.
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antoinette:

gääääähhhhhnnnnnn o.T.

 
11.12.01 15:53
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Grinch:

Na schatz bist du müde?

 
11.12.01 15:55
Komm doch zum Grinch ins Bettchen!!!

Antworten
antoinette:

geh zu happy, warmer o.T.

 
11.12.01 15:57
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Grinch:

Schnubbl sei nich so fiess! BUHUHHH o.T.

 
11.12.01 15:58
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antoinette:

up für narzissssss o.T.

 
11.12.01 16:07
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Happy End:

Raus aus meinem Thread, antoinette! o.T.

 
11.12.01 16:25
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antoinette:

ist mir auch zu warmen in deine sretts, süßer

 
11.12.01 16:42
wollte dir ja nur helfen oben zu bleiben, da wo du nichthingehoerst

schluß für heute; viel späsken noch bei deinen ganztags-/nachtspostings

draußen ist es sowieso zu ungemütlich für die kleinen süßen

bis morgen, toertchen

grüss deinen süssen freund grinchini und den bürgermeister von berlin

weibliche grüße
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Happy End:

LZB-Chef - Euro-Münzsets wohl schnell ausverkauft

 
11.12.01 17:05
Berlin, 11. Dez (Reuters) - Die Euro-Münzsets werden nach Einschätzung des Chefs der Landeszentralbank (LZB) Berlin/Brandenburg, Klaus-Dieter Kühbacher, bereits wenige Tage nach ihrem Erscheinen ausverkauft sein. "Spätestens am Mittwoch nächster Woche wird es in der Hauptstadt keine Starter-Kits mehr geben", sagte Kühbacher am Dienstag in Berlin. Von Montag an verkaufen die Banken und Sparkassen die abgepackten Euro-Münzen im Wert von 20 Mark. Für den drohenden Mangel machte der LZB-Chef die Großbanken verantwortlich, Sparkassen und Volksbanken hätten dagegen genug Vorrat. Er zeigte zudem Verständnis für Preiserhöhungen im Einzelhandel, da dieser die Hauptlast bei der Bargeld-Einführung zu tragen habe.

Die bisher 53,5 Millionen Mischungen von insgesamt 20 Euro-Münzen im Wert von 10,23 Euro können ab dem 17. Dezember an die Bevölkerung verkauft werden. Wegen des erwarteten Andrangs hat die Bundesbank mit den Geldinstituten vereinbart, zusätzlich eine weitere Milliarde Euro-Münzen auszugeben. Dies kann in loser Form oder in Verpackungen ähnlich der Starter-Kits geschehen, bei denen die Euro- und Cent-Münzen in einem kleinen Plastikbeutel abgegeben werden. Kühbacher sagte, wegen des großen Interesses der Bevölkerung rechne er mit ernsthaften Auseinandersetzungen und Schlangen an den Kassen. Die Banken seien verpflichtet, mindestens ein Starter-Kit oder eine entsprechende Münzmenge an die Kunden zu verkaufen.

Zur drohenden Verknappung bei den Starter-Kits sagte Kühbacher, die großen deutschen Banken hätten sich bei der Bargeldversorgung sehr bedeckt gehalten. Der LZB-Chef hat nach eigenen Worten jedoch keine Sorge, dass die Sparkassen oder Volks- und Raiffeisenbanken nicht genug Kleingeld vorbestellt hätten.

Mit Blick auf mögliche Preiserhöhungen hat Kühbacher "ganz bittere Erwartungen". Marketingexperten hätten den Einzelhandel davor gewarnt, die Preise zum 1. Januar zu erhöhen, weil die Kunden sehr sensibel reagieren würden. Darum sei die Botschaft an die Händler offenbar gewesen: Zeichnet die Preise zum 1. Oktober dieses Jahres in runden Eurobeträgen aus. Dies sei als versteckter Hinweis zu verstehen, die Preise bereits drei Monate vor dem Währungswechsel zu erhöhen. Zum Jahreswechsel nähmen die Kunden dann keine Preiserhöhung wahr. "Wir haben statistische Erhebungen, die sind leider nicht erfreulich", sagte Kühbacher. Im gesamten Preisniveau sei dies aber wegen der gesunkenen Energiepreise kaum spürbar.

