CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2001/12


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CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2001/12

 
25.03.01 08:35
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      CONSORS WEEKLY NEWSLETTER Nr. 2001/12
    Der kostenlose, wöchentliche Newsletter der
Consors Discount-Broker AG   Freitag, 23. März 2001

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       THEMEN DIESER AUSGABE:

        1. CONSORS INTERN
        2. MARKTANALYSE DEUTSCHER MARKT

        3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
        4. CONSORS FAVORITEN

        5. MUSTERDEPOT
        6. NEUER MARKT REPORT

        7. NICE*LETTER-EMPFEHLUNG
        8. EMPFEHLUNGEN INLAND

        9. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
       10. DISCLAIMER


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1. CONSORS INTERN
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++++++++++++++++++++++++++++++++++
+ N E U    B E I   C O N S O R S +
++++++++++++++++++++++++++++++++++

Consors Discount-Broker AG - Live-Übertragung der
Bilanzpressekonferenz/Analystenkonferenz

Am 28. März findet um 11 Uhr unsere diesjährige Bilanzpressekonferenz
in Frankfurt statt. Die anschließende Analystenkonferenz beginnt um 14
Uhr.

Unsere Vorstandssprecher Karl Mathäus Schmidt und Dr. Reto Francioni
sowie unser Finanzvorstand Dr. Uwe Schröder-Wildberg werden über die
Entwicklung von Consors im Geschäftsjahr 2000 sowie die Positionierung
und strategische Neuausrichtung informieren.

Wir werden beide Veranstaltung live übertragen. Um sie verfolgen zu
können, benötigen Sie den kostenlosen Real-Player, den Sie im Consors
FinanceChannel herunterladen können:
<www.consors.de/infoworld/newsresearch/financechannel/>

Den Link zur Live-Übertragung finden Sie ab Montag auf der
Consors-Homepage <www.consors.de/>.

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Nemax 50 Futures for free*-Consors FutureBroking!

In der Zeit vom 26.03.2001 bis 06.04.2001 bieten wir Ihnen die
Möglichkeit, den Nemax 50 Future im Consors FutureBroking
provisionsfrei zu traden.  

Näheres erfahren Sie direkt unter
<www.consors.de/broking/futurebroking/aktion_nemax.html>.

Ihr Team FutureBroking

* Lediglich die Börsengebühren werden in Rechnung gestellt.

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Neue Futures im Consors FutureBroking

Die Eurex hat mit Wirkung zum 19.03.2001 beschlossen, je vier Dow-
Jones-STOXX-600- bzw. Dow-Jones-EURO-STOXX-Sektorindex-Futures
einzuführen. Aktuell stehen für diese Futures die Verfallmonate Juni,
September und Dezember 2001 zur Verfügung. Hier die wichtigsten
Informationen zu den neuen Futures:

+------------------------------------+--------+---
| Bezeichnung                        | Kürzel | WKN    |
|------------------------------------+--------+----|
| DJ STOXX 600 Banks Future          | FSTB   | 570561 |
| DJ STOXX SM 600 Healthcare Future  | FSTH   | 570562 |
| DJ STOXX SM 600 Technology Future  | FSTY   | 570563 |
| DJ STOXX SM 600 Telecom. Future    | FSTT   | 570564 |
| DJ EURO STOXX SM Banks Future      | FESB   | 570565 |
| DJ EURO STOXX SM Healthcare Future | FESH   | 570566 |
| DJ EURO STOXX SM Technology Future | FESY   | 570567 |
| DJ EURO STOXX SM Telecom. Future   | FEST   | 570568 |
+------------------------------------+--------+---

Ein Kontrakt (half-turn) kostet gemäß unserem Preisverzeichnis DM
24,--/EUR 12,27, die Eurex erhebt eine Gebühr von EUR 0,30 pro
Kontrakt.

Für Fragen steht Ihnen unser Team FutureBroking telefonisch unter
(0 18 03) 25 25 14 oder per E-Mail unter gerne zur
Verfügung.

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Broker werben Broker:

Werben Sie bis zum 31.03.2001 einen neuen Kunden und Sie erhalten die
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2. MARKTANALYSE
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Aktienmärkte, 13. Woche vom 26. bis zum 30. März 2001

Die erwartete "kleine" Leitzinssenkung der US-Notenbank und der uner-
wartet negative ifo-Geschäftsklimaindex für Februar haben in der hin-
ter uns liegenden Woche diesmal die Börsensuppe versalzen. Die nächs-
ten Tausendergrenze beim Deutschen Aktienindex DAX 30 ist in Sicht-
weite gekommen - allerdings von oben her betrachtet. Viel hat wahrlich
nicht mehr gefehlt, und das deutsche Aktienmarktbarometer hätten die
Vier an der Tausenderstelle gesehen. Das offene Gap (Kurslücke) vom
Sommer 1999 knapp über der 5000-Marke läßt grüßen! Infolge von
tageweise panikartiken Verkäufen hatte die Abwärtsbewegung kräftig an
Dynamik gewonnen. Außer technisch motivierten Erholungsansätzen und
Shorteindeckungen in Folge gab es bislang nichts, was auf eine Wende
zum Besseren deutete. Der Ausverkauf an der Aktienbörsen dies- und
jenseits des Atlantiks ging weiter. Zuletzt fiel allerdings auf, daß
sich die Wachstumsbörsen nach dem Erreichen neuer Tiefs zwischenzeit-
lich deutlicher als die "alten" Aktienmärkte erholen konnten, was für
diese Marktsegmente berechtigte Hoffnungen auf eine Bodenbildung gibt.

(Alle nachfolgenden Indexstände beziehen sich auf den 23. März 2001 um
20:10 Uhr MEZ).

--- 1. Deutscher Aktienindex ---

Nachdem es beim DAX 30 Index vom Wochenverlaufshoch am Montag bei 5805
zunächst fast pausenlos um rund 8 % nach unten ging bis auf ein
Verlaufstief bei 5351, versuchte der Index zum Wochenschluß mit einer
bis zuletzt festen Tendenz (+2,9 % auf Tagesbasis), zumindest einen
Teil des kräftigen Vortagesverlustets von 4,2 % wieder wett zu machen.
Zuletzt notierte der Index mit 5544 Punkten um 3,3 % unter dem
Vorwochenniveau.

Charttechnisch ist die von uns zuletzt ermittelte Unterstützung bei
5670 nach unten durchbrochen worden. Aufgefangen wurde die Bewegung
vom seit Oktober 1997 bestehenden Aufwärtstrend sowie der
Unterstützung um 5450. Die eingeleitete Kurserholung kann nach den
starken Verlusten nur als technische Reaktion gesehen werden. Der DAX
muß erst aus dem kurzfristig steilen Abwärtstrend bei aktuell bei 5652
ausbrechen und anschließend in den alten Abwärtstrendkanal vom März
2000 zwischen 6600 und 5800 zurückzukehren. Dann wäre als erstes
Erholungsziel die Schließung des offenen Gaps (Kurslücke) vom 13. März
bei 6043/6038 zu sehen. Außerdem käme dann die "Schicksalsmarke"
(wichtiger Widerstand) bei 6200 in Reichweite. Bis dahin heißt es,
Nerven behalten, denn noch besteht das technisches Risiko beim DAX im
Bereich bis 4900. Hier in der Nähe finden sich offene Gaps vom August
1999 bei 5047/5068 und April 1999 bei 4916/4927. (Zur Erinnerung und
als Trost: Ende März 2000 wurde auch bei 7859/7849 ein Gap geöffnet,
das auf Schließung wartet). Bedenklich stimmt uns, daß die
Kurseinbrüche von deutlich erhöhten Umsätzen begleitet wurden, nachdem
zuvor eine insgesamt dünne Umsatzentwicklung zu verzeichnen war. Die
Stimmung am deutschen Aktienmarkt, gemessen an der Put/Call-Ratio der
Aktienoptionen (auf geglätteter Ein-Wochen-Basis) bewegt sich aus dem
"bearishen" Bereich schnell in Richtung neutrale Zone. Andere
Marktindikatoren geben noch negative Signale, befinden sich dabei aber
überwiegend in Extrempositionen. Die Volatilität (Schwankungsbreite)
ist aus dem Stand hraus deutlich angestiegen und bestätigt damit die
große Unsicherheit und Nervosität der Marktteilnehmer.

