Commerzbank: Das sind die Schätzungen für 2013
Die Commerzbank will nach einem mickrigen Gewinn 2012 im laufenden Jahr wieder deutlich mehr verdienen. DER AKTIONÄR zeigt, was Experten der zweitgrößten Privatbank Deutschlands im laufenden Jahr aktuell zutrauen.
Mit einem Gewinn von lediglich sechs Millionen Euro musste sich die zweitgrößte deutsche Privatbank im abgelaufenen Jahr zufrieden geben.
Für 2013 wird natürlich wieder mit einem höheren Überschuss gerechnet. Allerdings könnten Restrukturierungskosten für den Umbau der Privatkundensparte sowie die Belastungen aus dem Abbau der Non-Core-Assets (hierzu zählen Positionen, die künftig nicht mehr zum Kerngeschäft der Commerzbank gehören, wie etwa Schiffsfinanzierungen oder Kredite für Gewerbeimmobilien) die Bilanz der Frankfurter auch 2013 wieder verhageln.
Damit Anleger nicht weiterhin im Nebel stochern müssen, mit welchem Gewinn man für das laufende Jahr rechnen kann, zeigt der AKTIONÄR, was die Analysten für 2013 konkret erwarten.
KGV von 35!
Aufgrund der schwachen 2012er-Zahlen und der eher trüben Aussichten angesichts hoher Restrukturierungsaufwendungen haben zuletzt viele Analysten ihre Prognosen für die Commerzbank spürbar verringert.
Für das laufende Jahr rechnen Analysten nun im Durchschnitt mit Einnahmen von 9,88 Milliarden Euro.
Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn soll sich demnach auf 448 Millionen Euro belaufen, das Nettoergebnis auf nur 148 Millionen Euro (0,04 Euro pro Anteilschein). Daraus würde sich derzeit ein KGV von 35 ergeben - damit wäre die Commerzbank-Aktie im Brachenvergleich sehr teuer.
Für das kommende Jahr rechnen Analysten aber immerhin wieder mit einem Gewinn von 0,16 Euro je Aktie, wodurch das KGV auf 9 sinken würde, ein vergleichsweise moderater Wert.
Die Chancen, dass es 2013 und vor allem 2014 wieder etwas besser laufen wird, stehen nicht schlecht.
Dennoch sollten Anleger bei der Commerzbank angesichts zahlreicher Baustellen und der im Branchenvergleich geringen Ertragsstärke vorsichtig sein.
cobaengel
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