Die Deutsche Bundesbank wollte bisher noch kein Urteil darüber fällen, ob die Umstellung auf Euro-Preise die Teuerung nennenswert erhöht. Das Statistische Bundesamt hat beobachtet, dass ein Zehntel des Preisanstiegs bei einzelnen Produkten offenbar mit dem Währungswechsel zusammenhängt.

Kühbacher äußerte jedoch grundsätzlich Verständnis für die Verteuerungen. Denn der Handel rechne wegen der Euro-Einführung mit Belastungen in einer Höhe, die sich im Bereich der Gewinnmargen bewegten. "Die haben letzten Endes die Hauptlast der Umstellung zu tragen", sagte der LZB-Chef. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels schätzt die Kosten für die Euro-Umstellung auf bis zu zehn Milliarden Mark, mehr als ein Prozent vom Umsatz eines Jahres

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Happy End:

...in 5 Tagen gibt´s das Starter-Kit... o.T.

 
12.12.01 10:39
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Luki2:

Im Balkan warten Milliarden DM als Matratzengeld

 
12.12.01 10:50
Auf dem Balkan warten Milliarden DM als Matratzengeld auf den Euro

Belgrad (dpa) - Die Informationskampagne der Jugoslawischen Nationalbank wuchert mit alten Werten. «Euro - die neue Mark für Europa», heißt es in Broschüren und auf Plakaten, die bei Sparern und Geschäftsleuten für den Umtausch in die neue Einheitswährung werben.

Die Mark - grenzüberschreitendes Zeichen für Beständigkeit und Sicherheit - hat in den krisengeschüttelten Balkanstaaten einen beispiellosen Siegeszug hinter sich. Der Abschied fällt mindestens so schwer wie in Deutschland selbst.

Als «Matratzengeld» schlummern Milliarden zwischen Zagreb und Istanbul. Gastarbeiter und Touristen haben die Währung seit den 70er Jahren verstärkt in die Heimat getragen, wo die D-Mark im alltäglichen Leben zuletzt die offiziellen Währungen zunehmend verdrängt hat.

Vor allem in Jugoslawien hat das Vertrauen in den Dinar als eigene Währung über die Jahre arg gelitten. Mit einem Zugriff auf Fremdwährungskonten bei jugoslawischen Banken und über die Druckerpresse hat das serbische Regime von Slobodan Milosevic seine Kriege finanziert. So wurden Werte in D-Mark im privaten Sparstrumpf gesichert.

Experten der Deutschen Bank Research schätzen, das in Kroatien und Serbien je etwa 5 Milliarden Mark, im Kosovo und in Bosnien-Herzegowina je etwa 2 Milliarden und in Montenegro und Mazedonien wohl je um eine Milliarde Mark auf den Umtausch in Euro warten. Exakte Zahlen sind erst zu bekommen, wenn der Umtausch weitgehend abgeschlossen ist.

Im Kosovo hat die UN-Verwaltung UNMIK die Mark zur offiziellen Währung erklärt, wie es auch die nach Unabhängigkeit von Jugoslawien strebende Regierung Montenegros getan hat. Selbstverständlich wird in Geschäften auf deutsche Scheine in Mark und Pfennig heraus gegeben. Montenegro und das Kosovo werden deshalb auch tonnenweise Euro-Münzen benötigen. Vom 1. Januar 2002 an ist der Euro offizielle Währung.

«Wir haben keine genauen Zahlen, wie viel Euro wir hier für den Währungswechsel benötigen werden, weil das meiste Geld ohne Kontakt zu Banken im Umlauf ist», sagte Fatmir Gashi, Leiter der Finanzbehörde Kosovos (BPK), die Funktionen einer Zentralbank hat. Zunächst wurden 500 Millionen Euro zum Eintausch bestellt. «Es ist für uns Kosovo-Albaner schmerzlich, die Deutsche Mark abzugeben. Weil die Deutschen selbst es aber auch machen, wird es für uns leichter», sagt Gashi.

