Und zu den Dinos habe ich gestern im ZDF etwas gelernt. Dinos werden größer, wenn es ihnen gut geht ... Menschen werden im Wesentlichen fetter, wenn es ihnen gut geht. ;-)
habe keine klare Meinung zur Klimaerwärmung oder möglicher CO2-Börsen-Korrelation, aber die Kritik and der CO2 will ich schon kurz kommentieren.
Klar ist es relevant absolute und relative Änderungen zu betrachten, aber das führt doch nur zu Erkenntnis, im Vergleich mit Schwankungen in anderen Zeiträumen oder wenn die Effekte der absolute Werte bekant sind.
Einen Anstieg von 20% für klein zu erklären, nur weil er über Jahre stattgefunden hat und in dem gleichem Zeitraum etwas anderes um mehr als 100% gestiegen ist, klingt vielleicht wissenschaftlich, ist aber völlig sinnlos. (wobei ich natürlich selber nicht weiss, ober der Anstieg viel ist)
Die Frage nach den Fehlerbalken ist interessant, das der reine Meßfehler sehr sehr klein ist, bei einer recht simplen Messung, die keine keine aufwändige Probenvorbereitung braucht und die viele Jahre benutzt wird halte ich nicht für so unwahrscheinlich (weiss aber auch nicht.). Wobei hier klingt für mich die Frage relevanter, wie representativ die Messungen an einer Station sind (recht gut, wie es aussieht http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/insitu.html)....
Legende zu meiner verhunzten Graphik oben:
Fachliche Bewertung
Seit 1990 gehen die CO2-Emissionen nahezu kontinuierlich zurück. Ursachen sind vor allem in den ersten Jahren die wirtschaftliche Umstrukturierung in den neuen Ländern mit vermindertem Braunkohleeinsatz und seitdem die aktive Klimaschutzpolitik der Bundesregierung. Während 2007 und 2008 die CO2-Emissionen auf gleichem Niveau blieben, sank der Kohlendioxid-Ausstoß im Jahr 2009 vor allem auf Grund der ökonomischen Krise, die alle anderen Trends überdeckt, deutlich ab. Der Ausbau erneuerbarer Energieträger sorgte aber ebenfalls für Entlastung. Eine Nahzeitschätzung des Umweltbundesamtes für 2010 zeigt einen Wiederanstieg auf 831,5 Millionen Tonnen, hauptsächlich bedingt durch die konjunkturelle Erholung der Wirtschaft und die kühle Witterung ...
Quelle: Bundes Umweltamt
Lumpi, genau dies ist erdrückender Konsens, obwohl sich 1. jeder vor etwas anderem 'fürchtet' - vor der Islamisierung Europas über die Grenzen des Wachstums bis hin zu den Schuldenbergen ( die dann auch noch für die 'Falschen', mediterrane Pleitiers und Zocker-Bankster, draufgehen). Und obwohl sich 2. das materielle Leben zumindest in Mitteleuropa in den letzten Jahren quasi nicht verändert hat. Der Grund dafür verdankt sich wohl kaum einer ökonomischen Analyse, sondern entspringt einer verbreiteten kulturellen Überforderung oder einem kulturellem Unbehagen, welche sowohl in der (scheinbaren) Hilflosigkeit der politisch Verantwortlichen wie in der Divergenz des ideologischen und moralischen Mantels realer Politik, der aufgrund des volatilen Krisenmanagments stetig nachjustiert werden muss, ihr Bildmaterial finden...
Antizyklisches Denken nimmt die Gegenposition zum Konsens ein. Insofern ist für mich der Gegensatz zum Bärenstammtisch grundsätzlicher Natur und nicht etwa nur 'graduell'...
Fill
'Es gibt in Deutschland eine große Sehnsucht – ich weiß nicht, wo sie herkommt, vielleicht hat das der Idealismus verbockt – nach Endgültigkeit. Nach dem großen Crash, dem reinigenden Gewitter, dem Neuanfang...'
Weiter: Herdentrieb
wie eigentlich das Real Life eines Menschen aussieht, der outdoor nur 'langsamen Zerfall', der 'unaufhaltsam' ist oder ein imaginäres 'Wir' immer 'tiefer im Sumpf versinken' sieht. Der von einem 'Reset' träumt, der die 'Welt an den Abgrund zum Mittelalter' befördert. Der sich folgerichtig damit abquält, dass die Märkte sich dieser Diagnose immer noch entziehen (liegt natürlich am blöden Michel, der es noch nicht geschnallt hat).... Mehr im 'neuen' Gehrt (Tip aus dem Bear Cave)...
ps das ärgerliche an den ausgelebten misanthropischen Phantasien ist für mich eigentlich deren Verpackung als scheinheilige Sorge ums Gemeinwohl oder gleich um den Globus. So als würde man wirkliche (oder vermeintliche) schlechte Nachrichten bekümmert und nicht mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen..
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So jedoch gehen wir den Weg langsamen Zerfalls, der, alleine durch das herumdoktern an
den Symptomen, unaufhaltsam ist und letztlich mehr Schaden anrichten wird als ein brutales
„Reset“. Einfach, weil die Verantwortlichen die Ursachen als solche nicht angehen, weil sie
wissen (oder wenigstens ahnen), dass eben das den obigen „Reset“ bedeuten würde. Der
Leviathan Finanzindustrie, die Totgeburt eines Europa der zwei Geschwindigkeiten, die
schlupflochfördernde Gesetzgebung, all das müsste komplett neu aufgesetzt werden. Und
das würde bedeuten, dass die Welt zumindest eine Zeitlang am Abgrund zum Mittelalter
stünde, denn das Leben dieses Planeten ist so komplex, dass derartige Eingriffe
'...In einer Finanzkrise verändert sich durch das Taktieren der Gegenstand der Verhandlungen. Was ich damit sagen will: Indem wir erstens Italien, Spanien und all die anderen im Unsicheren lassen, erhöhen wir zwar den Reformdruck. Zugleich aber treiben wir die Länder damit dem Ruin entgegen, weil es genau diese Unsicherheit ist, die das Kapital vertreibt und die Investitionsbereitschaft lähmt. Griechenland ist ein Paradebeispiel. Die Krise ist dort auch deshalb so gravierend, weil niemand in einem Land investiert, wenn er nicht weiß, ob es nicht die Deutschen nächste Woche aus der Währungsunion werfen.
Und zweitens erschwert das Signal an die Außenwelt die innenpolitische Akzeptanz des eigenen Kurses. Wer einmal sagt, er werde die Haftungsgemeinschaft nur über seine Leiche akzeptieren und wer sich immer neue Gründe einfallen lässt, warum sie nicht funktionieren kann, der braucht sich nicht zu wundern, dass in der Bevölkerung der Widerstand gegen eben diese Haftungsgemeinschaft wächst. Politische Kommunikation ist keine Einbahnstrasse. Diese Bundesregierung wird die Geister nicht mehr los werden,...'
aus Herdentrieb
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