Chefgehälter wachsen langsamer als Mitarbeitergehä


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Chefgehälter wachsen langsamer als Mitarbeitergehä

 
03.05.02 09:16
Chefgehälter wachsen langsamer als Mitarbeitergehälter
Datum: 02.05.02
(iBusiness)Die Gehälter in der Informationstechnologie sind seit 2001 bis zum Jahresbeginn 2002 gewachsen, wenn auch langsamer als in den Vorjahren.

Die Grundgehälter der Führungskräfte stiegen um durchschnittlich 3,3 Prozent (Grundgehalt 78 000 Euro, Jahresgesamtbezüge 85 000 Euro) - die der Fachkräfte um rund 3,5 Prozent (Grundgehalt 51 000 Euro, Jahresgesamtbezüge 52 000 Euro), deutlich geringer als in den Vorjahren.

Dies ist ein Ergebnis der "Vergütungsstudie 2002 Führungs- und Fachkräfte in der Informationstechnologie", von der Kienbaum Management Consultants GmbH (KMC).

Große Unternehmen bezahlen IT-Manager deutlich besser

An der Kienbaum-Studie beteiligten sich 283 Unternehmen. Sie lieferten Daten von 5.479 IT-Führungs- und Fachkräften. Es wurden 35 Positionen und Funktionen untersucht. Mit welchen Bezügen IT-Manager rechnen können, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Neben hierarchischer Stellung und Personalverantwortung ist die Unternehmensgröße entscheidend. Die Position eines Leiters IT in einer großen Gesellschaft kann doppelt so hoch dotiert sein wie in einer kleinen Gesellschaft. Durchschnittlich verdient ein IT-Leiter inklusive aller Zulagen 109 000 Euro jährlich. Ein Systemprogrammierer kommt auf ein Jahresgesamtgehalt von 57 000 Euro.

"Die variable Vergütung setzt sich zunehmend durch. Gerade in Zeiten unsicherer Märkte wird die Vergütung der Mitarbeiter über Zielvereinbarungen mit dem Erfolg des Unternehmens verknüpft. So wird ein höherer Grad an Identifikation und eine bessere Motivation der Mitarbeiter erreicht", erklärt Projektleiter Malte Brümmer.

Im Jahr 2002 werden - zusätzlich zum Festgehalt - 64 Prozent der Führungskräfte unterhalb des Vorstandes mit durchschnittlich 17.000 Euro variabel vergütet. Auf der zweiten Führungsebene sind es mittlerweile 61 Prozent, die von einer variablen Vergütung profitieren können. Deutlich geringer fällt der Anteil bei den Fachkräften aus: Lediglich 35 Prozent erhalten einen variablen Bonus in einer durchschnittlichen Höhe von 4 000 Euro. "Vor allem die Ertragslage des Unternehmens spiegelt sich in den Bonuszahlungen wider. Bei einer überdurchschnittlich guten wirtschaftlichen Unternehmenssituation liegen die Erfolgsbeteiligungen deutlich höher als bei einer eher mäßigen Ertragslage. Je nach Unternehmenserfolg erhalten Führungskräfte zwischen sechs und 18 Prozent ihrer Vergütung auf variabler Basis", erläutert Brümmer.

Neben den monetären Leistungen gehören andere betriebliche Zusatzleistungen als feste Bestandteile zum üblichen Vergütungspaket. Weit verbreitet ist der Dienstwagen, der zumeist auch privat unbegrenzt zur Verfügung steht; 27 Prozent der Führungs- und sieben Prozent der Fachkräfte profitieren von dieser Sonderleistung. Zunehmend wird auch die individuelle Zusammensetzung der Nebenleistungen (z.B. durch "Cafeteria"-Wahlverfahren) wieder zum Thema, um Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen zu binden.
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