--- 2. Neuer Markt Deutschland ---

In ungeahnte Tiefen stürzte der Neue Markt in der vergangenen Woche.
Die Wochenperformance beim Nemax All Share fiel mit minus 4,2 % (letz-
ter Stand: 1675 Punkte) und beim Nemax 50 mit minus 5,5 % (letzter
Stand: 1520 Punkte) vergleichsweise gering aus. In Wochenverlauf waren
der Nemax All Share bis auf 1587 und der Nemax 50 bis auf 1418 Punkte
abgeschmiert und lagen damit zum Vorwochenschlußkurs bereits mit 9 %
bzw. 12 % im Minus. Die bereits seit Wochen anhaltende Abwärtsbewegung
hatte sich zuletzt sogar noch beschleunigt. Schlechte Nasdaq-Vorgaben
sowie die Enttäuschung, daß die amerikanische Notenbank die Zinsen
doch nur um die erwarteten 0,5 % absenkte, ließen absolut keine Hoff-
nung auf steigende Kurse aufkommen. Anhaltende Nachrichten über Um-
satz- und Gewinnrevisionen und die große Prognoseunsicherheit bei den
Wachstumswerten lassen einfach kein Licht am Ende des Tunnels erken-
nen. Auch die Computermesse CeBIT konnte diesmal nicht für Fantasie
sorgen. Beispielhaft für die Stimmung in der Computerindustrie ist die
Eröffnungsrede der Vorstandschefin Carly Fiorina des Computerkonzerns
HP zur diesjährigen Cebit. Diese sagte für Europa die gleiche
Wachstumsschwäche für den PC-Absatz voraus, wie sie in Amerika bereits
eingetreten ist. Entgegen der allgemeinen Erwartungen, daß sich die
Lage im dritten und vierten Quartal dieses Jahres wieder bessern
werde, prognostizierte sie eine Krise im PC Sektor über diesen
Zeitraum hinaus. Prognosen für die Zukunft sind zur Zeit mit einer
erheblichen Unsicherheit behaftet. Diese Aussagen zeigen, wohin die
Richtung gehen kann. Aus heutiger Sicht ist es wahrscheinlich, daß die
zu Jahresanfang reduzierten Umsatz- und Gewinnprognosen für die ersten
beiden Quartale von den Unternehmen der Wachstumsbranchen nicht ein-
gehalten werden können. Also kommt wieder alles zusammen: eine Zins-
senkung, die keinen mehr überraschte, und ein düsteres Bild für die
Zukunft. Die Zurückhaltung der Anleger und der hohe Pessimismus sorgen
dafür, daß zum Verkauf gestellte Aktien keine Abnehmer mehr finden.
Und so fallen die Kurse weiter, bis sich ein Boden bilden wird.

Technisch gibt es nur eine verlässliche Größe, die als Indikator für
die weitere Kusentwicklung herangezogen werden kann: Den seit Januar
bestehenden Abwärtstrend. Was der Neue Markt mit psyologischen
Unterstützungen, wie beispielsweise der von einigen Marktteilnehmern
genannten Marke bei 1500 im Nemax 50 macht, hat er in der letzten
Woche eindrucksvoll bewiesen. Durch die zugenommene Abwärtsdynamik hat
sich der Abstand zum oben genannten Abwärtstrend beim Nemax All Share
auf knapp 14 % erhöht. Für einen Trendbruch hat der Index also einen
für momentane Verhältnisse langen Weg vor sich. Es ist daher
wahrscheinlich, daß der Neue Markt in einer technischen Gegenbewegung
zwar ansteigt, ihm aber aufgrund des Abstandes zur Trendlinie die Luft
im voraus ausgeht, ohne, dass er den Trend nachhaltig brechen könnte.
Bereits Ende Februar/Anfang März war ein solches Szenario zu
bndeobachten: Stürmisch herangelaufen, nach unten abgeprallt und zügig
nach unten abgedreht. Zur Orientierung für Sie: Am Freitag nächster
Woche (30.03.2001) verläuft die Abwärtstrendlinie beim Nemax All Share
bei ca. 1820. Die technischen Indikatoren haben aus dem überverkauften
in den neutralen Bereich gedreht, ohne jedoch Kaufsignale zu
generieren. Als Unterstützung dient, wenn überhaupt, das bisher
unbestätigte neue Jahrestief bei 1589. Als Widerstände sehen wir die
angesprochene Abwärtstrendlinie und den Bereich um die 1936.

Bei den Sektoren verloren die Bereiche Telekommunikation (-16,13 %)
und Biotechnologie (-10,92 %) am meisten von allen Unterindizes. Am
besten hielten sich noch die Branchen Finandienstleister (+1,18 %) und
Internet (-2,06 %).

Die Nervosität an den Märkten ist nach wie vor hoch. Erholungen werden
unserer Meinung nach vorerst nicht über den intakten Abwärtstrend
hinausführen. Einen Hoffnungsschimmer gibt es allerdings im
Stimmungsbild: Die Stimmung ist noch schlechter geworden und nahe dem
Nullpunkt. Die Anleger, die negativ für die Zukunft gestimmt sind,
haben aber meist schon verkauft. Und je mehr verkauft haben, umso
weniger Abgabedruck entsteht an der Börse. Wetten würden wir in der
aktuellen Marktphase darauf aber auch nicht. Deshalb, vorerst
weiterhin Käufe zurückstellen. Kleinere Tradingpositionen sollten mit
harten Stop-Loss-Limiten abgesichert werden. Entscheidend bleibt der
Bruch des seit Januar 2001 bestehenden Abwärtstrends.

--- 3. Europäischer Aktienmarkt ---

Der europäische DJ STOXX 50 Index notierte zuletzt bei 3806 Punkten um
3,0 % unter dem Vorwochenniveau. Die Wochenverlaufsextremwerte lagen
bei 3969 und 3714.

Technisch sieht der Stoxx 50 alles andere als gut aus. Ein seit
Februar 2001 existierende steiler Abwärtstrend ist weiterhin intakt.
Die Dynamik der Bewegung hatte sich in der hinter uns liegenden
Handelswoche verstärkt. Entgegen unserer Erwartung schaffte es das
europäische Aktienmarktbarometer nicht, sich über der 3800-Marke zu
behaupten. Dadurch wird die nächste Unterstützung bei 3650 aktiviert.
Nach oben ist die eine Erholungsbewegung begrenzt durch Widerstände
bei 3870 und 3940 sowie den steilen Abwärtstrend seit Ende 2001 bei
4010. Vielleicht klappt dabei zumindest die Rückkehr in den seit Mitte
Dezember 2000 laufenden Abwärtstrend zwischen 4235 und 3950. Einige
Marktindikatoren geben noch negative Signale. Wir raten weiterhin, das
Pulver trocken zu halten.

