Bush: ´Erster Krieg des 21. Jahrhunderts´


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Bush: ´Erster Krieg des 21. Jahrhunderts´

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13.09.01 18:55
Bush:

´Erster Krieg des 21. Jahrhunderts´


Nach den Terroranschlägen bereiten sich die USA auf einen Vergeltungsschlag vor. US-Präsident George W. Bush sprach von einer neuen Art von Krieg.

Bush hat eine militärische Antwort auf die Terrorangriffe in New York und Washington angekündigt und vom "ersten Krieg des 21. Jahrhunderts" gesprochen. In Gesprächen mit mehreren Staats- und Regierungschefs habe er Unterstützung für jede Art von Vergeltung erhalten, die er anordnen werde, sagte Bush am Donnerstag.

"Ich bin fest entschlossen, diesen gegen Amerika erklärten Krieg zu gewinnen", erklärte Bush. "Es ist eine neue Art von Krieg." Seine Regierung werde sich darauf einstellen und andere Staaten bitten, sich den USA anzuschließen.


Anzeichen für Militärschlag verdichten sich


In den USA verdichten sich die Anzeichen für einen bevorstehenden Vergeltungsschlag. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sagte in einer Botschaft an die Truppen: "Sehr, sehr viel wird von euch in den nächsten Wochen und Monaten verlangt werden. Das gilt vor allem für diejenigen draußen im Feld. Wir stehen mächtigen und schrecklichen Feinden gegenüber, und wir haben die Absicht, diese Feinde zu bezwingen."


Bush: ´Erster Krieg des 21. Jahrhunderts´ 411582
Wo US-Truppen stationiert sind



Die Regierung habe "aggressiv" mit den diplomatischen und militärischen Vorarbeiten für einen Schlag, wahrscheinlich gegen den mutmaßlichen Terroristenführer Osama Bin Laden und Afghanistan, begonnen, schrieb die "Washington Post" am Donnerstag.

Wie verlautete, arbeiteten Regierung und Abgeordnete an einem Gesetz, das den Einsatz von militärischer Gewalt nach dem Kriegsrecht (War Powers Act) genehmigt. Wann eine Abstimmung im Kongress zu erwarten sein würde, war nicht bekannt. Sowohl Demokraten als auch Republikaner äußerten sich aber zustimmend.


Pakistan sagt Unterstützung zu


Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf hat den USA seine "volle Zusammenarbeit" im Kampf gegen den Terrorismus zugesagt. Dies habe Musharraf am Donnerstag bei einem Gespräch über den "Terrorismus in der Region" versprochen, sagte die US-Botschafterin in Islamabad, Wendy Chamberlin. Beide Länder hätten dieselben Ansichten zu dem Problem, sagte sie nach der 45-minütigen Unterredung.

Die Nato sieht nach Angaben britischer Sicherheitskreise im Angriff auf Afghanistan eine Option, sollte sich der Islamist Osama Bin Laden als Drahtzieher der Terroranschläge in den USA erweisen. "Es gibt zurzeit viele Spekulationen, aber dies ist eine Option", hieß es am Donnerstag aus den Kreisen. Es wird vermutet, dass der saudiarabische Millionär Bin Laden unter dem Schutz der radikal-islamischen Taliban-Regierung in Afghanistan steht.


Nato dementiert Notfallpläne


Die Nato dementierte jedoch Berichte, sie bereite Notfallpläne für einen möglichen Angriff auf Afghanistan auch nur vor. "Wir weisen dies absolut zurück", sagte ein Nato-Sprecher. Es gebe keine Anweisung, entsprechende Pläne auszuarbeiten.

Der deutsche Botschafter bei der Allianz, Gebhardt von Moltke, sagte, dass die Nato keine Operationen im Zusammenhang mit den Terroranschlägen plane. Solche Schritte würden eines entsprechenden Wunsches der USA bedürfen. Dieser sei noch nicht geäußert worden, sagte Moltke am Donnerstag in Brüssel.


