Der Markt bewertet eben maßgeblich die Story, die Wahrscheinlichkeit und die Risiken.
Bei Summit ist die Story in einem Satz erklärt:
Onkologie -> potenzieller Keytruda Killer -> massiver Gewinn möglich
Es ist eben eine einzige Wette auf ein mögliches Ereignis aber eine einfache, kurze und schöne Story.
BioNTech muss man hingegen gefühlt 10 Minuten lang erklären und der Markt sieht dazu noch viele Risiken.
Der Markt fragt zB ob BioNTech eben überhaupt den "Umbau" zum Onkologieunternehmen schafft, weil es gemeinhin als Corona-Impfstoffhersteller bekannt ist. Da macht es witzigerweise keinen Unterschied, dass die Onkologie ursprünglich ja das Ziel von Anfang an war und Summit vorher eben auch gar nichts geleistet hat. Der Markt stellt dennoch diese Fragen. Dann gehen die Gründer, welche Patente nehmen sie mit? welches Know How? Mit welchen Forschern? passt der neue CEO wenn er angefangen hat? Wer ersetzt Türeci?
Und am Ende ist ein Multi Produkt Superplayer in der Story eben komplizierter und weniger wahrscheinlich als ein einziger Stoff der leichter zu überblicken ist wie bei Summit.
Moderna nehme ich aus der ganzen Betrachtung bewusst raus, da sie eben den Onkologienachweis erbracht haben und dementsprechend gab es dort dann auch die erforderliche Anpassung, sowie sogar weitere Phantasie.
Das Selbe wird bei BioNTech bei positiven Studie 3 Daten mit erreichten Endpunkten passieren, aber eben erst dann.
Als Investor kann man leicht schauen, welches Unternehmen bald mehr verdienen wird als heute, und dass man von 20 möglichen Produkten in einer Pipeline höhere Chancen hat profitabel werden zu können als mit einer einzigen ist eben der Value, den man durch Eintauchen in die Materie erhalten kann.
Der Markt bewertet aber im Allgemeinen die Story, sowie die Risiken. Und jedes Family Office und jeder Fondsmanager wird demnach aktuell eher Moderna oder Summit empfehlen als BioNTech.
Aktuell ist beides eben die "sicherere" bzw. klarere Wette.