... obwohl ich nie wirklich weg gewesen bin. Oder um RCB Gedanken dazu aufzugreifen - einer der unverbesserlichen, die "seit Ewigkeiten" wie eine Glucke auf der Coba sitzen und damit (ohne Zweifel) kurzfristige Chancen liegen lassen und langfristig nicht risikolos sind. Good Luck Dir RCB - aktuell ist gerade wieder Deine Zeit
Aber ich muss auch wieder ein paar meiner persönlichen Gedanken zur Coba loswerden.
Viel passiert seit meinem letzten Post. UniCredit/Herr Orcel haben sich zwischenzeitlich rund 50 % einverleibt, auch wenn das "Angebot" für Kleinanleger (auch für mich) wohl kaum annehmbar war. Trotzdem ist das Spiel wohl durch und die Uni wird kurz-/mittelfristig die Commerzbank übernehmen. Aus Sicht der Uni ist die Übernahme strategisch (Marktzugang nach Deutschland auch in Verbindung mit der HVB) und wirtschaftlich (die Coba steht fundamental wieder hervorragend da) sicher sehr gut. Arbeitnehmer, der Standort Frankfurt und die Strategie zur Versorgung des Mittelstandes (das Geschäftsmodell wird die Uni aber wohl nicht gefährden) steht auf einem anderen Blatt und die "Forderungen des Bundes" wird Orcel mit einem "jaja lieber Minderheitsaktionär" weglächeln.
Die Kontrolle hat die Uni mit fast (nach dem ARP auch über) 50 % ja praktisch schon, sodass die Übernahme wohl kommen wird. Ich bin jedoch nicht der Meinung, dass Uni noch ein wirkliches Übernahmeangebot (mit einem Aufschlag) vorlegt, um die 75% Mehrheit zu erreichen. Dazu wären zu aktuellen Kursen nochmals ca. 10-12 Milliarden € . Vielmehr finde ich die Überlegung, die Fr. Orlopp eingebracht hat, "Übernahme der HVB durch die Coba und Zahlung des Kaufpreisen durch Coba-Aktien" interessant.
Das Schema wäre also die Commerzbank kauft der UniCredit die HVB ab. Statt eines Kaufpreises überträgt die Coba neue eigene Aktien an die UniCredit.
Mal grob gerechnet - lt. diversen Aussagen im Netz (und Geschäftsberichten der HVB) liegt der Buchwert der HVB bei ca. 20 Milliarden € (Quelle vgl. unten). Durch deren hohe Profitabilität würde ein Käufer ggfls. einen Aufschlag zahlen müssen. Nehmen wir mal 27,5 Milliarden Kaufpreis an. Zum derzeitigen Kurs der Coba (38 €) entspricht dies etwa 725 Millionen Coba-Aktien. Derzeit sind ca. 1.000 Millionen Coba-Aktien im Markt, von denen die Uni ca. 50 % besitzt. Nach einem Coba-HVB-UNI-Deal wären somit 1.725 Millionen Coba-Aktien (1.000 alte, 725 neue) Aktien im Markt von denen die Uni 1.225 Millionen (500 Mio. alte aus bisherigem Bestand; 725 Mio. aus Kaufpreis der HVB) besitzt. Damit hätte die UNI direkt einen Anteil an der Coba von 70 % - und dies ohne eigenes Geld in die Hand zu nehmen. Je nachdem wie der Deal am Ende aussehen würde, wäre der Schritt bis zur "absoluten Kontrolle" bei 75 % nicht mehr weit.
Da ist viel "hätte-wenn-und-aber" dabei aber aus Sicht der UNI wäre dies m.E. sehr charmant:
- man muss die eigenen Aktionäre nicht durch eine Kapitalerhöhung (für die o.g. 12 Milliarden Kaufpreis) verprellen
- man muss keine bestehenden Aktionäre mit einem Aufschlag "überzeugen"
- man hätte direkt die HVB mit der Coba "verheiratet"
Zudem wird ja bereits offen diskutiert zeitnah den Aufsichtsrat/Vorstand umzubauen. Mit Herrn Michael Diederichs als potentiellen neuen Coba-Vorstand wäre auch die Verbindung zur HVB (früherer Vorstand der HVB) direkt gegeben, der eine Übernahme/Integration forcieren könnte und mit den Schnittstellen usw. wohl bestens vertraut wäre.
Ich erwarte eigentlich folgenden Ablauf - die Uni wird zeitnah eine außerordentliche Versammlung einberufen und den AR/Vorstand umbauen. Die Uni wird dann den Kauf der HVB durch die Commerzbank forcieren und damit ihre Kontrolle bei der Commerzbank ausbauen. Wirklich "wehren" kann sich dagegen kaum jemand und es muss auch kein zusätzlicher Aktionär überzeugt werden. Anschließend wird die Dividende 1/2 Jahre (teilweise) ausgesetzt, um die Restrukturierungskosten aufzufangen. Abschließend laufen beide Unternehmen unter einem Dach gemeinsam (ggfls. sogar fusioniert). Nach 2-3 Jahren ist alles durch und jetzt kommt das Ergebnis:
2025 hat die Coba ca. 2 Milliarden € Gewinn erwirtschaftet - bei 1 Milliarde Aktien also 2 € je Aktie. Die HVB hat im Jahr 2025 ebenfalls 2 Milliarden € Gewinn erwirtschaftet. In die Zukunft transferiert würde eine Coba/HVB damit 4 Milliarden erwirtschaften bei insgesamt 1.725 Milliarden Aktien - also 2,3 €/Aktie ohne mögliche Synergien und aus Basis der 2025er-Zahlen, die entwickeln sich bei beiden Unternehmen natürlich auch weiter; fließen dann hier aber mit ein).
Grundsätzlich wäre der Deal also auch für Coba-Altaktionäre nicht ganz uninteressant - selbst ohne einen Übernahmeaufschlag. Allerdings natürlich nur eine längeren Zeithorizont betrachtet.
So genug gesponnen - ich bin seit vielen Jahren bei der Coba dabei und auch noch nicht ausgestiegen. Habe dadurch ggfls. viele Chancen verpasst, aber mit einem EK von knapp unter 10 kann ich die Entwicklung auch entspannt betrachten. Trotz allem - "hoffnungsloser Optimist" und unter Risikoabwägungen sicher nicht unbedingt nachahmungswürdig. ;-)
Viel Erfolg allen, Cobanause
Quelle Buchwert; Gewinn/Aktien HVB: www.hypovereinsbank.de/content/dam/...chaeftsbericht-2025.pdf