TOKIO:
Uneinheitlich sind die Aktienkurse am Dienstag in Tokio aus dem Handel gegangen. Der Nikkei-225-Index verlor 0,1% bzw neun Punkte auf 11.490. Der Topix-Index stieg dagegen um 0,1% bzw einen Zähler auf 1.155. Der im Vergleich zum US-Dollar wieder etwas schwächere Yen habe den Markt gestützt und höhere Verluste verhindert, sagten Beobachter. Vor allem die Aktien exportabhängiger Unternehmen waren vor diesem Hintergrund gesucht. Das Interesse galt aber auch den Papieren von Stahlherstellern, die nach Angaben aus dem Handel von steigenden Rohstoffpreisen und dem knappen Angebot profitierten.
Ein Erdbeben im Norden des Landes, das auch in Tokio zu spüren war, habe den Markt nicht beunruhigt, hieß es. Im Stahlsektor verbesserten sich Nippon Steel um 2,3% auf 268 JPY und Sumitomo Metal um 2,5% auf 162 JPY. Die Titel des Automobilherstellers Honda rückten um 0,7% auf 5.470 JPY vor. Hier stützte der stärkere Dollar. Im Finanzsektor kletterten Resona Holdings um 2,4% auf 215 JPY. Die Tochter Resona Bank will schon ab diesem Monat in Euro denominierte, nachrangige Anleihen im Ausland auflegen. Bei den Anlegern seien derartige Maßnahmen populär, weil sie keinen verwässernden Effekt hätten, sagte ein Händler.
UFJ Holdings, die aufgrund eines negativen Analystenkommentars zunächst unter Druck gestanden hatten, erholten sich und schlossen mit einem Plus von 0,3% auf 574.000 JPY.
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Aktien Hongkong schließen nach verkürzter Sitzung etwas fester
HONGKONG:
Etwas fester haben die Aktienkurse am Dienstag in Hongkong geschlossen. Der Hang-Seng-Index gewann 0,4% bzw 51 Punkte auf 13.846. Wegen der bevorstehenden Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest endete der Handel schon nach der ersten Sitzungshälfte. Bis einschließlich Freitag bleibt die Börse in Hongkong geschlossen. Der Handel wird am Montag wieder aufgenommen. Die Kursgewinne am Berichtstag seien auf Anschlusskäufe zurückzuführen gewesen, sagten Händler. Größter Gewinner waren Lenovo mit plus 3,4% auf 2,30 HKD. Die Analysten von CSFB hatten die Einstufung "Outperform" für die Aktie des Computerherstellers bestätigt.
Die Aktie von BOC Hongkong, der örtlichen Tochter der Bank of China, schloss unverändert bei 14,55 HKD. Der Verkauf eines Wohnungsbauprojekts für 430 Mio HKD habe den Markt nicht beeindruckt, hieß es hierzu. Die Titel des Schienennetzbetreibers MTRC gewannen 0,4% auf 12,35 HKD. Das Unternehmen hat erstmals einen Vertrag zum Betrieb eines Schienennetzes außerhalb Hongkongs erhalten.
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Aktien Singapur schließen fester auf Vierjahres-Hoch
SINGAPUR:
Der nachgebende Ölpreis und eine Erholung des US-Dollar haben den Aktienmarkt in Singapur am Dienstag auf dem höchsten Stand in vier Jahren schließen lassen. Der Straits-Times-Index beendete die verkürzte Sitzung mit einem Plus von 1,0% bzw 22 Punkten auf 2.140. Am Mittwoch und Donnerstag bleibt die Börse in Singapur wegen der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest geschlossen. Der Handel wird am Freitag wieder aufgenommen. Zu dem Gewinnern gehörten vor allem Blue Chips von Unternehmen, die am Montag gute Geschäftszahlen vorgelegt hatten.
SembCorp Marine stiegen um 4,3% auf 1,47 SGD. Das Unternehmen hat sein Nettoergebnis 2004 um 21% gesteigert. CapitaLand verbesserten sich um 0,9%auf 2,29 SGD. Das Immobilienunternehmen hat sein Ergebnis im vergangenen Jahr verdreifacht. Singapore Airlines profitierten vom Ölpreisrückgang und rückten um 1,7% auf 12,10 SGD vor.
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DEVISEN/Euro tendiert im frühen Handel weiter unter 1,28 USD
FRANKFURT:
Der Euro tendiert im frühen europäischen Handel am Dienstag weiter schwach und hält sich unter der Marke von 1,28 USD. Devisenhändler berichten von einem recht ruhigen Geschäft. Dabei stützten weiterhin Aussagen zum US-Defizit den Greenback. Erst am Montag hatte US-Präsident Bush in seiner Rede zum Haushaltsentwurf vor dem Kongress bestätigt, für 2005 ein Rekorddefizit von 427 Mrd USD zu erwarten. Dennoch bleibe der Plan bestehen, das Defizit bis zum Jahr 2010 auf 207 Mrd USD bzw 1,3% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zurückzufahren. Gestützt werden könnte der Euro allerdings von anhaltenden Käufen europäischer Exporteure, die den Dollaranstieg zum Tausch in Euro nutzten. Die Liquidität am Markt könnte im Verlauf der Woche weiter unter dem chinesischen Neujahrsfest leiden, das Teile Asiens lahm legen werde, heißt es im Handel. Am Montag seien die Umsätze bereits dünn gewesen. Die technischen Analysten der LBBW erwarten den Euro am Dienstag in einer Handelsspanne von 1,2750 bis 1,2805 USD. Dabei bestehe die Chance auf ein Trendwende, die sich aber nur mit einem nachhaltigen Sprung über 1,2820 USD bestätige, heißt es. Dann rückten die Widerstände um 1,2880/1,2935 USD in den Blick. Gelinge die Wende nicht, sei mit einem weiteren Fall bis zur Fibonacci-Marke zum 1,2650 USD zu rechnen. Die Feinunze Gold startet mit 412,80 USD in den Handel nach einem Nachmittagsfixing in London am Montag von 414,40 US.
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FEIERTAGSHINWEIS/Börsensitzung verkürzt in Hongkong und Singapur
Gruß Moya 