Morgen ist der letzte Handelstag vor dem Start in die Bundesliga. Man spielt auswärts gegen Augsburg. Danach hat man zwei Heimspiele hintereinander gegen Braunschweig und Bremen.
Zwischendurch kommen die Zahlen für das abgeschlossene Geschäftsjahr mit einem noch nie dagewesenen Rekordgewinn. Der stellt alles in Schatten. Es gab nie etwas besseres in den letzten 104 Jahren. Es wird eines der besten Ergebnisse, nicht nur für den deutschen Fussball, sondern für den europäischen Fussball. Real Madrid hat 590 Millionen Euro Schulden, das nur am Rande.
Dann werden sich zahlreiche Medien melden und natürlich auch Analysten. Zum Beispiel GSC Research. Würde mich sehr interessieren, wer da wo und warum sagt, schön und gut, aber habe mehr erwartet, im übrigen wäre aber alles schon eingepreist.
Alexander Berger zum Beispiel hat in einem Video für Börse Stuttgart einem Tag vor dem CL Finale davon geredet, daß Bayern einen doppelt so hohen Umsatz hätte. Hat Bayern München 600 Millionen Umsatz???? Oder daß der Abgang von Götze die Substanz erheblich schwächen würde und die Zukunft von Borussia Dortmund nunmehr vollkommen unsicher ist. Oder daß die Dividendenrendite nur 1,3% betragen würde (sie würde also gekürzt) und noch einiges mehr, z.B. daß der Ausgabekurs bei 11 Euro gelegen hätte, tatsächlich liegt der durchschnittliche Ausgabekurs bei 4,98, die Marktkapitalisierung von Borussia Dortmund ist seit der Erst Emmission selbstverständlich gestiegen. Und einiges mehr, sage das jetzt alles aus dem Kopf. Jede einzelne Aussage war krachend falsch, jeder Halbsatz. Der Umsatz von Bayern München liegt mitnichten bei 600 Millionen Euro. Mehr Irrtum geht gar nicht.
Sollte der Start in die Bundesliga Saison glücken, ist auch sehr schnell die Aussage "ohne Götze wäre jetzt alles ganz schwierig", kassiert. Für die Fußballexperten sowieso schon längst. Aber eben nicht für die zahlreichen Bayern Fans. Das betrifft ja nicht nur Alexander Berger.
Das Handelsblatt zum Beispiel. Die liegen und lagen so derartig falsch, daß es nur so kracht und scheppert. "Schwarz gelbe Traumbilanz in Gefahr" usw. unzählige Fortsetzungen. Schaut man sich die Sache dann genauer an, stellt sich heraus, die Journalisten sind Bayern Fans. Steht in deren Profil. Tja, dann sollten sie vielleicht nicht über die BVB Aktie schreiben. Wird schwierig. Einfach mal hier bei ariva bei dem User "Nichtfussballer" erkundigen.
Handelsblatt schrieb zum Beispiel: "Nach Angaben des Sportportals transfermarkt.de sind die Angestellten zusammengerecht 190 Millionen Euro wert. Allerdings nur in der Theorie. Schließlich hat der Verein gar nicht vor, seine besten Leute zu verscherbeln."
Es ist eben nicht Theorie, sondern Realität und die normalste Sache der Welt im Fussballgeschäft. Durch die extremen Erfolge von Borussia Dortmund sind die Marktwerte der Spieler deutlich gestiegen, nicht theoretisch sondern praktisch. Die besten Spieler wurden verkauft. Erst gab es deswegen einen Rekordgewinn, und nun gibt es einen Gewinn der förmlich explodiert. Der Kaderwert ist seit dieser unsäglichen Quatschaussage vom Handelsblatt um sagenhafte 92 Millionen gestiegen, ein Kader ohne Kagawa und Götze. Das heißt Substanzgewinn ohne Ende, sogar auch beim bilanzierten Kaderwert, und Rekordgewinne, die noch vor ein paar Jahren völlig undenkbar schienen.
Gleichzeitig ist das KGV gesunken auf unvorstellbare 3,xx
Schwarz gelbe Traumbilanz in Gefahr.