Regierung und Finanzbehörden in den Balkan-Staaten hoffen, dass der Wechsel zum Euro möglichst viele Menschen dazu bringt, ihre Gelder über Bankkonten zu tauschen und in einen geregelten Wirtschaftskreislauf einströmen zu lassen. Der überwiegend Teil sei «legales Transfergeld», dass - Vertrauen in die Banken und vorausgesetzt - eigentlich nicht versteckt werden müsste.

In Bosnien-Herzegowina hat die dortige Zentralbank zudem schon seit einiger Zeit beobachtet, dass D-Mark in die bosnische Landeswährung umgetauscht werden. Diese Konvertierbare Mark (Konvertibilna Marka/KM) genannte Währung wurde im Juni 1998 in Anlehnung an die DM eingeführt und wird künftig an den Euro gebunden.

«Die Konvertierbare Mark ist nach der Deutschen Mark benannt, der Währung, die in diesem Land über Jahre benutzt wurde», sagte Duska Jurisic, Sprecherin der Zentralbank. In den Kriegsjahren wurde die DM im eingekesselten Sarajevo gar im Verhältnis 1:1 zum US-Dollar gehandelt. Nach der Einführung des Euro wird die bosnische Konvertierbare Mark dann ihre «Mutterwährung» sogar überlebt haben.

 
10:21 am 12.12.2001 - Ressort: Finanzen

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Happy End:

"Der Euro ist ein Weichei"

 
12.12.01 22:53
Der Euro sollte härter sein als die italienische Lira. Ist er aber nicht, wie ein Test belegt.
 
Bochum - Jahrzehntelang war es die italienische Lira, die als Problemkind unter den europäischen Währungen galt - zu weich, lautete der Standard-Vorwurf. Doch jetzt haben findige Wissenschaftler Erkenntnisse gewonnen, die ein ganz neues Licht auf die Sache werfen: Die Lira ist viel härter als man gemeinhin glaubte. Härter als die Mark noch und als der Euro erst recht - was das Material betrifft, jedenfalls.
Zutage förderten dieses völlig überraschende Ergebnis das Hochschulmagazin "Unicum" und das Bayerische Hauptmünzamt. Die bayerischen Münzfreaks und die jungen Schreiberlinge jagten zu diesem Zweck gar den teuersten aller Edelsteine durch die Münzen: den Diamanten - zehn Sekunden lang, mit einem Druck von 30 Kilogramm. Die 100-Lire-Münze überstand diesen Test mit dem geringsten Schaden: Ihr Loch war lediglich 0,56 Millimeter groß. Den Spitzenrang verfehlten die französische Ein-Franc-Münze und das irische 50-Cent-Stück nur knapp. Rang sechs im Test belegte die Ein-Dollar-Münze. Das Mark-Stück landete lediglich auf den hinteren Plätzen. Hier bohrte der Diamant-Sporn ein Loch von 0,69 Millimetern. Die rote Laterne bekam das Zwei-Euro-Stück - hier war das Loch ganze 0,78 Millimeter groß.

"Der Euro ist ein Weichei", verspottete denn auch "Unicum"-Chefredakteur Wolfgang Koschny den Testverlierer - und vermittelt diese Botschaft mit einer Auflage von 450.000 Stück an Deutschlands Unis.

Doch Günther Waadt, Chef des Bayerischen Hauptmünzamtes, nimmt die weiche Münze in Schutz. Im alltäglichen Gebrauch sei die unterschiedliche Härte irrelevant, selbst wenn eine Münze 50 Jahre im Umlauf sei, meint Waadt: "Das merkt man nicht." Ein weicheres Material bringe dagegen sogar Vorteile mit sich: Es lasse sich einfacher gestalten und verarbeiten. Die Prägungsfähigkeit von Metallen prüft das bayerische Amt auch sonst mit den Münzbohrungen.

