UBS Warburg senkt Motorola-Prognosen
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Der Analyst Jeffrey Schlesinger von der UBS Warburg hat seine Gewinnschätzungen für den Telekommunikationsgiganten Motorola für das Jahr 2003 von 36 auf 31 Cents/Aktie gesenkt.
Gleichzeitig reduzierte er seine Umsatzprognosen für das Geschäftsjahr von 27,2 Milliarden $ auf 26,8 Milliarden $.
Sowohl der Handy- als auch der Halbleitermarkt würden schwächer aussehen und die reduzierten Prognosen veranlassen. Weil er Nachfrageprobleme in China sieht, hat Schlesinger auch angegeben, dass er mittlerweile erwartet, dass Motorola nur noch eine Mio Handygeräte sowohl im Q2 als auch im Q3 ausliefern wird. Dass in den USA die neuen Geräte später als erwartet auf den Markt kommen sollen, bestätige diese Einschätzung.
Im Chipsegment sehe er nur noch ein Wachstumspotenzial von 4-5% aufgrund der Schwäche im Micro-Controller-Geschäft, welches 20% des Halbleiterumsatzes ausmacht. MOT Aktien verloren zuletzt 2,34% auf 8,33$.
08.04. 22:00
Investoren ändern ihre Blickrichtung
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Obwohl ein Ende des Irak-Konflikt greifbar nahe scheint, finden sich Investoren heute vornehmlich auf der Verkäuferseite wieder, da nach der Einschätzung von Marktbeobachtern nun wieder die Unternehmensgewinne in den Blickpunkt geraten.
Und diesbezüglich scheinen die Aussichten angesichts der jüngsten Gewinnwarnungen recht beschränkt. Nächste Woche beginnt die neue Quartalsberichtssaison, von der Analysten nicht allzu viel positive Nachrichten erwarten. Man erwartet zwar höhere Gewinnmargen aufgrund zahlreicher Kostensenkungsmaßnahmen- doch der Krieg werde nach der Auffassung vieler auch seine Spuren hinterlassen haben.
Die Nasdaq gibt 0,64% auf 1046 Punkte ab während der Dow Jones nahezu unverändert bei 8308 Punkten notiert.
08.04. 22:36
Biolase Technology auf 52-Wochen-Hoch
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Die Aktien von Biolase Technology haben heute bei üblichem Handelsvolumen ein neues 52-Wochen-Hoch erreicht und sind damit in den Fokus vieler Marktteilnehmer gerückt.
Biolase ist ein Unternehmen, welches auf der Basis von Medizintechnologie laserbasierte Systeme für den medizinischen und zahnärztlichen Bereich herstellt.
Die Analysten von Fahnestock & Needham erwarten ein 117%iges Gewinnwachstum und 26 Cents/Aktie für dieses Jahr und 81% Gewinnwachstum im nächsten Jahr. Obwohl man erwartet, dass das Wachstum mit der Unternehmensgröße nachlassen werde, sollen Gewinnwachstumsraten über 30% p.a. auch nach 2005 möglich sein.
Die Marktkapitalisierung beträgt 181 Mio $.
08.04. 22:42
AOL TimeWarner kauft Aktien zurück
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AOL Time Warner, das weltweit größte Internet- und Medienunternehmen, gab nach Börsenschluß bekannt, dass man alle nichtstimmberechtigten Aktien von AOL Europe im Wert von 812,5 Mio $ von LineVest Limited zurückgekauft hat.
Bezahlt hat man in bar trotz der enormen Schuldenlast von 27 Milliarden $ des Unternehmens. LineVest hatte die Aktien von Vivendi Universal gekauft. AOL Aktien konnten 2,4% auf 12,45$ gewinnen.
08.04. 22:45
US-Regierung erhält Apple und HP-PC
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PC Mall, ein Großverkäufer von Computern, hat nach Börsenschluß bekannt gegeben, dass man mit der Tochter PC Mall Gov die Zustimmung von der US-Regierung erhalten habe, dass man Apple und HP Computer fortan an die Regierung verkaufen könne. Die Computer sollen durch einen PC Mall GSA Vertrag angeboten werden.
08.04. 23:20
Ausblick: Anleger hoffen auf Folgerallye
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Anleger scheinen derzeit derart von der Berichterstattung über den Irak-Krieg fasziniert zu sein, dass sie zahlreiche Gewinnwarnungen von bedeutenden Unternehmen einfach unbeachtet ließen.
So interessiere es diese Woche keinen, dass der Softwareriese Siebel Systems eine Gewinn- und Umsatzwarnung für das erste Quartal bekannt gab: Anstelle eines Abverkaufs erlebten die SEBL Aktien eine Kursrallye.
„Vergesst die Ergebnisse des ersten Quartals. Diese werden schlecht sein, das wissen wir“, meinte der Analyst Chuck Hill von Thomson First Call.
Stattdessen würden immer mehr Anleger darauf vertrauen, dass nach Kriegsende die Weltwirtschaft wieder in Schwung komme. Und damit in erster Linie auch die US-Wirtschaft und die Unternehmensgewinne.
„Wir werden in den kommenden Wochen einen Wandel des Investorenaugenmerks auf die Unternehmensergebnisse erleben. Nächste Woche beginnt die neue Berichtssaison“, weiß Robert Mikkelsen von der Advest Group.
Insbesondere gehe es um den Ausblick, den Unternehmen für das laufende Quartal und die Quartale danach ausgeben werden. Wie wird dieser Ausblick sein? Das scheint das große Fragezeichen zu sein, der die Märkte von einer Folgerallye abzuhalten scheint.
Vor einem Jahr hat man an dieser Stelle noch geglaubt, in der zweiten Jahreshälfte von 2002 werde es zu einem Gewinnanstieg kommen. Nach und nach wurden in der Folgezeit die optimistischen Prognosen wieder zurückgenommen.
Richard Bernstein, ein erfahrener Analyst von Merrill Lynch, erklärte: „Was bringt es den Leuten wenn sie erfahren, dass Saddam morgen tot ist? Überhaupt hat doch der Krieg nichts mit den Unternehmensgewinnen zu tun“.