Mehr Blamage geht nicht. Es handelt sich um das Handelsblatt.
Oder kommen die dann alle bei ariva vorbei, und nennen sich Nichtfussballer???
Oder ARD Börse. "Was wurde aus dem Börsenkracher Borussia Dortmund?" Haben sie mittlerweile runtergenommen. Da wurden Dinge behauptet, die komplett falsch sind.
Oder die Süddeutsche Zeitung. Eigentlich eine große seriöse Zeitung. Die schrieben unter dem Titel "Eine Aktie für die Wand" Dinge die komplett falsch sind. Das geht gar nicht. Einfach mal Presserecht googeln. Es gibt eine journalistische Sorgfaltspflicht, das ist nicht nur so aus Jux. Daran haben die sich zu halten.
Es braucht niemand zu jubeln, es braucht niemand zu pushen. Es reicht vollkommen, wenn einfach nur beschrieben wird, was tatsächlich stattfindet. Irgendwann werden die Kennzahlen in den Finanzportalen eingefügt, das passiert ja jetzt schon peu a peu. KGV oder KUV, usw. Umsatzsteigerungen undundund
Dividende für 2013, da steht fast überall 0. Stattdessen wird die Dividende vermutlich erhöht. Ist eigentlich nicht so furchtbar schwierig dies anzunehmen, man muss lediglich ein Zehntel des Gewinns dafür verwenden, schon hat man eine Erhöhung um 50%. Das ist richtig fett.
Dann die Konsensschätzungen der Analysten. Alte Analysen fallen raus, neue werden angepaßt und schwupp.
Wesentlich später bei der neuen Forbes Liste und der neuen Deloitte Liste rutscht Dortmund auch erheblich hoch. Die jetzige Forbes Liste bezieht sich ja auf das Geschäftsjahr 2011/12, dort kommen sie auf einen Wert von 359 Millionen Euro, das wird erheblich mehr, das letzte Geschäftsjahr hat alles gesprengt, nicht nur die Transfers. Allein die Trikot Verkäufe haben um 50% zugelegt, völlig ohne Titel. Merchandising, Sponsoren, Champions League überall eklatante Steigerungsraten. Auch der Gesamtumsatz ohne Transfers ist erheblich gestiegen.
Aber nur für den Forbes Wert für die Saison 2011/12 kommt man zwangsläufig auf einen extrem höheren Aktienkurs. Zurzeit sagt der Aktienkurs Borussia Dortmund wäre 193,4 Mio. € wert. Interessant. Forbes sagt 359 Millionen für das Geschäftsjahr 2011/12. Das entspricht einem Aktienkurs von 5,88 Euro. Und wenn man die Geschäftszahlen für 2012/13 nimmt, kommt man auf deutlich höhere Zahlen.
Da sollen Leute gerne 32.000 Stück bei 3,18 reinstellen. Wir wissen ja teilweise, wer dahintersteckt. Bzw. noch viel besser, welch vollkommen irrsinnige dünne Argumentation deren Anlageentscheidungen beeinflusst.
Diese Leute brauchen vor allen eins. Niederlagen. Einige. Dazu noch Verletzungen. Dann geht es nicht hoch, aber auch kaum runter, sondern bleibt ein paar Wochen länger da, wo es ist, ehe sich der Kurs in andere Sphären aufmacht.
Und im Grunde genommen kann man froh sein, über große Stückzahlen die zum Verkauf angeboten werden. War hier lange ein Argument gegen die Aktie. Die Großen können und dürfen hier nicht einsteigen, da diese Aktie zu klein ist, man könne dann auch nicht jederzeit wieder aussteigen, eben weil zu geringe Umsätze da sind. Verkauft Leute, verkauft. Dann haben wir steigende Kurse bei hohen Umsätzen. So schlecht muss das nicht sein.
Quellen:
Forbes Liste
bvbaktie.blogspot.de/2013/04/die-neue-forbes-liste.html
Süddeutsche Zeitung
bvbaktie.blogspot.de/2013/05/eine-aktie-fur-die-wand.html
Handelsblatt
bvbaktie.blogspot.de/2013/02/die-bvb-aktie-in-den-medien.html