--- 4. US-Aktienmarkt ---

Der Dow Jones industrial average hatte mit einem Wochenverlaufshoch
bei 10019 zwar kurz über die Psycho-Hürde geschaut, ging dafür
anschließend aber um kräftige rund 9 % auf Talfahrt bis zum
Verlaufstief bei 9106. Auch wenn sich der Index davon zuletzt wieder
lösen konnte: Es bleibt eine negative Wochenperformance von 3,5 % auf
zuletzt 9475 Punkte.

Nach dem Beschluß der US-Notenbank, die Leitzinsen zum dritten Mal in
diesem Jahr um 0,5 Basispunkte zu senken, hielten sich zunächst sowohl
Euphorie als auch Enttäuschung in Grenzen. Im weiteren Verlauf überwog
jedoch der Abgabedruck. Die konjukturelle Situation ist weiterhin von
Unsicherheit geprägt. Die Indikatoren signalisieren unverändert eine
spürbare Abschwächung. Viele Marktteilnehmer warten auf Anzeichen für
eine Besserung im Verlauf der zweiten Jahreshälfte, denn spätestens
dann sollten u. a. Steuerentlastungen und Zinssenkungen ihre
wohltuende Wirkung entfalten.

Beim Dow Jones kam aus charttechnischer Sicht der Kursverfall erst in
der Nähe der Unterstützung bei 9120 zum Erliegen. Wir sehen derzeit
derzeit noch bis 8870. Eine mögliche Kurserholung wird wohl vom Wider-
stand bei 9650 ausgebremst werden. Außerdem stellt sich eine Wider-
standszone zwischen 9790 und 9980 in den Weg. Wir sind der Meinung,
daß es kurzfristig zu einer technischen Erholung kommen wird. Dabei
wären wir schon sehr zufrieden, wenn der Index in seine im April 2000
begonnenen Seitwärtsbewegung zwischen 11300 und 9750 dauerhaft zurück-
kehren würden. Einige Marktindikatoren geben positive Signale. Gene-
rell besteht jedoch für Investoren aktuell noch kein Handlungsbedarf.

--- 5. Nasdaq ---

An der Nasdaq ging es in der vergangenen Woche mit einer
Wochenperformance von 1,3 % auf zuletzt 1915 Punkte leicht aufwärts.
Der übergeordnete seit Januar 2001 bestehende Abwärtstrend ist
weiterhin intakt. Die Abwärtstrendlinie verläuft aktuell bei 2010 und
wird am Freitag, 30.03.2001, das Niveau von 1910 erreicht haben.
Diesen Bereich gilt es zunächst zu überwinden. Nachdem die Nasdaq sich
am Donnerstag mit einem Reversal von ihren Tiefstständen bei 1794
(neues Jahrestief) lösen konnte und am Tageshoch schloß, eröffnete sie
am heutigen Freitag mit einem Gap (Kurslücke) zwischen 1897 und 1938.
Dieses Gap steht zur Schließung an und könnte den Markt in den
nächsten Tagen in diese Richtung drücken. Dennoch, die aktuelle Lage
gibt Anlaß zur Hoffnung. Der Abstand zur Abwärtstrendlinie ist auf nur
noch magere rund 6 % zusammengeschmolzen. Die fallende Trendlinie
kommt dem Index auf dem Weg nach oben entgegen und verringert die
Differenz zusätzlich. Die technischen Indikatoren zeigen eine Erholung
an, der Trendfolgeindikator MACD steht kurz vor einem Kaufsignal.
Sinnvolle Unterstützungen nach unten lassen sich aus unserer Sicht
nicht mehr ableiten. Als Widerstände auf dem Weg nach oben stehen als
erstes die Abwärtstrendlinie und dann die Marke bei 2070 zur
Überwindung an. Gaps, die als kurzfristige Zielmarken dienen, sind
noch offen im Bereich zwischen 2031 und 2042 sowie zwischen 2124 und
2169. Die technische Lage an der Nasdaq hat sich verbessert. Es
bestehen Chancen auf eine Bodenbildung und die Überwindung des
angesprochenen Abwärtstrends. Käufe sollten aber zunächst noch
zurückgestellt werden, bis der Trendbruch nachhaltig erfolgt ist.

--- 6. Japanischer Aktienmarkt ---

Der japanische Aktienmarkt war vergangenen Dienstag feiertragsbedingt
geschlossen. Diese Freizeit nutzte die Börse scheinbar zum
Kräftesammeln. Denn sowas gab es schon lange nicht mehr, daß sich der
Nikkei 225 Index ab der Wochenmitte von der Abwärtsbewegung an der
Wall Street abkoppelte und deutlich ins Plus drehte. Getragen wurde
dies von nationalen Sonderfaktoren. Sowohl die Geldpolitik der
Notenbank als auch die geplanten staatlichen Maßnahmen erhalten von
den Anlegern, ungeachtet mögicher US-Rezessionsgefahren, derzeit einen
Vertrauensvorschuß. Dadurch und unterstützt von einer Erholung an der
Nasdaq sowie von der Yen-Schwäche profitierenden Exporttiteln konnte
bis zum Freitagsschluß ein kräftiges Wochenplus von 8 % aufgebaut wer-
den. Der Schlußstand mit 13214 Punkte lag praktisch auf Verlaufshoch-
Niveau (13242). Dies ist beachtlich, wenn man bedenkt, daß zuvor das
Wochenverlaufstief bei 12100 lag. Noch beachtlicher ist dies vor dem
Hintergrund, daß die wirtschafltichen und politischen Schwierigkeiten
die japanische Wirtschaft zum Erliegen gebracht haben. Die zweitgrößte
Volkswirtschaft der Welt steckt finanziell und moralisch in einer tie-
fen Krise. Um die Gefahr einer Deflation abzuwenden und die Inflation
über die Nullmarke zu heben, wird zum einen die Bank of Japan für eine
lockere Geldpolitk sorgen und das Geldmengenwachstum mehr als
verdoppeln, auch wenn den daraus erhofften konjunkturbelebenden
Wirkungen erfahrungsgemäß Grenzen gesetzt sind. Beachtenswert ist,
daß die japanische Notenbank damit eine fundamentale geldpolitische
Wende vollzieht, von einer zinsniveauorientierten monetären Steuerung
zu einer Geldmengensteuerung. Zum anderen gibt es Anzeichen, daß die
japanische Regierung die Situation ernst nimmt und die sturkutrellen
Probleme zügig angeht. Insbesondere will man mit Steuergeldern der
Börse wieder auf die Beine helfen. Die japanischen Banken beginnen,
ihre Problemkredite abzuschreiben. Bis zur wirksamen Umsetzung von
Reformen wird mit einer konjunkturellen Wachstumspause und einer
anhaltenden Schwäche des japanischen Yen gegenüber dem US-Dollar zu
rechnen sein. Die Marktteilnehmer können mit Hoffnung ins
bevorstehende neue japanische Finanzjahr blicken, das am 1. April
beginnt. Gleich zu dessen Beginn will die Regierung ihre Maßnahmen zur
Unterstützung der Wirtschaft und des Aktienmarktes bekannt geben.