Araber verlassen Kabul


Aus Angst vor möglichen Vergeltungsschlägen haben Staatsbürger arabischer Länder die afghanische Hauptstadt Kabul verlassen. Es sei unklar, wie viele Araber in Kabul lebten, doch fast alle hätten die Stadt verlassen, berichteten Einwohner am Donnerstag. Zudem hätten Menschen begonnen, um Kabul herum Schutzgräben auszuheben. Einem Zeitungsbericht zufolge haben arabische Extremisten in Afghanistan ihre Lager geräumt. Am Donnerstag verließen auch die Kontaktleute der acht inhaftierten Ausländer, die wegen christlicher Missionierung festgenommen wurden, die Stadt. Zuvor hatte die Uno ihr Personal abgezogen.

Der Chef der afghanischen Taliban-Miliz, Mullah Mohammad Omar, hat den moslemischen Fundamentalistenführer Osama bin Laden als unschuldig bezeichnet und seine Auslieferung an die USA strikt abgelehnt. Bin Laden könne die Anschläge in New York und Washington gar nicht organisiert haben, weil er keine ausgebildeten Piloten befehle, sagte Omar am Donnerstag in Pakistan. Die Art der Anschläge sei Beweis für die Unschuld des saudiarabischen Milliardärs. Der Westen behaupte nur deshalb das Gegenteil, um vom Versagen seiner Geheimdienste abzulenken.


Russland stellt sich an die Seite der Nato


Russland hat der Nato seine Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus zugesagt. Beide Seiten seien "geeint in ihrer Entschlossenheit, die Verantwortlichen solch unmenschlicher Akte nicht ungestraft zu lassen", hieß es am Donnerstag in einer Erklärung des Nato-Russlandrats. Die internationale Gemeinschaft müsse sich nun "im Kampf gegen den Terrorismus zusammenschließen". Das Gremium war in Brüssel zu einer Sondersitzung zusammengekommen.

Die US-Regierung hatte am Mittwochabend die offizielle Unterstützung der Nato bekommen. Nato-Generalsekretär George Robertson teilte am Mittwochabend nach einer Sondersitzung des Nordatlantikrates in Brüssel mit, die Allianz betrachte die Terroranschläge als Angriff auf das gesamte Bündnis. Damit wären zum ersten Mal alle Nato-Mitglieder zur gemeinsamen Verteidigung verpflichtet. Voraussetzung ist, dass die Anschläge von einem fremden Staat aus eingeleitet wurden.


China schließt Beteiligung nicht aus


China hat eine Beteiligung an einer möglichen US-Vergeltungsoperation nicht ausgeschlossen. Voraussetzung sei jedoch, dass ein solcher Militäreinsatz durch ein breites internationales Votum, etwa der Vereinten Nationen, gestützt werde, sagte der chinesische Vize-Außenminister Wang Guangya in Peking. Die internationale Gemeinschaft müsse "resolut" auf den internationalen Terrorismus antworten.

Auch Japan hat den USA wegen der Terroranschläge Unterstützung für den Fall von Vergeltungsmaßnahmen zugesagt. Diese Maßnahmen müssten jedoch mit der japanischen Verfassung übereinstimmen, sagte ein Regierungssprecher.

Australien kündigte an, Washington im Rahmen des gemeinsamen Verteidigungsbündnisses militärisch zu unterstützen. Ähnlich wie bei der Nato verpflichtet der ANZUS-Pakt Australien und Neuseeland bei einem Angriff zum gegenseitigen Beistand. Der nationale Sicherheitsrat befasse sich derzeit mit dieser Frage, teilte Vize-Regierungschef John Anderson am Donnerstag in Canberra mit.

Der UN-Sicherheitsrat verurteilte einstimmig die "entsetzlichen Terroranschläge". "Jede Form von internationalem Terrorismus" sei eine "Gefährdung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit", hieß es in einer am Mittwoch verabschiedeten Resolution. Alle Staaten müssten zusammenarbeiten, um die Täter, Organisatoren und Unterstützer der Anschläge vor Gericht zu bringen. Auch jene, die den Tätern geholfen hätten, würden zur Verantwortung gezogen.


Hektik bei Krisenmanagern


Furcht vor einem unmittelbar bevorstehenden US-Vergeltungsschlag haben unter Krisenmanagern Hektik ausgelöst. Mit Hochdruck versucht die Bundesregierung derzeit, die Kontrahenten im Nahen Osten zum Dialog und Afghanistan zur Freilassung der festgesetzten Ausländer zu bewegen. Die Anschläge auf das Herz Amerikas gelten als Zäsur. Die formelle Nato-Feststellung des Bündnisfalls ist danach nur der erste Schritt einer grundlegenden Neuorientierung der Außenpolitik.

