Chef der US-Börsenaufsicht plant Rücktritt


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EinsamerSam.:

Chef der US-Börsenaufsicht plant Rücktritt

 
02.06.05 07:31
AMTSMÜDE

Chef der US-Börsenaufsicht plant Rücktritt

Der Chef der US-Börsenaufsicht SEC, William Donaldson, wird in Kürze seinen Rücktritt bekannt geben. Die Kündigungsfrist ist denkbar kurz. Zum Ende das Monats schon plane er den Abschied.

New York - Donaldson, ein langjähriger Freund der Familie Bush sei in der letzten Zeit verstärkt in die Kritik geraten. Parteifreunde hielten ihm vor, die Börse zu stark reglementieren zu wollen, schreibt das "Wall Street Journal". Ein neues Regelwerk zum Aktienhandel habe er gegen den Willen der eigenen Parteigenossen durchgesetzt und sich damit auch Zurechtweisungen von Verbündeten im US-Kongress eingehandelt.

Aber nicht nur der politische Gegenwind habe Donaldson, der früher selbst einmal Chef der New Yorker Börse gewesen ist, amtsmüde werden lassen. Auch die SEC habe in der jüngsten Vergangenheit mit allerlei Widrigkeiten zu kämpfen gehabt. So habe ein unerwartetes Haushaltsloch in Höhe von 48 Millionen Dollar die Neueinstellung von Mitarbeitern unmöglich gemacht und die Handlungsfähigkeit der Behörde beeinträchtigt.

Die SEC hat die Abschiedpläne von Donaldson inzwischen offiziell bestätigt. Das Weiße Haus kündigte für heute eine Stellungnahme an.

Quelle: Spiegel.de

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EinsamerSam.:

Republikaner Christopher Cox wird SEC-Chef

 
03.06.05 14:14
Ein Freund der Wirtschaft

Republikaner Christopher Cox wird SEC-Chef

Nächster Chef der US-Finanzaufsicht SEC wird Christopher Cox, ein Mitglied der konservativen Republikaner-Partei und wirtschaftsfreundlicher Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus.

Chef der US-Börsenaufsicht plant Rücktritt 1964991HB NEW YORK. US-Präsident George W. Bush nominierte ihn gestern. „Ich habe Chris den klaren Auftrag gegeben, die Politik fortzusetzen, das öffentliche Vertrauen in unsere Märkte zu stärken“, sagte Bush.

Am Mittwoch hatte der bisherige Leiter der Securities and Exchange Commission (SEC), William Donaldson, seinen Rücktritt zum Monatsende angekündigt. Sein Nachfolger Christopher Cox steht Forderungen gegenüber, einen Teil der Neuregelungen zurückzudrehen. „Wir müssen wieder eine Balance finden“, sagte der Präsident der US-Handelskammer, Thomas Donohue. Die US-Kammer klagte über die angebliche Überregulierung unter Donaldson.

Der 52-jährige Cox dürfte weniger bei der Wirtschaftslobby anecken als der scheidende SEC-Chef. Er setzte unter US-Präsident Bill Clinton erfolgreich ein Gesetz durch, das Anlegerklagen beschränkt. Außerdem engagierte sich Cox für Steuersenkungen zu Gunsten von Investoren. Dazu zählten die Abschaffung der Kapitalertragsteuer und der Dividendensteuer.

Der bisherige SEC-Chef Donaldson setzte in seiner zweieinhalbjährigen Amtszeit umfassende Reformen durch, um das durch Skandale erschütterte Investorenvertrauen zurückzugewinnen. Einige Initiativen – etwa eine Registrierungspflicht für Hedge-Fonds und unabhängige Kontrollen für Investmentfonds – trugen dem scheidenden SEC-Chef scharfe Kritik von Wirtschaftslobbyisten und konservativen Parteifreunden ein.

Der künftige Chef der US-Finanzaufsicht arbeitete als Berater unter dem konservativen US-Präsidenten Ronald Reagan. Der Jura- und Wirtschaftsabsolvent der Eliteuniversität Harvard vertritt im Repräsentantenhaus den kalifornischen Bezirk Orange County, wo Reagan lebte. Cox leitet derzeit den Ausschuss für innere Sicherheit im Repräsentantenhaus.

Quelle: HANDELSBLATT, Freitag, 03. Juni 2005, 11:00 Uhr

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