Mit Blick auf die Kurstechnik bei Nikkei 225 Index deutet sich nach
dem zuletzt gewonnenen Kampf um die 12000-Marke eine Bodenbildung an.
Schlechte Nachrichten führen nicht mehr zu einer negativen
Kursbewegung des Gesamtmarktes. Unser avisiertes Kursziel von 12830
ist erreicht und sogar überschritten worden. Die Rückkehr in die
Widerstandszone zwischen 12900 und 13300 ist geschafft. Desweiteren
hat es der Index geschafft, die psychologisch wichtige 13000-Marke zu
überwinden. Damit hat er den seit März 2000 bestehenden
Abwärtstrendkanal zwischen derzeit 13300 und 11700 in einem Zug von
unten nach oben durchlaufen und schickt sich an, diesen Richtung
Norden zu verlassen. Daraus resultiert dann ein technisches
Kaufsignal. Ein weiteres Kaufsignal ergibt sich auf Basis der
Wochen-Candlesticks in Form eines Positiv Engulfing Pattern, d. h. der
Kursbereich dieser Woche hat den Kursbereich der vorangegangenen
Wochen mit einer weißen Kerze eingeschlossen, wobei der Schlußkurs
nahe dem Wochenhoch von 13.242,74 Punkten liegt. Das erste Kursziel
sehen wir im offenen Gap (Kurslücke) um 13664. Endgültige Entwarnung
geben wir allerdings erst, wenn die massive Widerstandszone zwischen
13800 und 14600 nachhaltig überwunden wird. Einige Marktindikatoren
geben positive Signale. Wir raten, erste Positionen aufzubauen.

--- 7. Rentenmärkte und Euro ---

Das wichtigste Ereignis der vergangenen Woche war die FOMC-Sitzung der
amerikanischen Notenbank (FED). Eine Leitzinssenkung von 0,5
Basispunkten war bereits im Vorfeld ausgemachte Sache, obwohl durchaus
auch 0,75 BP erwartet worden waren und sogar Chancen auf 100 BP
gesehen wurden. Aber die FED erfüllte lediglich ihre Pflicht und
senkte die Leitzinsen von 5,5 % auf 5 %. Als Begründung hieß es u. a.,
es bestünden substanzielle Risiken, daß sowohl die Nachfrage als auch
die Produktion über einen längeren Zeitraum schwach blieben. Die FED
will mit behutsamen Schritten am Markt Besonnenheit statt Panik
verbreiten. Die wirtschafltiche Entwicklung bleibt also wichtiger als
die labile Situation am Aktienmarkt; möglicherweise eine Lehre aus dem
Vorjahren, in denen mit Zinserhöhungen rückblickend betrachtet wohl
eher zuviel des Guten getan wurde. Positiv ist sicher, daß die
Zinssenkungsphantasien erhalten bleiben. Erwartet wird ein weiterer
0,5 BP-Schritt eventuell schon im April und damit noch vor der
nächsten FOMC-Sitzumg am 15. Mai.

Das US-Spannungsfeld zwischen Rezessionsrisiken und Leitzinssenkungen
birgt auch Wachstumsrisiken für Euroland, insbesondere, wenn die
Europäische Zentralbank (EZB) zu lange untätig zuschaut. Bislang
beurteilen die europäischen Währungshüter die Preisstabilitätsrisiken
als ausgeglichen und die Auswirkungen der sich kräftig abschwächenden
US-Konjunktur auf den relativ geschlossenen europäischen Binnenmarkt
als eher begrenzt. Die EZB kommt mit Ihrer Zurückhaltung bei der
Geldpolitik allerdings zunehmend unter Beschuß, nach dem Motto "Wer zu
spät kommt, den bestraft am Ende die Konjunkturentwicklung". Der
Handlungsdruck verstärkt sich aus anderen Gründen: Die kürzliche
Veröffentlichung des ifo-Geschäftsklimaindex für Februar gibt
deutliche Anzeigen einer wirtschaftlichen Abschwächung in Deutschland.
Der Index ist tendenziell auf Abwärtskurs eingeschwenkt. Insbesondere
die aktuelle Situation wurde von den Befragten mehrheitlich negativ
beurteilt. Die Marktteilnehmer wurden von dieser plötzlichen Deutlich-
keit überrascht. Außerdem kann sich die deutsche sowie europäische
Konjunktur einer negativen Entwicklung in den USA und den Folgewirkun-
gen, z. B. aus Japans Krise, nicht nachhaltig entziehen. Für Euroland
sehen wir zwar keinen Rezession aber doch eine klare Wachstumsdelle,
verbunden mit der Hoffnung, daß in der zweiten Jahreshälfte wieder
eine Erholung einsetzt. So wird nun ein Leitzinssenkungsbeschluß auf
der Zentralbankratsitzung bereits am kommenden Donnerstag (29. März)
erwartet, spätestens jedoch im April. In diese Richtung deuten auch
jüngste Äußerungen des EZB-Chefökonoms Issing hin, es sei keine Frage
mehr, daß sich die Konjunkturperspektiven deutliche eingetrübt haben.
Die Notenbank wird nicht ihr ganzes Pulver verschießen. Dafür ist die
aktuelle Lage der US-Konjunktur noch zu robust, und die Inflationsrate
bewegt sich um 3 % ohne eine klare Tendenz nach unten. Eine Reduktion
bis zu 50 Basispunkten ist realistisch.

Anleihen bleiben infolge der anhaltenden Aktienbaisse weiterhin auf
dem Siegerpodest. Allerdings wird die Luft dort oben dünn. Von einer
nachhaltigen Erholung am Aktienmarkt wird der Rentenmarkt schnell auf
die Plätze verwiesen werden. Spätestens nach der ersten EZB-
Leitzinssenkung sehen wir die Zinswende am Kapitalmarkt eingeläutet,
vergleichbar mit der Situation in den USA zum Jahresbeginn. Das
Zinssenkungspotential am Rentenmarkt sehen wir stark begrenzt bzw. das
Risiko, daß die Zinsen mittelfristig wieder steigen könnten, ist nicht
zu unterschätzen. Wir empfehlen Festgelder oder Laufzeiten bis zu
maximal zwei Jahren.

Der Euro rutschte unter die 90-$-Cent-Marke in Richtung Unterstützung
bei 0,89 $. Widerstände sehen wir unverändert um 0,93 $ und 0,96 $.
Die Schwäche ist unter anderem Ausdruck der Sorge vieler Markteilneh-
mer, daß sich das Wirtschaftswachstum in Euroland deutlich abschwächt
und die EZB mit zinspolitischen Entscheidungen zu spät kommt.