Der Euro, scheint's, hat genau die richtige Mischung. Insofern hat er wenig gemeinsam mit zu weichen Eiern. Vielmehr ist er eine ausgeklügelte Ingenieursleistung. Und außerdem bestätigt er das, was verschiedene Werbekampagnen glauben machen: Der weiche Euro steht ganz in der Tradition der weichen Mark.
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ChaosBroker:

Weichei? Schaut mal auf den heutigen Chart! *freu* o.T.

 
12.12.01 22:55
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Happy End:

War doch auf´s Material bezogen ;-)) o.T.

 
12.12.01 22:58
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Happy End:

"Ich habe mich arbeitslos gemacht"

 
14.12.01 08:12
DER ZEICHNER DES EURO

Robert Kalina hat den neuen Euro-Scheinen und damit der neuen Währung ihr Gesicht gegeben. Er gewann den Wettbewerb, weil er mit alten Traditionen brach.
 
Wien - Von der Auflage seiner Grafiken können andere nur träumen. Allein die erste beträgt 4,3 Milliarden Exemplare - und es ist sicher, dass ihnen weitere folgen werden. Die Preisstaffelung ist übersichtlich: fünf, zehn, 20 und 50, oder 100, 200 und 500 Euro - die Grafiken zieren die neuen Euro-Banknoten, und Robert Kalina hat sie entworfen. Der 46-jährige hat alle Euro-Scheine gestaltet, der neuen Währung damit ihr Gesicht gegeben.

"Es ist schon ein einzigartiges Gefühl, dass in Zukunft ganz Europa mit 'meinen' Geldscheinen bezahlt", erklärt der Grafiker. Am Anfang seien seine beiden Kinder in der Schule angesprochen worden. "Das hat sich gelegt, aber ich glaube, sie sind mächtig stolz auf ihren Vater".

Der Mann mit der offiziellen Berufsbezeichnung Notenbankentwerfer hatte 1996 zwei Vorschläge für das Aussehen der Euro-Scheine beigesteuert. "Zeitalter und Stile Europas" lautete das vorgegebene Generalthema. "Erlaubt waren auch Porträts", erinnert sich Kalina. Allerdings hätte man keine Gesichter von historischen Persönlichkeiten verwenden dürfen, weil diese nur einem einzigen Land zuzuordnen gewesen wären.

Während alle anderen Grafiker dennoch auf anonyme Porträts zurückgriffen, "verzichtete ich als Einziger darauf", erzählt Kalina. Stattdessen entschied er sich für geöffnete Fenster und Türen, "die für das Neue, das Offene stehen". Als zweite Motivserie entschied er sich für Brücken, "die das Verbindende in Europa ausdrücken". Banknoten ohne die traditionell unverzichtbaren Porträts? "Selbst im eigenen Haus waren einige entsetzt."

Insgesamt waren 44 Entwürfe bei der Jury eingegangen, drei kamen in die Endauswahl. Von diesen wählten die beteiligten Notenbankchefs Kalinas Vorschläge als beste aus. "Ich habe nicht im Traum damit gerechnet, das Rennen zu machen", zeigt sich der Designer überrascht. Im Gegensatz zu den Euro-Münzen, die auf einer Seite nationale Motive tragen, werden alle Scheine gleich sein. "Hoffentlich sehen sie wirklich alle gleich aus", sagt der Grafiker. Seine Skepsis ist berechtigt. Die Scheine werden in zwölf unterschiedlichen Druckereien hergestellt.

"Mit meinem Erfolg habe ich mich selbst arbeitslos gemacht", sagt Kalina mit einem Lächeln. Denn die von ihm entworfenen Scheine sollen zunächst einmal unverändert bleiben. "Für mich gibt es jedoch noch kleinere Arbeiten", beschreibt er seine berufliche Zukunft. Seine Chefs in der Österreichischen Nationalbank haben größere Pläne. Sie hoffen, dass ausländische Notenbanken ihren Topgrafiker beauftragen, neue Banknoten zu entwerfen oder die alten zu verbessern.
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Happy End:

Inseln mitten im Euro-Meer

 
14.12.01 09:24
Die Schweiz und Großbritannien, zwei europäische Länder ohne den Euro. Wie lange geht das noch gut?