Das im Westen lange bestehende Verständnis für mühevolles und behutsames Engagement in Krisengebieten wie dem Nahen Osten könnte nach Einschätzung von Sicherheitsexperten angesichts der Schwere des Angriffs bald verflogen sein.

"FTD"




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Egozentriker:

eines ist klar....

 
13.09.01 19:06
mit luftschlägen ist in afghanistan nichts auszurichten. wie auch ? militärische ziele gibt's nicht. was bedeutet das also ? das land wird von bodentruppen umgepflügt. da können sich die usa ja wertvolle tipps von den russen geben lassen wie man's nicht machen sollte.
ich bedauere jetzt schon die afghanische bevölkerung die erst unter den taliban geknechtet wurde und jetzt wohl unter einem massiven militärschlag leiden wird.
frage: wo sind die beweise ???
jeder kann sich wohl ausmalen, was die usa aus diesem land machen werden. eine bessere gelegenheit sich dort ein standbein zu schaffen um pakistan unter kontrolle zu haben kommt nicht wieder. und obendrein kann keiner was dagegen sagen.
die geschehnisse haben auch mich betroffen gemacht aber wieder einmal wird sich zeigen wie eiskalt die usa solche ereignisse zu ihrem vorteil nutzen.
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boomer:

Realpolitiker sind immer eiskalt, im Gegensatz zu

 
13.09.01 19:12
den Jammerlappen und Grüblern.
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WorldTrader:

Afghanistan hat gegen die Russen gewonnen...

 
13.09.01 19:12
ich meine die Amerikaner werden auch verlieren,
weil Amerikaner sind stark im Luftkrieg aber
Bodenkrieg könnte für die Ende sein,da die Afghanen
jede einzele BergVerstecke wissen...  
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Katjuscha:

Ein Bodenkrieg würde zum 2. Vietnam werden

 
13.09.01 19:15
Die Russen haben es erlebt, und erleben es gerade in Tschetschenien!

Die Berge dort sind wie geschaffen für einen Partisanenkrieg!

Ich glaube die Amis werden wie immer die Lager von vermeintlichen Terroristen mit Luftanschlägen angreifen!
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Egozentriker:

boomer

 
13.09.01 19:19
scheinbar verstehst du nicht um was es hier geht. du kannst dir sicher sein, dass im gegensatz zur "normalen" bevölkerung für die us-regierung eine festnahme bin ladens nur noch reine nebensache ist.
hier treten inzwischen ganz andere ziele in den vordergrund.
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WorldTrader:

Luftanschlägen würden nur ZivileBevölkerung

 
13.09.01 19:19

schaden! (Wo bleibt die MenschenRechtsSysteme)

Ich meine, wenn Amerikaner ZivileBevölkerung im Visir nehmen,
dann sind die doch auch als TERRORISTEN gestellt, oder ???!
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Egozentriker:

katjuscha

 
13.09.01 19:23
bereits im august 1998 haben die usa vermeintliche terroristische ausbildungslager in afghanistan mit cruise missiles beschossen. erfolg gehabt ? nein.
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Egozentriker:

cia und taliban

 
13.09.01 19:36
Ausschnitte aus einer Rede von Selig Harrison vom Woodrow Wilson International Center for Scholars