--- 8. Fazit - Ausblick - Empfehlung ---

An den Aktienmärkten sind die üblichen Herbst-, Jahresend-, Jahresan-
fangs- und Frühjahresrallys gelaufen bzw. am Laufen - allerdings mit
umgekehrten Vorzeichen. Der Börsenbär trägt das gelbe Trikot und zieht
bis zuletzt dynamisch am Börsenbullen vorbei. Technisch bleibt die La-
ge angeschlagen, nachdem alle wichtigen Aktienindices unter entschei-
dende Chartmarken gefallen sind. Alle Hoffnungen auf Bodenbildungen
wurden bislang in Folge enttäuscht. Mit den wegbrechenden Kursen ist
die Verunsicherung weiter gewachsen.  Eine nachhaltige Besserung ist
noch nicht in Sicht, allenfalls technische Gegenreaktionen auf die zu-
letzt deutlich überverkaufte Situation sind zu erwarten. Beherrschende
Themen bleiben die Sorgen vor anhaltenden Umsatz- und Gewinnwarnungen
und die unsicheren Konjunkturaussichten in den USA und in Euroland.
Wenn nunmehr, wie zuletzt zu beobachten war, durch Käuferstreik und
panikartige Verkäufe auch die Aktienkurse von Standardwerten der "Old
economy" mit nach unten gerissen werden, dann spricht dies erfahrungs-
gemäß für eine Endphase des Aktienmarkteinbruchs. Außerdem sind psy-
chologisch betrachtet schlechte Stimmunglage und Panik gute Grundlagen
für eine beginnende Bodenbildungsphase. Die Gewinnschätzungen für das
laufende Jahr wurden größtenteils bereits stark nach unten angepaßt
und nachlassende Wachstumsraten in Aussicht gestellt. Die Spekulati-
onsblase hat zwischenzeitlich fast vollständig die Luft abgelassen,
nachdem sie vorher aufgeblasen wurde durch "größenwahnsinnige
Unternehmer, provisionsgierige Finanzdienstleister, unwissende
Anleger, Fondsmanager im Herdentrieb, unkritische Medien und angepaßte
Analysten" (Zitat aus der Wirtschaftswoche). Neue Hoffnungen bauen wir
auf den Beginn des neuen Quartals, in dem sich die Situation
zumindestens kurzfristig deutlich entspannen könnte, wenn insbesondere
institiutionelle Investoren mit der vor sich hergeschobenen Liquidität
beginnen sollten, Positionen am Aktienmarkt aufzubauen.

Es scheint so, als warteten alle darauf, daß der Börsenzug endlich die
Wende nach oben schafft, aber keiner den Anfang machen will.
Zweckoptimismus hat infolge der seit Monaten anhaltenden und
schmerzlichen Kurseinbrüche auf Raten bisher nicht weiter gebracht,
denn erfahrungsgemäß dauert der Aufbau von verlorenem Vertrauen immer
länger als der Verlust desselben. Nach der seit 1995 kontinuierlichen
Aufwärtsentwicklung des Aktienmarktes und der noch vor Jahresfrist
herrschenden Markteuphorie sitzt der "Stachel der Enttäuschung" tief.
Auch wir haben diesbezüglich die an den Tag gelegte Abwärtsdynamik
unterschätzt, auch wenn wir als eine der wenigen Researchhäuser vor
Jahresfrist nicht müde geworden waren, beharrlich auf die damalige
Überbewertung des Aktienmarktes zu verweisen, die kurzzeitig bis zu
50 % betragen hatte. Spiegelbildlich dazu zeigt unser hauseigenes
fundamentales Bewertungsmodell für den DAX-30-Index zwischenzeitlich
ein Unterbewertung von rund 25 % an.

Sicherlich ist der aktuelle Rat, vorhandene Positionen in
Qualitätstiteln auszusitzen, ein schwacher Trost, aber für Verkäufe
ist es zweifellos zu spät. Für kurzfristig orientierte Spekulanten
gilt weiterhin die Devise, nicht gegen den bestehenden Abwärtstrend zu
spekulieren. Für den mittel- bis langfristigen Investor ist es dagegen
an der Zeit, sukzessive in Standard- wie auch Neue-Markt-Werte zu
investieren, um langfristige Chancen nicht zu verpassen. Dies sollte
mit ausgewählten Qualitätstiteln gelingen.

Herzliche Grüße aus Nürnberg von Ihrem SchmidtBank-Researchteam!

Verfasser: Alois Bauer, Thomas Brodehl, Mike Otto
Quelle: SchmidtBank-Research


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3. GEWINNER UND VERLIERER DER WOCHE
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Die Gewinner und Verlierer der Börsenwoche
vom 19.03.2001 bis 23.03.01 [17:08 Uhr]

Wochen-Hits              19.03.01   23.03.01     %
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Media Netcom                5,20      10,15    +95,19
PixelNet                    9,00      12,15    +35,00
Brain Force                 6,60       8,80    +33,33
Marseille-Kliniken          8,50      11,00    +29,41
Gedys                       2,72       3,50    +28,68
Condat                     12,70      15,50    +22,05
DCI                         3,80       4,60    +21,05
Utimaco Safeware            4,10       4,95    +20,73
Poet Holdings               5,20       6,18    +18,85
Syskoplan                  18,00      21,10    +17,22

Wochen-Flops             19.03.01   23.03.01     %
--------------------------------------------------
Sunburst Merchandising      7,29       2,52    -65,43
Integra                     4,10       1,88    -54,15
Lipro                       5,50       2,55    -53,64
Toys International.com      0,35       0,17    -51,43
Jobpilot                    7,35       4,55    -38,10
Kinowelt Medien            12,80       7,95    -37,89
Wapme Systems               7,35       4,75    -35,37
Telegate                   45,50      29,80    -34,51
CyBio                      62,40      41,00    -34,29
Herlitz ST                  8,00       5,40    -32,50

Quelle: Börse Online
Antworten
index:

Teil 2

 
25.03.01 08:37
**************************************************

4. CONSORS FAVORITEN
**************************************************

Die meistgehandelten Werte bei Consors (17.03.2001 - 22.03.2001)

1. SAP AG                       716463
2. COMROAD AG                   544940
3. SIEMENS AG                   723610
4. THIEL LOGISTIK AG            931705
5. DEUTSCHE TELEKOM AG          555750
6. ADVA AG OPTICAL NETWORKING   510300
7. NOKIA CORP.                  870737
8. ACG AG F.CHIPK.INFO.SYS.     500770
9. CE CONSUMER ELECTRONIC AG    508220
10. D. LOGISTICS AG              510150

**************************************************

5. MUSTERDEPOTS
**************************************************

Platowbriefe

Aktie                   WKN      Stck.  Kaufkurs    Kurs
--------------------------------------------------
Condomi                 544490   1000     23,50    24,30
Citigroup               871904    880     56,00    47,50
Süss Microtec           722670   1750     28,00    34,55
DaimlerChrysler         710000   1000     51,50    49,30
Dicom Dt. Zerti.        931486   6000      8,70     7,00

Der Aktionär - Bernd Förtsch

Aktie                   WKN      Stck.  Kaufkurs    Kurs
--------------------------------------------------
PROTEIN DESIGN LABS     883428    180     72,90    42,50
VAXGEN INC. SHARES      923976    240     25,75    21,70
MILLENNIUM PHARMAC.     900625    380     36,50    27,60
ADVA AG OPTICAL NET.    510300    800     22,50    13,59
CO.DON AG               517360    830     16,70    15,90


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6. NEUER MARKT REPORT
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Czerwensky's Neuer Markt Report:

Die Hoffnungen ruhen weiterhin auf der "Zins-Medizin"

