So zum Abschluss der Woche nochmal was ich teilweise schon vor Stunden verfasst habe.
Zu Damir: Leute ihr wisst doch, dass ich robust bin. Was kratzen mich spöttische Bemerkungen von Damir. Gehört halt zur Würze und ist von mir akzeptiert. No problem.
Jeder hat so sein Hobby- Bei mir ist es das Fliegen - das kommt dann, wenn man mal einen guten Teil des Berufswegs in internationalen Projekten eingebunden war, bzw. die geleitet hat. Hat ja bei mir auch zu einer Neuorientierung im Privatleben geführt, auch wenn die japanische Gattin nicht im Entferntesten was mit den Projekten zu tun hatte.
Kleine eher lustige Historie aus internationalen Projekten im Konzernverbund:
Projekte
1)- Gemeinsame Entwicklung mit Brasilianischer Niederlassung. Ergebnis: 70% Scheidungsrate der externen aus EU und US. Man kann sagen +10% US, -10% EU.
Allerdings sind Brasilianische Ehen für Europäer weniger beständig im Ergebnis als asiatische
2) - Neues Werk in Thailand - eher 90 als 80% Scheidungsrate wieder +10% US, -10%EU. Bei den Thais ist es so, dass man im Endeffekt neben der Ehefrau eine Familie mit erbt, denn der Thai ist es gewohnt, dass die Familie füreinander einsteht, wenn auch nicht immer im aussaugenden Stil. Das ist einfach die Kultur dort und ist unabhängig vom Farang. Sozialsystem ist halt anders. Wir haben viele die nach Scheidung auch im Rentenalter glücklich sind mit ihrer Thai Family
3) Indien: Eher mäßige Scheidungsrate sich sage mal 20-30% - aber auch bei beständigen Ehen ist Indien da ein interessantes Reiseziel für viele bestehenden Ehen geworden. Der Wechsel aus Faszination und shocking (im 30 min Abstand) ist einfach einmalig. Das Land fasziniert auch so. Bei der internen Kultur muss man manchmal tolerant sein. Ein Expat lernt das, ein Uradeutscher würde sich schwertun. Auch ich werde Indien wieder besuchen- mit japanischer Gattin.
4) China: Wir hatten da sehr viele Langzeit Expats. Ich war immer nur kurzfristig da. Man kann sagen, dass je länger der Aufenthalt desto mehr wurden die vorherigen Ehefrauen gegen Chinesische Ehefrauen ausgetauscht, am Ende gefühlt 100%, egal ob US oder EU. Neu für europäische Ehemänner ist, dass die chinesische Ehefrau das Kommando über die Finanzen übernimmt, im Sinne der Sparsamkeit und weniger im Sinne der Familienversorgerin Ein großer Unterschied zu Thailand.
5) Korea: Wieder reden wir von ca. 40% EU und 60% US-Scheidungsrate in der Firma, obwohl die Expats teilweise mit samt Familie da waren. Für mich war es eine interessante Zeit dort. Wäre ich nicht japanisch verbunden in 2. Ehe, wäre es möglicherweise eine Koreanerin geworden. Ich kann die Kollegen aber verstehen. Korea hätte aber auch (für mich nicht) Gelegenheit gegeben Europäische weibliche Karrierefrauen kennenzulernen, die auch einsam waren und die auch eine Scheidungsrate von gefühlt >50% von ihren westlichen Ehemännern hatte. Schwer taten sich in Korea US (Führungs) Damen, die einfach den Koreanerinnen in vielerlei Hinsicht unterlegen waren und dementsprechend frustriert.
6) Japan: selbst betroffen- wenige Nachahmer, weil Sonderstatus und ein einmaliger Zufall. Der Unterschied zu anderen asiatischen Ländern ist, dass der allgemeine Bildungsstandard in Japan sehr hoch ist. Der durchschnittliche Japaner lernt heute mehr über Europäische Geschichte als ich inzwischen bei deutschen Schulen vermute. Dazu natürlich asiatische Geschichte die wir vernachlässigen. Man begegnet sich also auf gleichem Bildungsniveau und finanziell ist es kein Gefälle in eine Richtung und damit auch keine gefühlte oder faktische Abhängigkeit.