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Guten Morgen zusammen,
bin hier jetzt mal mit faktor long rein. Hoffen wir auf das Beste und Viel Glück an alle, welche hier mit im Boot sitzen :)
Rechne und hoffe mit einem nun stattfindenden Aufschwung :)
Es gibt keine wirtschaftliche Erholung. Dennoch treibt die lockere Geldpolitik der Zentralbanken die Aktienkurse auf Rekordhöhen. Die BIZ warnt daher vor der Blasenbildung.
Die Märkte stünden unter dem Fluch der Zentralbanken der Welt, so die Bank für International Zahlungsausgleich (BIZ). Das billige Geld treibe die Aktienpreise auf Rekordhöhen, obwohl es überhaupt keine wirtschaftliche Erholung gebe.
Die fortgesetzte Geldschwemme einiger großer Zentralbanken in den vergangenen Monaten habe „den Marktteilnehmern geholfen, Zeichen eines weltweiten Abschwungs zu verdrängen“, zitiert die FT aus dem aktuellen Quartalsbericht der BIZ, der sogenannten Zentralbank der Zentralbanken.
Die Baseler Institution kritisiert vor allem die im April angekündigten Pläne der japanischen Zentralbank, die Geldbasis des Yen durch extremes Gelddrucken zu verdoppeln. Diese neue Phase der lockeren Geldpolitik sehe man auch in Europa, wo die EZB den Leitzins auf historisch niedrige 0,5 Prozent gesenkt hat.
Die weltweite Geldschwemme habe die Aktienkurse in die Höhe schießen lassen. Sogar in Europa gingen die Kurse nach oben – trotz Rezession und trotz der Bankenkrise in Zypern. Das Verhalten der Investoren werde von den Zentralbanken bestimmt, so die BIZ.
Die Zentralbanker selbst, deren Ziel es ja gerade war, den Börsenkursen Auftrieb zu geben, haben in den letzten Monaten vor zu viel Optimismus gewarnt. Sowohl der Chef der US-Zentralbank Federal Reserve als auch der britische Zentralbank-Chef, haben öffentlich davor gewarnt, dass ihre Politik zur Blasenbildung führen könnte (zuletzt hier). Doch die Zentralbanker befinden sich in einem Dilemma: Ein Ende der Geldschwemme würde sofort eine weltweite Rezession herbeiführen.
Beim Treffen der G7-Finanzminister im Mai sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, dass auch die Finanzminister „zunehmend besorgt“ seien über „den relativen hohen Bestand an Liquidität“ (hier).
Stefan Otto ist ein Abwickler. Der 42-jährige Commerzbank-Manager hat von seinem Vorstand den Auftrag erhalten, die Schiffskredite auf null zu bringen. Gegenwärtig verwaltet Otto noch Kredite mit einem Gesamtvolumen von mehr als 18 Milliarden Euro. Ende 2016 sollen es noch 14 Milliarden Euro sein. "Und am Ende muss da eine Null stehen, das ist völlig klar", sagt der Bereichsvorstand für die Schifffahrt. Doch das kann noch dauern.
Die Commerzbank-Tochter Deutsche Schiffsbank AG zählte mit einem Kreditvolumen von mehr als 21 Milliarden Euro einst zu den größten Schiffsfinanzierern der Welt. Inzwischen ist die Deutsche Schiffsbank auf die Commerzbank verschmolzen und bearbeitet mit 200 Mitarbeitern in Hamburg ihr schrumpfendes Geschäft. "Wir bemühen uns, diese erfahrenen Kräfte an Bord zu halten und an die Bank zu binden", sagt Otto.
Die Welt der Schiffsbanken hat sich seit 2008 radikal geändert. Nach jahrzehntelangem Boom ist die Schifffahrt in eine hartnäckige Krise geraten. Überkapazitäten drücken auf den Markt, die Fracht- und Charterraten sind im Dauertief. Viele Schiffe können Zins und Tilgung nicht mehr erwirtschaften.
Die Schiffsbanken müssen also hohe Risikovorsorge treiben. Bei der HSH Nordbank ist rund die Hälfte des Schiffskreditbestands von 27 Milliarden Euro nicht gesund. Die NordLB, die rund 18 Milliarden Euro an den Sektor verliehen hat, musste im ersten Quartal ihre Risikovorsorge im Kreditgeschäft weiter aufstocken und schreibt rote Zahlen. Die Branche rechnet nicht damit, dass die Schifffahrtskrise im nächsten Jahr zu Ende geht, allenfalls im übernächsten.
In dieser Lage steuern die Schiffsbanken einen behutsamen Kurs. "Wir wollen uns nicht möglichst schnell, sondern möglichst wertschonend zurückziehen", sagt Otto. Die Commerzbank will deshalb vorübergehend sogar einige Schiffe über eine Tochtergesellschaft in die eigene Bilanz nehmen und von externen Experten betreiben lassen, um sie nicht verkaufen zu müssen. Denn auch die Preise für gebrauchte Schiffe haben einen Tiefpunkt erreicht. "Das werden aber nur einige wenige zukunftsfähige Schiffe sein", sagt Otto.
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