Gewichtige Argumente für eine bevorstehende Wende an den internationa-
len Aktienmärkten sieht die Hamburger Vereins- und Westbank. Derzeit
dominiert jedoch noch die Furcht, der US-Rezessionsbazillus könnte
sich über die ganze Welt ausbreiten. Mit ihren drei Zinsschritten im
ersten Quartal von insgesamt 1,5 % auf nunmehr 5 % bei den Fed Funds
vermochte die amerikanische Notenbank diese Ängste noch nicht zu zer-
streuen. Die Zauberkräfte scheinen "Altmeister" Greenspan in letzter
Zeit etwas verlassen zu haben. Aufgrund der unterschiedlichen konjunk-
turellen Entwicklung einzelner Regionen schließen sich andere Noten-
banken der Fed bislang auch nur vereinzelt an. Aber immerhin insgesamt
dreißig Zentralbanken schleusten 2001 bereits ihre Richtsätze nach un-
ten. Dabei trat mit der Europäischen Zentralbank ein gewichtiger Play-
er noch nicht auf den Plan. Der Blick der Finanzmärkte richtet sich
nun auf das nahende zweite Vierteljahr, in dem auch die EZB auf die
fortschreitende Konjunkturberuhigung reagieren dürfte - evtl. dann so-
gar in Abstimmung mit der US-Fed. Es widerspräche dabei allen Regeln,
kämen die Börsen hierdurch nicht wieder auf die Beine, so die Vereins-
und Westbanker. Es wäre das erste Mal seit 1930, daß wiederholte
Leitzinssenkungen nicht positiv wirkten. Der Aufschwung könnte in
diesem Fall rasanter ausfallen als viele glauben, denn nicht nur die
Reaktionsgeschwindigkeit der Wirtschaft hat sich aufgrund neuer
Kommunikationstechnologien dramatisch erhöht, sondern auch die der
Börsen. Als besonderer Pluspunkt für die deutsche Börse, die die
Analysten mit einem "vollgetankten Sportwagen mit Zündproblemen"
vergleichen, gilt die Unternehmenssteuerreform, die ab 2002 deutliches
Gewinnpotential verspricht. Ihre Kronberger Berater meinen indes, auch
die kommenden Wochen werden noch volatil verlaufen, wir rechnen mit
weiteren Umsatz- und Gewinnrevisionen, da die "Zins-Medizin" erst mit
einer Zeitverzögerung von etwa drei bis sechs Monaten wirkt.

Die vergangene Woche stand im Zeichen einer quasi umgekehrten Bran-
chenrotation, verkauft wurden plötzlich weniger die Technologiewerte
als vielmehr große Standardwerte aus den alten Industrien. Während die
Nasdaq bis Donnerstag sogar ihr Vorwochenniveau verteidigte, verzeich-
neten der Dow Jones (-4,4 %) und der DAX (akt. 5533 Punkte) mit 3,5 %
deutliche Einbußen. Den teils starken Kursgewinnen am Freitag stehen
Händler eher skeptisch gegenüber, sie könnten wieder nur eine tech-
nische Gegenreaktion auf die vorherigen Verluste sein. Der Neue Markt
entwickelte sich dabei allerdings wesentlich schlechter als die ameri-
kanische High-Tech- Börse, die 50 größten Werte verloren im Schnitt
weitere 5 %. Wenig hilfreich waren dabei naturgemäß die Vorgänge
bei Sunburst und Heyde, die mit katastrophalen Geschäftszahlen
aufwarteten. Das Vertrauen in das Wachstumssegment wurde damit noch
mehr ramponiert. Zudem liegt der Verdacht nahe, daß in den nächsten
Wochen weitere Enttäuschungen bei anderen Unternehmen folgen werden.

Tips und Termine

Müller - Die lila Logistik AG präsentiert am Dienstag seine Equity
Story und nennt die Emissionsdaten für den bevorstehenden Börsengang.
Das obere Ende der Bookbuilding-Spanne für den Logistik-Dienstleister
erwarten wir angesichts der nach wie vor widrigen Marktverhältnisse
bei maximal 10 Euro.

Eine wahre Flut an Bilanzpressekonferenzen bricht auch in der neuen
Woche über die Neuer-Markt-Community herein. Auf sehr großes Interesse
dürften dabei die Bilanzpressekonferenzen der Discount-Broker Consors
(28.3.) und Direkt Anlage Bank (29.3.) stoßen. Die enttäuschenden
Kennzahlen der Comdirect lassen nichts Gutes erwarten. Von den größe-
ren Unternehmen am Neuen Markt legen ferner Teleplan (26.3.), Pfeiffer
Vacuum, D.Logistics und Mühlbauer (alle 27.3.) ihren Datenkranz vor.

Auf einen "heißen Tanz" darf sich das Management der völlig in Ungnade
gefallenen Heyde AG einstellen, nachdem die ohnehin völlig verfehlten
Planzahlen am Wochenende nochmals erheblich nach unten revidiert
wurden. Der Gründer des Unternehmens, Dieter Heyde, nahm bereits vor
einigen Wochen seinen Hut. Am Freitag stehen Singulus und Konkurrent
Steag Hamatech der Presse über den enttäuschenden Geschäftsverlauf
Rede und Antwort.

Quelle: Czerwensky intern


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7. NICE*LETTER-EMPFEHLUNG
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Lucent: hofft auf Verkauf der Glasfasersparte

Der Crash der Telekommunikations-Firmen an der Börse zeigt, wie sehr
die Anleger dem Milliardenspiel UMTS misstrauen. Für einige geht es
jetzt ums nackte Überleben. Dazu gehört Lucent Technologies. Das
Unternehmen ist durch seine misslungene Produktpolitik in
wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.

Letztes Jahr brillierte man mit vier Gewinnwarnungen in Folge -
einsamer Rekord an Wall Street. Im Februar schockte das Management mit
der Mitteilung, dass man insgesamt 16.000 Stellen streichen müsse.
Zudem gab man kleinlaut zu, dass die US-Börsenaufsicht SEC gegen das
Traditionsunternehmen ermittelt, da es Aufträge schon vor Ausführung
als Umsätze gebucht haben soll. Der Bilanztrick sollte über ein
Dilemma hinweghelfen: Lucent hat als Ausrüster von Mobilfunknetzen der
sogenannten dritten Generation (UMTS) in mehreren Fällen auch die
Finanzierung der Netze übernommen. Doch damit scheint man sich heftig
verhoben zu haben. Hier half jetzt nur noch ein 4,5-Mrd.-USD-Kredit,
den man mittlerweile anscheinend unter Dach und Fach hat.
Offensichtlich ist das aber trotz der Riesensumme noch nicht das Ende
der Finanzierungsprobleme.

Jetzt will Lucent seine Glasfasersparte versilbern. Halten Sie sich
bitte vor Augen: Wenn ein Telekommunikationsausrüster eine solche
Perle auf den Verkaufstisch legt, dann dürften Probleme anstehen, die
wesentlich dramatischer sind, als alle bislang vermuteten. Vertraut
man den neuesten Prognosen, notiert Lucent derzeit mit dem 1,8-fachen
des erwarteten Umsatzes. Das ist nicht mehr viel für einen
Überflieger, der im Frühjahr 2000 noch mit dem 7,5-fachen notierte.
Weitere Rückschläge bei zukünftigen Finanzierungsverhandlungen sowie
beim Verkauf von Unternehmensanteilen dürften erneute Kursabschläge
nach sich ziehen. Der dreijährige 5-Mrd.-USD-Superauftrag von Verizon
Wireless sorgt zwar wieder für Fantasie, bringt Lucent aber
strategisch nicht richtig voran.

