"Das geniale Blut des Regenwurms"
"Kunstblut gegen Herzinfarkt.
Der Physiologe Wolfgang Barnikol arbeitet an der Herstellung von künstlichen
Sauerstoffträgern. Gelingt es ihm, hätte die Medizin eine Universalwaffe
gegen Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs"
(03. Mai 2001)
Magnus Heier vom Wirtschaftsmagazin Capital berichtet in der aktuellen
Ausgabe (10/2001) in der Rubrik "Leben - Spitzenforscher in Deutschland"
über Sangui Gründer Professor Dr. Dr. Wolfgang Barnikol und das
Entwicklungsprojekt "Sauerstoffträger auf der Basis von Schweinehämoglobin".
Im Folgenden finden Sie Auszüge aus dem Artikel:
"Regenwurmblut ist ein ganz besonderer Saft. Es hat Vorteile, die
Menschenleben retten können: als Vorbild für künstlichen Blutersatz - nicht
nur bei Unfällen und schweren Operationen, sondern auch als
Super-Sauerstoffträger nach Herzinfarkt und Schlaganfall.
So könnte ein künstlicher Sauerstoffträger, dem Regenwurmblut nachempfunden,
zum Lebensretter werden - bei allen akuten Durchblutungsstörungen, an denen
allein in Deutschland jährlich 400 000 Menschen sterben: Denn die winzigen
Eiweisse passen praktisch überall durch. Wenn sich nach Herzinfarkt oder
Schlaganfall, nach Hörsturz oder Lungenembolie, die Blutgefäße verschlossen
haben und die roten Blutkörperchen im Stau verklumpen, beginnt das
Zellsterben. Dann könnten sauerstoffbeladene Hämoglobine an allen Engpässen
vorbei ihre lebensrettende Fracht bis zu den erstickenden Zellen tragen.
..., die Idee klingt einfach: 15-20 Hämoglobin-Moleküle werden aus roten
Blutkörperchen herausgelöst und chemisch miteinander vernetzt. Dieser
Molekülhaufen ist groß genug, um in den Gefäßen zu bleiben und klein genug,
um an den Engpässen verstopfter Gefäße vorbeizuschwimmen.
. Die Gefahr durch Verunreinigungen des Schweineblutes sei ebenfalls gering:
Nicht das Vollblut wird verwendet, sondern nur Hämoglobin, ein eher
unempfindlicher Bestandteil. "Wir haben das Machtmittel der biochemischen
Reinigung", sagt Barnikol. Der Rohstoff wird ultrafiltriert (gegen Bakterien
und Viren) und bis auf 65 Grad erhitzt.
. Im Labor hat eine Ratte bereits mit 50 Prozent Kunstblut im Kreislauf
"problemlos überlebt". Barnikol hat auch für sich selbst keine Bedenken:
"Sobald wir die Sicherheitschecks hinter uns haben, werde ich mir unsere
künstlichen Sauerstoffträger selbst spritzen." Bis zur Erstbehandlung von
Patienten allerdings werde noch einige Zeit vergehen: vier bis fünf Jahre,
bis das Präparat die klinischen Tests durchlaufen hat. Konkurrenten halten
selbst diese Schätzung für sehr optimistisch.
. Danach allerdings hätten die Forscher von SanguiBioTech AG, ., und ihr
Chef Barnikol einen Milliardenmarkt erschlossen, vorausgesetzt sie sind die
Ersten - oder die Besten. Barnikol schätzt allein den Markt der
Blutersatzmittel auf zehn Milliarden Dollar jährlich - gemeint sind
Transfusionen nach Unfällen oder bei Operationen. Der große Vorteil ist: Es
gibt keine Blutgruppen, das Universalblut passt für jeden - das Risiko für
den Patienten ist gering. Der zweite Vorteil: Während Vollblutkonserven
bereits nach vier Wochen verfallen sind, hält sich das Kunstblut etwa zwei
Jahre, bei minus 80 Grad sogar fünf Jahre. Die Ersparnis für Kliniken sind
enorm.
. Für größer hält Barnikol allerdings den Markt der "akut entgleisten
chronischen Durchblutungsstörungen" wie zum Beispiel Herzinfarkt,
Schlaganfall oder Hörsturz. Auch hier können die Sauerstoffträger Organe und
damit Leben retten.
. Und schließlich wäre das Kunstblut ein neuer Behandlungsweg gegen Krebs:
Tumore leiden nämlich immer unter einer Unterversorgung mit Sauerstoff. Was
zunächst gut ist, weil es sie an allzu schnellem Wachstum hindert, ist
gleichzeitig ein Behandlungsproblem, weil sie relativ unempfindlich sind.
Vor einer Bestrahlung könnte das Kunstblut den Tumor optimal mit Sauerstoff
versorgen - und ihn damit für die Behandlung sensibilisieren."