"Die CIA hat einen geschichtstraechtigen Fehler gemacht, indem sie islamische Gruppen aus der ganzen Welt ermutigt haben, nach Afghanistan zu kommen". Die USA stellten 3 Milliarden Dollar zur Verfuegung, um diese islamischen Gruppen aufzubauen, und sie gaben Pakistans Forderung nach, dass Pakistan ueber die Verwendungszwecke dieses Geld zu entscheiden haette.
Harrison sagte vor der Zerstoerung der Buddha-Statuen durch die Taliban zu der Versammlung von Sicherheits-Experten, dass er sich mit CIA-Mitgliedern getroffen hatte, als islamische Kraefte in Afghanistan verstaerkt wurden. "Sie haben mir gesagt, diese Leute seien Fanatiker, und je kaempferischer sie waeren, desto kaempferischer wuerden sie die Soviets bekaempfen. Ich habe sie gewarnt, dass wir ein Ungeheuer kreieren".
Harrison, der nun Senior-Mitglied der Century Foundation ist, erinnert sich an ein Gespraech, das er mit dem verstorbenen Gen Zia-ul Haq von Pakistan gefuehrt hat. "Gen Zia hat mit mir ueber die Ausweitung pakistanischen Einflussgebietes, wodurch Afghanistan, dann Uzbekistan und Tajikstan und dann Iran und die Tuerkei kontrolliert werden sollten, gesprochen", sagte Harrison."Dieser Plan besteht noch immer. Gen Mohammed Aziz, der in den Zia-Plan involviert war, ist vom Vorsitzenden Gen Pervez Musharraf in eine Schluesselposition befoerdert worden, berichtete Harrison.
Die alten Beziehungen zwischen den Geheimdiensten bestehen weiterhin, berichtete Harrison. "Die CIA hat immer noch enge Verbindungen zu ISI (Pakistan's Geheimdienst)".
Heutzutage hat dieses Geld dazu beigetragen, die Taliban aufzubauen, meinte Harrison. "Die Taliban sind nicht einfach nur Rekruten von "madrassas" (moslemische theologische Schulen), sondern stehen auf der Gehaltsliste der ISI (Inter Services Intelligence, die Geheimdienst-Abteilung der pakistanischen Regierung). Die Taliban leben jetzt vom Terrorismus".


es sieht so aus, als wollen die usa unter dem deckmantel der vergeltung einen historischen fehler korriegieren.
was für eine ironie. jetzt müssen sie die geister die sie gerufen haben erst mal wieder los werden.
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boomer:

Lieber egozentriker, ich bedanke mich bei Dir für

 
13.09.01 20:07
die Gnade Deiner erleuchtenden Aufklärung meines so minderbemittelten Geistes.

Möge man Dir den Nobelpreis zusprechen!

In größter Ehrfurcht vor Deinem erhabenem Geist!
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Egozentriker:

boomer

 
13.09.01 20:16
entschuldige bitte. wollte dir nicht auf den schlips treten....
Antworten
boomer:

aber Egozentriker, nichts zu entschuldigen! Wir

 
13.09.01 20:37
sind doch nur IDs.

Mich kannst Du weder beleidigen, noch sonstwie treffen.

Ich reagiere nur mit Ironie oder Schweigen!

Mach weiter so. Ist schon ok.

Viele liebe Grüße
b.
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rionegro:

Militärschlag

 
13.09.01 20:59
Sollte es zu einem Militärschlag  gegen Afg.kommen, müssten die USA doch fremden Luftraum
wie z.B. Iran,Pakistan oder Russland überfliegen.Wie soll das gehen? Bei Bodentruppen
wäre es noch komplizierter.
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Nöckel:

Der Ami marschiert in Afghanistan ein,

 
13.09.01 21:00
bekommt den Arsch versohlt,läd dann,wie im Irak seinen alten Kriegsschrott ab,testet und probiert seine Neuentwicklungen aus,lässt sich dieses dann von den Natopartnern wieder mal teuer bezahlen und vergolden und baut von dem Reibach die Türme wieder auf.

Gruß
Nöckel
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Arbeiter:

Deutsche Politiker rufen USA zur Besonnenheit auf

 
13.09.01 21:04

Deutsche Politiker rufen USA zur Besonnenheit auf

 
Nach der Feststellung des NATO-Bündnisfalles hat die Bundesregierung die USA aufgerufen, besonnen auf die Terroranschläge zu reagieren. Außenminister Joschka Fischer (Grüne) sagte am Donnerstag, Deutschland, Europa und die USA seien zusammen in der Lage, der Herausforderung entgegen zu treten. Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) warnte davor, nur mit militärischen Mitteln auf die Anschläge zu reagieren. Grüne und Union machten deutlich, dass sie den deutschen Beistand im Rahmen der NATO unterstützen. Bei den Grünen kritisierten Parteilinke den Beschluss. Zur Vorbereitung auf eine Beteiligung an einem NATO-Einsatz wurde die Bundeswehr in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. In den Äußerungen der deutschen Politiker wurde das Bemühen deutlich, eine Eskalation der Lage zu verhindern und der Bevölkerung Ängste zu nehmen, man stehe am Rande eines Krieges. Anders als in den vorangegangenen Tagen vermieden die Politiker bei der Wertung der Anschläge den Begriff "Kriegserklärung". Auch US-Präsident George W. Bush hatte die Attentate am Mittwoch als Kriegshandlungen bezeichnet und erklärt, sein Land werde entsprechend darauf reagieren. Fischer sagte beim Antrittsbesuch des neuen US-Botschafters Dan Coats, in der Reaktion auf die Anschläge seien Festigkeit, Entschlossenheit, aber auch Gelassenheit nötig. "Wegducken wird nichts nützen, weil diejenigen, die für diese verbrecherische Tat verantwortlich sind, die werden keine Ruhe geben." Die Entscheidung der NATO, die wegen der Anschläge erstmals in ihrer Geschichte den Bündnisfall festgestellt hat, habe die Festigkeit bewiesen. Nun bedürfe es auch politischer Lösungen für den Nahen Osten und andere Regionalkonflikte. Scharping sagte: "Wir stehen nicht vor einem Krieg." Es werde eine angemessene Antwort auf die terroristische Herausforderung geben, die aber nicht auf militärische Maßnahmen beschränkt sein dürfe. Vor einer Reaktion auf die Anschläge würden die Erkenntnisse der USA und anderer Länder über die Täter und Hintergründe gemeinsam in der NATO überprüft. Einzelheiten auch zu einer möglichen militärischen Beteiligung Deutschlands an dieser Antwort nannte Scharping nicht. Scharpings Angaben zufolge wurde die gesamte Bundeswehr am Vormittag in erhöhte Bereitschaft versetzt, um für eine mögliche Reaktion auf die Anschläge bereit zu sein. Zuvor war die Bundeswehr nur teilweise in erhöhte Bereitschaft versetzt worden. Im Kanzleramt wurde nach Angaben von Regierungssprecher Uwe-Karsten ein Gremium aus Vertretern des Außen-, Verteidigungs-, Innen- und Justizministeriums sowie des Bundeskriminalamts und der Geheimdienste gebildet. Es solle sich mindestens einmal täglich treffen, um Gefahren zu analysieren und die Aktivitäten der verschiedenen Behörden abzustimmen. Die Grünen-Spitze stützte die Zustimmung der Bundesregierung zum NATO-Bündnisfall, betonte aber, dies bedeute keine Vorentscheidung für einen Bundeswehr-Einsatz. In einem von Parteivorstand und Parteirat einstimmig und von der Fraktion mit großer Mehrheit verabschiedeten Beschluss heißt es: "Angesichts der terroristischen Angriffe auf US-Bürgerinnen und Bürger können wir der Inanspruchnahme des Bündnisfalles nicht widersprechen." Dies bedeute aber keine Entscheidung für eine Teilnahme an militärischen Aktionen der USA. Darüber müsse Deutschland selbstständig und unter Beteiligung des Bundestags entscheiden. Parteilinke kritisierten das Ja der Bundesregierung zum NATO-Bündnisfall. Der Abgeordnete Christian Ströbele sagte, es bestehe die Gefahr, dass Deutschland sich in einen Krieg hineinziehen lasse. Die Abgeordnete Annelie Buntenbach sagte, die Zustimmung sei ein Fehler gewesen. In der Fraktion stimmten nach Angaben eines Sprechers drei Abgeordnete gegen die Erklärung der Partei, zudem gab es eine Enthaltung. Unions-Fraktionschef Friedrich Merz (CDU) sagte, die Union sei entschlossen, die Bündnissolidarität zu wahren. Der Bundestag müsse sich aber mit der Entscheidung des NATO-Rates beschäftigen, möglichst schon kommende Woche. Die neue Lage müsse auch Konsequenzen für den Bundeshaushalt 2002 haben. Terroranschläge hatten am Dienstag das World Trade Center in New York zum Einsturz gebracht und das Pentagon in Washington zum Teil zerstört. Mit Tausenden Toten wird gerechnet. Als möglichen Urheber der Attentate vermutet die US-Regierung offenbar den saudiarabischen Extremisten Osama Bin Laden. In Hamburg wurde im Zusammenhang mit den Ermittlungen nach den Anschlägen ein Mann festgenommen. Zudem teilte die Polizei mit, dass zwei der mutmaßlichen Attentäter mehrere Jahre in Hamburg gelebt haben.

Reuters

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sailor:

Bush: Problemlösung im 21Jh. mit Mitteln des 18Jh. o.T.