Unsere Meinung: Wenn Lucent als Telekomausrüster nicht bald der große
Wurf bei neuen Finanzierungsrunden oder beim Verkauf von
Unternehmensanteilen gelingt, drohen trotz des bereits erniedrigten
Niveaus weitere Kursverluste. Da wir Letzteres als deutlich
wahrscheinlicher einschätzen, sollten Sie - verkaufen.

Quelle: NICE*LETTER


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8. EMPFEHLUNGEN INLAND
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Stinnes: Outperformer (WGZ-Bank)

Die Analysten der WGZ-Bank bewerten die Aktie von Stinnes als
Outperformer. Die gestrige Analystenveranstaltung habe die Analysten
in ihrem positiven Votum bestätigt. Im laufenden Geschäftsjahr dürfe
es Stinnes gelingen, bei einem Umsatzanstieg um rd. 10 % (unter der
Prämisse einer Euro/USD-Relation auf aktuellem Niveau) das EBIT erneut
deutlich überproportional um mindestens 25 % zu steigern. Die
Entwicklung in den Monaten Januar/Februar sei ungebrochen sehr positiv
gewesen, wenngleich nicht präziser quantifiziert ("zweistelliges
Umsatzplus, operativ ähnlich erfreulich"). Dabei zeige das USA-
Geschäft (HCI), das einen Umsatzanteil von rund 20 % in 2001 bei einem
leicht höheren Ergebnisanteil darstellen werde, bislang keinerlei
konjunkturell bedingte Abschwächungen. Unter den bekannten
Konjunkturprämissen erhöhen die Analysten ihre EPS-Reihe wie folgt:
01e: 2,38 (2,31) Euro; 02e: 2,74 (2,58) Euro.

Stinnes (WKN 726430)

Quelle: Aktienresearch

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Heyde: Halten (Bankgesellschaft Berlin)

Die Analysten der Bankgesellschaft Berlin empfehlen den Anlegern,
Heyde zu halten. Nach Angaben der Analysten sei das vorläufige 2000er
Ergebnis nach unten revidiert worden. Das vorläufige Ergebnis solle
aufgrund einer Berichtigung der Wertansätze von Tochterunternehmen und
Goodwillabschreibungen aus dem Wechsel von Pooling zu
Purchasekonsolidierung um weitere EUR 11 Mio. verschlechtert werden.
Der Pressemitteilung zufolge würden diese Massnahmen keine
Auswirkungen auf die Liquidität haben. Die Veröffentlichung der
endgültigen Zahlen werde vom 27. März auf den 10. April verschoben.
Bis dahin raten die Analysten den Anlegern abzuwarten.

Heyde (WKN 602670)

Quelle: Aktienresearch

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T-Online: Neutral (Merrill Lynch)

Die Analysten von Merrill Lynch stufen die Aktien von T-Online als
neutral ein.

Die Deutsche Telekom habe vorgestern angekündigt, daß man
beeindruckende 400000 DSL Leitungen in Deutschland im Gegensatz zu den
Ende 2000 geschätzten 160000 installiert habe. Man glaube, daß von
dieser Anzahl 320000 T-Online Kunden seien (ca. 80 %). Die Analysten
seien der Meinung, daß das DSL-Geschäft T-Online dabei helfen könne,
das Access Franchise profitabel zu gestalten. Die Bekanntmachung hebe
die möglichen Auswirkungen von DSL hervor. Die Berechnungen der
Analysten zeigen, daß der DSL-Service des Konzerns eine Brutto-Marge
zwischen 31 % und 35 % erreichen könne. Im Vergleich seien die
kürzlich von T-Online eingeführten Surftime Narrowband Access Pakete
potentielle Verlustbringer. In einer weiteren Ankündigung haben
T-Online und das ZDF beschlossen, ein News-Portal in Deutschland zu
entwickeln. Während man eine potentielle Nutzungsverbesserung reali-
siere, die dieser Deal mit sich bringe, erwarte man keine tiefergehen-
den finanziellen Auswirkungen, so die Analysten von Merrill Lynch.

T-Online (WKN 555770)

Quelle: Aktienresearch

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Kinowelt: Verkaufen (ABN Amro)

Die Analysten von ABN Amro empfehlen Anlegern der Kinowelt AG, ihre
Anteile zu verkaufen. Grund dafür seien die schlechten Ergebnisse des
Unternehmens. Der Vorsteuergewinn sei im Jahr 2000 mit 15 Mio. Euro
gegenüber 28 Mio. fast halbiert worden. Damit liege Kinowelt deutlich
unter den Erwartungen der Analysten von 41 Mio. Euro. Der EBIT sei von
33 Mio. Euro auf 25 Mio. Euro gefallen. Das Management habe hier
ursprünglich 51,6 Mio. Euro angepeilt. Als Entschuldigung für das
verheerende Zahlenwerk habe das Unternehmen unerwartete Abschreibungen
auf die Rechte beim Fußball-Merchandising in Höhe von 8,7 Mio. Euro
sowie Kosten für die Eröffnung bzw. Schließung von Kinos in Höhe von
6,6 Mio. Euro genannt. Dies sei jedoch nur eine schwache Ausrede, da
solche Kosten normal seien. Selbst ohne diese Sondereffekte habe das
Management das eigene Ziel um 11 Mio. Euro verfehlt. Aufgrund
schwacher Verkaufszahlen und nicht ausreichender Abschreibungen in
vergangenen Quartalen vermuten die Analysten höher als geplante
Abschrebungen hinter dem Dilemma. Auch beim Umsatz habe das
Unternehmen mit 311 Mio. Euro das Ziel von 322 Mio. Euro verfehlt. Für
das laufende Jahr habe Kinowelt die Prognosen für den EBIT von 69 Mio.
Euro auf 56 Mio. Euro gesenkt. Außerdem werde nunmehr von einem um 25
Mio. Euro niedrigeren Umsatz von 358 Mio. Euro ausgegangen.

Kinowelt (WKN 628590)

Quelle: Aktienresearch

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Medigene: Hold (Merck Finck & Co)

Die Analysten von Merck Finck & Co halten ihr Anlageurteil "Halten"
für Medigene aufrecht. Nach Angaben der Analysten habe Medigene heute
bekanntgegeben, dass das Urteil aus dem Patentprozess mit der Loyola
University of Chicago um den 4. April bekanntgegeben werde. Der Disput
beziehe sich auf Medigenes CVLP-Technologie, eine Methode, mit der das
Unternehmen zusammen mit dem Partner Schering gegen Halskrebs zu
kämpfen beabsichtige. Medigene überprüfe die Konsequenzen aus dem
erwarteten Urteil und erwäge ein Ersuchen beim United States Court of
Appeals. Vor diesem Hintergrund könnten die Aktien nach Ansicht der
Analysten kurzfristig unter Druck geraten, auf Sechs-Monats-Basis
würde das Unternehmen aber nach wie vor mit "Halten" eingestuft.