Der Euro kommt nach Großbritannien, zumindest inoffiziell. In London haben die großen Supermarktketten angekündigt, auch den Euro als Zahlungsmittel zu akzeptieren, Wechselgeld gibt es aber noch in Pfund. So könnte auch der gewöhnliche Brite mit dem ungeliebten Euro-Geld in Berührung kommen. Für viele Inselbewohner eine erschreckende Vorstellung.
 
Auch die Schweizer wollen ihre eigene Währung vorerst behalten und werden sich ebenso wie Großbritannien in einer Insellage wiederfinden - zumindest währungstechnisch.

Briten und Schweizer debattieren seit Jahren über den Euro-Beitritt, bis jetzt ohne abschließendes Ergebnis. Werden sich die beiden Länder weiter den Luxus einer eigenen Währung leisten können, oder können sie aus wirtschaftlichen Gründen bald nicht mehr Nein zum Euro sagen?

Viele Schweizer lächeln selbstbewusst und fragen: "Warum dem Euro beitreten, uns geht es doch gut?" Die Arbeitslosigkeit ist mit 1,6 Prozent an der Grenze zur Nachweisbarkeit, die Löhne sind hoch, der Spitzensteuersatz relativ niedrig. Die Mehrwertsteuer liegt bei 7,6 Prozent. So lässt es sich eigentlich gut leben in Heidiland, auch ohne den Euro.


Auch die Briten sind ganz zufrieden, es geht ihnen zumindest besser als diesen Euro-Ländern auf dem Kontinent. Die Wirtschaft ist in den vergangenen acht Jahren stetig gewachsen, die Arbeitslosigkeit ist mit 5,7 Prozent auf niedrigem Niveau, eine Million Jobs entstanden in den letzten vier Jahren.

Doch die Euro-Befürworter warnen, dass die rosigen Zeiten bald zu Ende sein könnten, wenn Großbritannien weiter auf dem Pfund beharrt: Die Pro-Europäische Organisation "Britain In Europe" schätzt, dass bereits durch die erste Stufe des Euro in den Jahren 1999 und 2000 rund 83.000 Arbeitsplätze verloren gingen, weil das Königreich nicht zu den ersten Beitrittsländern gehörte. Andrew K. Rose von der US-amerikanischen University of California in Berkeley glaubt, dass der "Beitritt Großbritanniens zum Euro den Handel mit EU-Staaten auf lange Sicht verdreifachen könnte".


Drei Millionen Arbeitsplätze hängen direkt von Exporten in die Euro-Zone ab, hat "Britain in Europe" ausgerechnet. Die derzeitige Überbewertung des Pfundes im Verhältnis zum Euro gefährde diese Jobs, da das teure Pfund die Exporte weniger konkurrenzfähig macht. Die Euro-Befürworter stellen mögliche Arbeitsplatzverluste bewusst in den Mittelpunkt ihrer Überzeugungskampagne: Wenn es um den Arbeitsplatz geht, dann überdenkt auch der Euro-skeptische Brite seine Position zur Einheitswährung, so ihr Kalkül.

Vorsichtige Einmischung

Denn immer mehr Unternehmen begründen Entlassungen in der Produktion mit mangelnder Konkurrenzfähigkeit von in Großbritannien hergestellten Produkte: Wrangler entließ 550 Mitarbeiter, weil die Produktion auf dem Kontinent billiger sei, 700 mussten bei Continental gehen: "Das teure Pfund macht unsere Produktion unrentabel", sagte der Werksleiter. Auch BMW-Chef Joachim Milberg machte das teure Pfund für den Verkauf von Rover in Longbridge mitverantwortlich. 400 Stellen wurden bei Sony gestrichen, 1300 waren es bei Panasonic, beide machten das überbewertete Pfund verantwortlich. "Wir wollen uns nicht in die politische Debatte einmischen, aber natürlich wären wir nicht enttäuscht, wenn Großbritannien dem Euro beitritt", sagte ein Panasonic-Manager.