 
13.09.01 21:21
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schmuggler:

Die Amis werden wohl mal wieder mit ihrer

 
13.09.01 21:27
Haudrauftaktik reagieren. Sinnvoller wäre es gezielt Drahtzieher zu ermitteln und wie auch immer aus dem Verkehr zu ziehen. Dagegen leidet wohl mal wieder das einfache Volk und der Hass kann effektiv weiter geschürt werden.

Schmuggler  
Antworten
WorldTrader:

@Nöckel, BRAVO!, endlich jemand, der alles

 
13.09.01 21:30

begriffen hat !!!!
Antworten
boomer:

Was seid Ihr alle schlau! Im wahren Leben müßt Ihr

 
13.09.01 21:30
große Namen und wichtige berufliche Funktionen haben!
Antworten
schmuggler:

Respekt Boomer! Bei mir jedenfalls liegst du

 
14.09.01 02:15
mit deiner Einschätzung klar im grünen Bereich.


Schmuggler
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rosch:

Hallo schmuggler, was Aktien und Wirtschaft

 
14.09.01 02:22
anbelangt, bist Du meiner Einschätzung nach sehr gut!

Aber hier oben laberst Du auch nur dummes Zeug.

Vielleicht hast Du auch nur zuviel Wein getrunken.

Schlaf gut!
b.
Antworten
schmuggler:

rosch

 
14.09.01 02:26
Soviel Wein kann ich mir nicht leisten, dass ich so voll bin, dass ich nicht mehr weiß, was ich poste. Verstehe nicht ganz was du meinst??
Antworten
rosch:

Lieber schmuggler, um Dein Gedächtnis aufzufrische

 
14.09.01 02:33
"Die Amis werden wohl mal wieder mit ihrer  schmuggler  13.09.01 21:27  
 
Haudrauftaktik reagieren. Sinnvoller wäre es gezielt Drahtzieher zu ermitteln und wie auch immer aus dem Verkehr zu ziehen."

So schlau wie Du, sind die schon lange!
Was kommt Ihr Euch mit Euren Vorurteilen bloß schlau vor.

Hast Du, schmuggler schon Dein Uni-Diplom, oder bist Du noch Student?  
Antworten
schmuggler:

rosch

 
14.09.01 02:47
Was soll denn die letzte Frage? Willst du dich jetzt mit mir anlegen, oder was?

Die Amis handeln eben in solchen Situationen gerne nach altbekannter Cowboy-Manier. Kriegsmaschinerie auffahren, Drohungen raushauen und wenn sich das Gegenüber nicht einschüchtern lässt, gibt´s eben Bomben zum Nachtisch. Punkt 1 und 2 wurden schon erledigt. Terroristen lassen sich aber mit Bombern und Kriegsschiffen nicht bekämpfen. Wenn da nicht die entsprechenden Drahtzieher und Verantwortlichen aufgespürt und bestraft werden, geht der Schuss nach hinten los. Schnelle Rache, die Busch vor Augen schwebt, halte ich für keine gute Lösung. Nichts weiter als bloses Staub aufwirbeln.



Schmuggler      
Antworten
Arbeiter:

So kann ein NATO-Schlag gegen Afghanistan ...

 
14.09.01 16:51

So kann ein NATO-Schlag gegen Afghanistan ablaufen

 
Der Terroristenchef Osama bin Laden lebt in Afghanistan. Das Land ist schon von US-Truppen umzingelt!
Und so könnte ein Angriff der US-Truppen aussehen, wenn 40 000 US-Reservisten in die Krisenregion fliegen, um ihre dort schon stationierten 30 000 Kameraden zu verstärken:

Cruise Missiles (Reichweite 1000 Meilen) starten von Kriegsschiffen im Indischen Ozean, zerstören bin Ladens Hauptquartier in den Bergen nahe der pakistanischen Grenze. Vom nukleargetriebenen Superträger „Carl Vinson“ im Indischen Ozean donnern F-14-Tomcats zu Laden, bomben sein Versteck weg. Bodentruppen könnten mit Zustimmung der Regierung in Karatschi über Pakistan nach Afghanistan einmarschieren.

Auch von deutschen Militärbasen könnten US-Kampfbomber starten. Ebenso könnten Deutsche bei der Versorgung verletzter Soldaten und beim Betanken von US-Kampfjets helfen.

Bush: ´Erster Krieg des 21. Jahrhunderts´ 412478



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