Frankfurt (vwd) - Eine Veranstaltung an der Uni Bochum dürfte am Donnerstagabend für mehr Intesse sorgen als von den Veranstaltern zunächst angenommen. Auf einem Seminar des Instituts für Kredit- und Finanzwirtschaft der Universität werden sowohl Deutsche-Bank-Vorstandssprecher Rolf-E. Breuer als auch HypoVereinsbank-Vorstandssprecher Albrecht Schmidt zur Lage des deutschen Finanzsektors sprechen. Brisanz erhält dies vor dem Hintergrund der aktuellen Krise des Münchener Medienunternehmens Kirch, in deren Bewältigung Breuer und vor allem Schmidt als wichtige Personen gelten.
Beobachter halten es deshalb für relativ sicher, dass Breuer und Schmidt in Bochum zumindest kurz das Thema Kirch erörtern. "Es würde mich sehr wundern, wenn die nicht kurz die Köpfe zusammenstecken", hieß es. Ein Sprecher der Bank betonte indes, dass es vor oder nach der Veranstaltung in Bochum kein Treffen von Breuer mit Schmidt geben wird. Allerdings träfen die Bankvorstände auf dem Podium zusammen. Auch bei der HypoVereinsbank (HVB) hieß es, die Veranstaltung sei lange geplant und habe "nichts mit der Sache Kirch zu tun".
Während Breuer mit seiner Bemerkung, Kirch werde unter den gegebenen Umständen von deutschen Banken wohl kein Geld mehr erhalten, der Debatte um die Liquiditätslage Kirchs erst so richtig Schwung verlieh, will Schmidt Kirch unter die Arme greifen. Sein Institut bietet für den 40-prozentigen Anteil Kirchs am Springer-Verlag, mit dem pikanterweise der Kredit der Deutschen Bank an Springer besichert ist, rund 1,1 Mrd EUR. Zudem hatte die HVB stets betont, bei dem Gebot für die Springer-Anteile auch offen für andere Banken zu sein. Kreisen zufolge soll sich die Dresdner Bank an dem Gebot der HVB beteiligen, dabei aber als reiner Finanzinvestor agieren.
+++ Christian Streckert/Marion Brucker
vwd/
Beobachter halten es deshalb für relativ sicher, dass Breuer und Schmidt in Bochum zumindest kurz das Thema Kirch erörtern. "Es würde mich sehr wundern, wenn die nicht kurz die Köpfe zusammenstecken", hieß es. Ein Sprecher der Bank betonte indes, dass es vor oder nach der Veranstaltung in Bochum kein Treffen von Breuer mit Schmidt geben wird. Allerdings träfen die Bankvorstände auf dem Podium zusammen. Auch bei der HypoVereinsbank (HVB) hieß es, die Veranstaltung sei lange geplant und habe "nichts mit der Sache Kirch zu tun".
Während Breuer mit seiner Bemerkung, Kirch werde unter den gegebenen Umständen von deutschen Banken wohl kein Geld mehr erhalten, der Debatte um die Liquiditätslage Kirchs erst so richtig Schwung verlieh, will Schmidt Kirch unter die Arme greifen. Sein Institut bietet für den 40-prozentigen Anteil Kirchs am Springer-Verlag, mit dem pikanterweise der Kredit der Deutschen Bank an Springer besichert ist, rund 1,1 Mrd EUR. Zudem hatte die HVB stets betont, bei dem Gebot für die Springer-Anteile auch offen für andere Banken zu sein. Kreisen zufolge soll sich die Dresdner Bank an dem Gebot der HVB beteiligen, dabei aber als reiner Finanzinvestor agieren.
+++ Christian Streckert/Marion Brucker
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