Die Wirtschaft ist schon längst auf Seiten der neuen Währung. In einer Reuters-Umfrage sprachen sich 62 Prozent der 350 größten britischen Unternehmen für die Einführung des Euro aus.

England war bisher traditionell der erste Adresse für Investitionen in Europa. Viele japanische und amerikanische Konzerne haben ihre europäische Produktion und Verwaltung in England, weil dort jahrelang günstige Bedingungen herrschten. Großbritannien konnte über Jahrzehnte mehr direkte Auslandsinvestitionen verbuchen als jedes andere Euro-Land. Mit dem teuren Pfund dreht sich das. Im Jahr 2000 fiel die Summe der direkten ausländischen Investments im verarbeitenden Gewerbe um 15 Prozent, in Euro-Land stieg sie im selben Zeitraum um 38 Prozent, fand die Wirtschaftsberatung Ernst and Young heraus. Warum in England investieren, wenn das Pfund die Exporte teurer macht, fragen sich die Unternehmen. "Wir wollen, dass Großbritannien so bald wie möglich dem Euro beitritt", sagt Hiroshi Nemichi, Großbritannien-Chef von Mitsubishi.

Stabilität im Heidiland

In der Schweiz haben sich die Unternehmer noch nicht so deutlich für den Euro ausgesprochen. Auch die Eidgenossen exportieren rund 50 Prozent ihrer Ausfuhren in die Europäische Union. Die Schwankungen des Euro-Kurses zum Franken sind aber im Gegensatz zum Pfund nur relativ gering. Außerdem gilt der Franken als nur leicht überbewertet. Die Schweizer Exporte sind also weiterhin durchaus konkurrenzfähig.

Viele in der Schweiz warten erst einmal ab, wie der Euro sich entwickelt. Einige Analysten glauben, dass der Franken durch die letzte Stufe der Einführung des Euro eine stärkere Nachfrage erfahren wird. Denn Konflikte über den richtigen geldpolitischen Kurs unter den Euro-Ländern würden zu einer Schwächung der Einheitswährung gegenüber dem Franken führen. Der Franken werde dadurch jedoch ein Hort der Stabilität bleiben, der die Schweiz auch als Finanzstandort attraktiv bleiben lässt.

Auch in der Londoner City macht man sich kurzfristig keine Sorgen um den Standort. Die dort ansässigen Finanzdienstleister drängen aber auf einen baldigen Beitritt. Die englischen Finanzdienstleister wollen ihre Spitzenstellung in Europa nicht an Frankfurt oder Paris verlieren. Denn wenn nun die Aktien in Euro-Land in derselben Währung gehandelt werden, gibt es auf dem Kontinent natürlich Überlegungen, sie an einer gemeinsamen Superbörse zu notieren. Und die hätte ihren Standort womöglich nicht in London. So weit ist es aber noch nicht, die Londoner City hat nach zwei Euro-Jahren nichts von ihrer Attraktivität eingebüsst und ist immer noch Finanzplatz Nummer eins in Europa. Die Auswirkungen des Euro werden wohl erst nach einiger Zeit spürbar werden, sagen Analysten.

Auf der politischen Ebene sind sie das schon: Großbritannien hat in der Europäischen Zentralbank und in der Runde der Finanzminister kein Mitspracherecht, bei währungspolitischen Fragen muss der britische Finanzminister den Raum verlassen. Und so könnte der Euro Großbritannien innerhalb der EU zu einem Land zweiter Klasse machen, befürchten einige Euro-Befürworter. Zu einem Land, das nicht gewillt ist, an der Zukunft Europas mitzuwirken, und deshalb auf europäischer Ebene ins zweite Glied treten muss.