"Kunstblut gegen Herzinfarkt.
Der Physiologe Wolfgang Barnikol arbeitet an der Herstellung von künstlichen
Sauerstoffträgern. Gelingt es ihm, hätte die Medizin eine Universalwaffe
gegen Herzinfarkt, Schlaganfall und Krebs"
(03. Mai 2001)
Magnus Heier vom Wirtschaftsmagazin Capital berichtet in der aktuellen
Ausgabe (10/2001) in der Rubrik "Leben - Spitzenforscher in Deutschland"
über Sangui Gründer Professor Dr. Dr. Wolfgang Barnikol und das
Entwicklungsprojekt "Sauerstoffträger auf der Basis von Schweinehämoglobin".
Im Folgenden finden Sie Auszüge aus dem Artikel:
"Regenwurmblut ist ein ganz besonderer Saft. Es hat Vorteile, die
Menschenleben retten können: als Vorbild für künstlichen Blutersatz - nicht
nur bei Unfällen und schweren Operationen, sondern auch als
Super-Sauerstoffträger nach Herzinfarkt und Schlaganfall.
So könnte ein künstlicher Sauerstoffträger, dem Regenwurmblut nachempfunden,
zum Lebensretter werden - bei allen akuten Durchblutungsstörungen, an denen
allein in Deutschland jährlich 400 000 Menschen sterben: Denn die winzigen
Eiweisse passen praktisch überall durch. Wenn sich nach Herzinfarkt oder
Schlaganfall, nach Hörsturz oder Lungenembolie, die Blutgefäße verschlossen
haben und die roten Blutkörperchen im Stau verklumpen, beginnt das
Zellsterben. Dann könnten sauerstoffbeladene Hämoglobine an allen Engpässen
vorbei ihre lebensrettende Fracht bis zu den erstickenden Zellen tragen.
..., die Idee klingt einfach: 15-20 Hämoglobin-Moleküle werden aus roten
Blutkörperchen herausgelöst und chemisch miteinander vernetzt. Dieser
Molekülhaufen ist groß genug, um in den Gefäßen zu bleiben und klein genug,
um an den Engpässen verstopfter Gefäße vorbeizuschwimmen.
. Die Gefahr durch Verunreinigungen des Schweineblutes sei ebenfalls gering:
Nicht das Vollblut wird verwendet, sondern nur Hämoglobin, ein eher
unempfindlicher Bestandteil. "Wir haben das Machtmittel der biochemischen
Reinigung", sagt Barnikol. Der Rohstoff wird ultrafiltriert (gegen Bakterien
und Viren) und bis auf 65 Grad erhitzt.
. Im Labor hat eine Ratte bereits mit 50 Prozent Kunstblut im Kreislauf
"problemlos überlebt". Barnikol hat auch für sich selbst keine Bedenken:
"Sobald wir die Sicherheitschecks hinter uns haben, werde ich mir unsere
künstlichen Sauerstoffträger selbst spritzen." Bis zur Erstbehandlung von
Patienten allerdings werde noch einige Zeit vergehen: vier bis fünf Jahre,
bis das Präparat die klinischen Tests durchlaufen hat. Konkurrenten halten
selbst diese Schätzung für sehr optimistisch.
. Danach allerdings hätten die Forscher von SanguiBioTech AG, ., und ihr
Chef Barnikol einen Milliardenmarkt erschlossen, vorausgesetzt sie sind die
Ersten - oder die Besten. Barnikol schätzt allein den Markt der
Blutersatzmittel auf zehn Milliarden Dollar jährlich - gemeint sind
Transfusionen nach Unfällen oder bei Operationen. Der große Vorteil ist: Es
gibt keine Blutgruppen, das Universalblut passt für jeden - das Risiko für
den Patienten ist gering. Der zweite Vorteil: Während Vollblutkonserven
bereits nach vier Wochen verfallen sind, hält sich das Kunstblut etwa zwei
Jahre, bei minus 80 Grad sogar fünf Jahre. Die Ersparnis für Kliniken sind
enorm.
. Für größer hält Barnikol allerdings den Markt der "akut entgleisten
chronischen Durchblutungsstörungen" wie zum Beispiel Herzinfarkt,
Schlaganfall oder Hörsturz. Auch hier können die Sauerstoffträger Organe und
damit Leben retten.
. Und schließlich wäre das Kunstblut ein neuer Behandlungsweg gegen Krebs:
Tumore leiden nämlich immer unter einer Unterversorgung mit Sauerstoff. Was
zunächst gut ist, weil es sie an allzu schnellem Wachstum hindert, ist
gleichzeitig ein Behandlungsproblem, weil sie relativ unempfindlich sind.
Vor einer Bestrahlung könnte das Kunstblut den Tumor optimal mit Sauerstoff
versorgen - und ihn damit für die Behandlung sensibilisieren."