"Eins weiß ich,... das ich mich für andere nicht mehr grumm lege..damit die noch mehr haben.."
Eine Ansicht, die von Einsicht zeugt!
Krumm machen lohnt sich nur, wenn man selbst davon profitiert, bei 'nem eigenen Geschäft z. B. Ansonsten isses m. E. falsch verstandener Einsatz bzw. "Berufsehre". Wo ich herkomme, gilt man nur was, wenn man durch harte, anständige Arbeit zu was gekommen ist. Die meisten dort sind aber nie groß "zu was gekommen", können froh sein, wenn sie ein Häuschen haben und einen Wagen, der davorsteht. Wirklichen Reichtum definiere ich aber anders.
Irgendwo habe ich vor kurzem gelesen, dass man in Deutschland im Jahre 2008 erst als reich gilt, wenn man mindestens 10 Millionen EUR Vermögen angehäuft hat. Dazu fehlt bei mir noch einiges. Aber ich bin trotzdem zuversichtlich, dass ich in den nächsten 30 Jahren diese Grenze knacken kann. Dann bin ich zwar auch Mitte sechzig, aber wen juckt's. Lieber alt und reich als alt und arm.
Dass das noch eine ganze Weile hin ist, muss ich halt akzeptieren. Anders wär's nur, wenn mein Vater schon angefangen hätte, zu investieren. Aber meine Eltern haben von ihren Eltern auch nicht viel geerbt. Nicht mal ein paar gute Tipps zur Vermögensbildung. Die haben ihr Leben lang gedacht, dass man durch hartes Arbeiten in einer Fabrik oder in einem Büro zu Wohlstand kommen kann. Sicher, für ihre Generation mag die Rechnung halbwegs aufgegangen sein, aber das lag wohl hauptsächlich an der Nachkriegszeit, als aus Trümmern wieder ein neuer "Volkswohlstand" erwachsen konnte. Heutzutage sieht das ganz anders aus. Wer heute nach den gleichen Mustern verfährt, wird m. E. im Alter mit einer Grundsicherung dahinvegetieren und sich in den A... beißen, dass er es nicht anders gemacht hat.
Wenn ich schon Millionen "geschäffelt" haben sollte, dann hätte ich wohl mit Anfang 20 anfangen müssen. Damals hatte ich noch keinen Schimmer vom Geldverdienen und nur Weiber im Kopf (aber leider nicht alle im Bett...). Aber so ist es sicher einigen gegangen, da bin ich wohl nicht alleine. Trotzdem ist es nie zu spät, mit dem Richtigen anzufangen. Jedenfalls gibt es für mich nichts besseres, als mein eigener Herr zu sein und selbst alles zu bestimmen. Meine Vermögensverwaltung (in England würde man wohl "Fund" dazu sagen) läuft ganz gemütlich. Irgendwann werden dann vielleicht immer mehr ankommen und fragen, ob sie sich nicht auch noch beteiligen können. Wenn ich über die nächsten Jahre ein gutes Ergebnis schaffe, ist das wohl unvermeidbar. Aber mehr Kapital würde mir eigentlich für die Performance gar nix bringen. Das Problem, gute Gelegenheiten zu finden, wäre exakt dasselbe. Gut, ich könnte im Erfolgsfall natürlich mehr Gebühren (absolut) verlangen, aber reich werden will ich eigentlich eher durch meinen eigenen investierten Anteil und nicht über die Gebühren.
Bei 120.000 EUR Kapital und 11% Rendite p. a. kann ich nach meinem "Gebührenmodell" gerade einmal 165 EUR veranschlagen. Bei 12.000.000 EUR wären es immerhin schon 16.500 EUR, und bei 1,2 Mrd. EUR Kapital sogar 1.650.000 EUR. Wenn man bedenkt, wieviele Fonsmanager Summen in der Größenordnung verwalten, dann muss man sich nicht wundern, wenn - ich glaube, es war 2006 - der bestbezahlte unter ihnen in einem Jahr ca. 2 Mrd. Dollar mit nach Hause nahm. Ob die Performance dann auf lange Sicht so gut ist, weiß ich nicht. Aber nach einem Jahr hat der halt schon ausgesorgt, und das mehrfach. Wo ist da der finanzielle Anreiz für die nächsten 10, 20 Jahre?
Aber wenn ich realistisch bin, werde ich wohl nie dahin kommen, Milliarden zu verwalten. Ich bin daher schon froh, wenn mal eine Million daraus wird. Drückt mir die Daumen, Jungs, damit es auch klappt...! :-)