Die Schweiz beobachtet die europäische Einigung dagegen seit jeher aus der sicheren Neutralitätslage. 1992 wurde das EU-Beitrittsgesuch eingefroren. Eine Wiederaufnahme ist in naher Zukunft unwahrscheinlich. Ein Beitritt zum Euro ohne gleichzeitigen EU-Beitritt ist nahezu ausgeschlossen. Noch fühlt die Schweiz sich wohl auf ihrer kleinen Insel inmitten des Euro-Meeres.
Antworten
1Mio.€:

Nacher hole ich mir schon mal ein starterkit :-) o.T.

 
14.12.01 09:25
Antworten
Happy End:

In Frankreich? o.T.

 
14.12.01 10:24
Antworten
1Mio.€:

Ja Happy End nur ca.20km bis zur nächsten bank! o.T.

 
14.12.01 10:26
Antworten
Happy End:

Run auf Münzgeschenke

 
14.12.01 12:25
...und Mio ist dabei ;-)))

Seit Mitternacht werden in Frankreich die ersten Euro-Münzen in Umlauf gebracht. In den Niederlanden bekommen die Bürger sogar etwas umsonst.
 
Paris/Den Haag - An der durchgängig geöffneten Pariser Post beim Louvre waren bereits 20 Minuten nach Mitternacht fast 200 Euro-Säckchen verkauft. Vor der Hauptpost hatten trotz Eiseskälte Dutzende Euro-Enthusiasten und Münzsammler an den Schaltern gewartet, um die insgesamt 40 Euro- Münzen für 100 Franc (knapp 30 Mark) zu kaufen.
In den Niederlanden bildeten sich bereits vor neun Uhr, der offiziellen Ausgabezeit, erste Schlangen. Hier hatte die Regierung Gutscheine verteilt, mit denen die Bürger bei Banken, in Supermärkten und an Tankstellen kostenlos eine erste Münzauswahl bekommen. Das geschenkte "Starter Kit" ist 3,88 Euro wert (7,58 Mark). Die Interessenten müssen sich dafür allerdings zusätzlich ausweisen, um jeden Zweifel an ihrer Berechtigung auszuschließen.

Irland beginnt ebenfalls am Freitag die Ausgabe der Euro-Münzen. In Deutschland sind die Münzmischungen im Wert von umgerechnet 20 Mark erst vom Montag an zu haben. Bezahlt werden darf damit erst nach der offiziellen Einführung des Euro-Bargelds am 1. Januar 2002.
Antworten
Happy End:

Schweriner Arbeitsminister verpennt €-Umstellung

 
15.12.01 12:58
Der durch zahlreiche Affären angeschlagene Schweriner Arbeitsminister Helmut Holter (PDS) hat ein weiteres Problem: Seine Beamten schaffen die Umstellung auf den Euro nicht. Deshalb können in den Monaten Januar bis März, in denen die Arbeitslosigkeit in der Regel Spitzenwerte erreicht, keine Fördermittel für Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik ausgezahlt werden. Ursache des Desasters sind schwer wiegende Mängel im EDV-Bereich des Ministeriums. Dessen "Informationssystem für die Arbeitsmarktpolitik" sei, wie der Landesrechnungshof in einem noch unveröffentlichten Prüfbericht monierte, "ungewöhnlich stark fehlerbehaftet". Holters Beamte, so die Prüfer, hätten bei der Beschaffung des Systems nicht nur "gegen elementare Normen des Vergabe- und Haushaltsrechts verstoßen", sondern es auch versäumt, "Organisationsuntersuchungen zur Schaffung optimaler Verwaltungsstrukturen sowie effektiver Arbeitsteilung" durchzuführen.
Mit einem Alarmschreiben vom 12. Dezember bereitete Holters Ministerialdirigent Klaus-Dieter Frey das Landesversorgungsamt auf "erhebliche Verzögerungen" bei der Bereitstellung von Fördermitteln vor. Um "Unruhe unter den Trägern zu verhindern", sollten für das nächste Jahr bereits bewilligte Mittel bis zum 18. Dezember vorab ausgezahlt werden - in Mark.

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