Medigene (WKN 502090)

Quelle: Aktienresearch

--------------------------------------------------

Fielmann: Kaufen (DG Bank)

Die Analysten der DG-Bank empfehlen, die Aktie von Fielmann zu kaufen.
Der bekannteste deutsche Optiker habe nach den Ergebniszuwächsen im
abgelaufenen Geschäftsjahr eine Erhöhung der Dividende von 1,90 DM je
Aktie auf 2,10 DM angekündigt. Auch weiterhin rechne das Unternehmen
mit einem hohen einstelligen Umsatzwachstum und einem zweistelligen
Ergebniswachstum. Dazu beitragen solle die Auslandsexpansion in die
Niederlande sowie die verstärkte Umsetzung des erfolgreich gestarteten
Großflächenkonzeptes. Das Ergebnis je Aktie werde sich nach Ansicht
der Analysten von aktuell 1,73 Euro auf 2,20 Euro im Jahr 2001 und
2,55 Euro im Jahr 2002 verbessern. Sie sehen bei Fielmann ein
Kurspotenzial von 15 %

Fielmann (WKN 577220)

Quelle: Aktienresearch


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9. EMPFEHLUNGEN AUSLAND
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Electrocomponents: Akkumulieren (Merrill Lynch)

Die Analysten von Merrill Lynch raten dazu, Aktien von
Electrocomponents zu akkumulieren. Das Rating für Electrocomponents
sei durch einen 22%igen Kursverfall über die letzten drei Wochen
abgebröckelt. Das Unternehmen antizipiere die Einkünfte für das Jahr
bis zum März 2001. Die Zahlen seien im Rahmen der Consensus-Prognosen
(20,7p). Der kurzfristige Ausblick sei unsicherer, aber die
langfristige Überlebensfähigkeit des Geschäftsmodell stehe außer
Frage. Die Analysten prognostizieren ein organisches Wachstum von 8 %
für das Geschäftsjahr 2002 und ein organisches EBITA-Wachstum von
15 %. Eine Minderung der Verluste in Japan und die Veräußerung oder
das Schließen der verlustbringenden Pact-Geschäftseinheit sollte das
Gewinnwachstum unterstützen. Electrocomponents generiere 17 % seiner
Erlöse in den USA. Das Wachstum habe sich von 36 % auf 10 bis 15 %
verlangsamt, was der Konzern als Trendwachstumsrate in den USA ansehe.
Die Analysten von Merrill Lynch stufen ihre Empfehlung von "Neutral"
auf "Akkumulieren" hoch und setzen ein Kursziel von 600p.

Electrocomponents (WKN 862727)

Quelle: Aktienresearch

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Alcatel: Übergewichten (Delbrück Asset Management)

Die Analysten von Delbrück Asset Management empfehlen den Anlegern,
Alcatel überzugewichten. Nach Angaben der Analysten habe Alcatel einen
Auftrag von der größten chinesischen Festnetzfirma China Telecom
erhalten. Angesichts des großen Marktpotentials würden viele
Nachfolgeaufträge erwartet werden. Daher raten die Analysten von
Delbrück Asset Management zum Übergewichten von Alcatel.

Alcatel (WKN 873102)

Quelle: Aktienresearch

--------------------------------------------------

AOL Time Warner: Kaufen (BfG Bank)

Die Analysten der BfG-Bank empfehlen die Aktien von AOL Time Warner
zum Kauf. AOL habe zum Jahreswechsel 4,6 Mio. Abonnenten in Europa
verzeichnet. Damit sei die Kundenzahl im vergangenen Jahr um 40 % ge-
stiegen. Das Unternehmen habe auch weiterhin bekräftigt, daß AOL keine
negativen Auswirkungen der sich deutlich abschwächenden US-Konjunktur
zu spüren bekomme. Zwar habe das Unternehmen hinsichtlich der künfti-
gen Zuwachsraten der Abonnenten keine genauen Angaben gemacht, bleibe
jedoch insgesamt optimistisch. Des weiteren werde der Internet-Anbie-
ter die Marktposition in Europa weiter ausbauen. Während AOL bereits
in Deutschland, Frankreich und Großbritannien vertreten sei, sollen
demnächst Italien und Spanien hinzukommen. Zudem habe AOL einen Ver-
trag mit dem Netzwerkausstatter Foundry Networks bekanntgegeben. Dabei
gehe es in erster Linie um Marketingmaßnahmen und eine technologische
Zusammenarbeit. Die Aktie bleibe ein klarer Kauf und einer der
Favoriten der BfG-Analysten am amerikanischen Aktienmarkt. Niveaus um
33 USD sollten genutzt werden, um Bestände aus- bzw. aufzubauen.

AOL Time Warner (WKN 502251)

Quelle: Aktienresearch

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Elsevier: Kaufen (DG Bank)

Die Analysten der DG-Bank empfehlen, die Aktie von Elsevier zu kaufen.
Der holländisch-britische Medienkonzern sei der weltweit größte
Herausgeber von wissenschaftlichen Publikationen in den Bereichen
Rechts- beziehungsweise Wirtschaftwissenschaften, Medizin und
Erziehung. Mit einer erfolgreichen Übernahme des Verlagshauses
Harcourt würde sich der Marktanteil weiter erhöhen. Positiv zu werten
sei auch der Turn-around der Tochter Lexis-Nexis dank des starken
Wachstums bei Medizin-Publikationen. Weiterhin solle die Fokussierung
auf das Internet verstärkt werden. Für das Jahr 2002 plane das
Unternehmen einen Internet-Umsatz von 1 Mrd. Pfund. Auf Grund der
relativen Stärke und den positiven Aussichten nehmen die Analysten
Elsevier in ihre Empfehlungsliste auf. Für die nächsten sechs Monate
sehen sie ein Kurspotenzial von 35 %.

Elsevier (WKN 864869)

Quelle: Aktienresearch

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Enel: Kaufen (Merrill Lynch)

Die Analysten von Merrill Lynch empfehlen die Aktien von Enel zum
Kauf. Enel habe die revidierten Modalitäten des Infostrada-Kaufes von
Vodafone am Freitag, 16. März angekündigt. Die neuen Fakten
reflektieren einen 28%igen Abschlag auf die ursprünglichen
Modalitäten. Man erhöhe die angepassten EPS-Prognosen für Enel um 7 %
in 2001E und um 4 % in 2002E, hauptsächlich, um das niedrigere
Goodwill bei der Transaktion zu berücksichtigen. Man erhöhe außerdem
die DPS-Prognosen für 2002, um die stärkere Bilanz widerzuspiegeln.
Die Unsicherheiten bezüglich des Infostrada-Deals seien vorüber. Die
Analysten von Merrill Lynch sehen ein um 25 % höhreres Kursziel und
behalte das Rating "Kaufen" bei.

Enel (WKN 928624)

Quelle: Aktienresearch

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Lucent: Untergewichten (Delbrück Asset Management)

Die Analysten von Delbrück Asset Management raten den Anlegern, Lucent
unterzugewichten. Nach Angaben der Analysten habe sich der IPO-Preis
der Halbleitertochter Agere halbiert. Außerdem habe sich der
Börsengang verschoben. Geringere Finanzzuflüsse als eigentlich geplant
würden den Weg zum notwendigen Schuldenabbau erheblich hemmen.
Aufgrund dessen empfehlen die Analysten, Lucent unterzugewichten.

Lucent (WKN 899868)

Quelle: Aktienresearch


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10. DISCLAIMER
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1Mio.€:

Danke :-) o.T.

 
26.03.01 01:06
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