Risikofaktor Öl - Bewertung günstig
Analysten: Dax hat weiteres Aufwärtspotenzial
Trotz des Risikofaktors Ölpreis trauen Experten dem Deutschen Aktienindex (Dax) bis zum Jahresende weitere Kursgewinne zu. Große Kurssprünge seien zwar nicht zu erwarten, der Leitindex werde aber Schritt für Schritt zulegen, sagen Aktienstrategen voraus.
HB FRANKFURT. „Der Dax wird sich mit angezogener Handbremse weiter nach oben bewegen“, prognostiziert Frank Schallenberger, Aktienstratege bei der LBBW. Allerdings mangele es dem Markt etwas an Impulsen. „Es gibt zwar keinen Verkaufsdruck, aber die Anleger wollen auch nicht um jeden Preis „rein in den Markt.“
17 von Reuters befragte Banken und Broker rechnen im Schnitt zum Jahresende mit einem Stand des Dax bei rund 4.640 Punkten. Damit liegen sie etwas über den Prognose von Dezember 2004. Zum jetzigen Dax-Stand wäre dies ein Plus von gut fünf Prozent.
Die Aktienstrategen sind sich einig: Risikofaktor Nummer eins für die Märkte bleibt der Ölpreis, der erst in der vergangenen Woche ein Rekordhoch bei über 58 Dollar erklommen hatte. Zwar fiel der Ölpreis in den vergangenen Tagen wieder, hielt sich aber weiter über 50 Dollar. Auch den Euro behalten die Experten weiter im Auge.
„Die Risikofaktoren sind Öl und der Euro. Beide halten den Dax in der Handelsspanne von 4.300 bis 4.400 gefangen. Diese müssten wegfallen, damit es nach oben gehen könnte“, sagte Christian Kahler, Aktienstratege bei der DZ Bank. Ähnlich sieht es sein Kollege Carsten Klude von MM Warburg. „Dem Markt fehlt der Impulsgeber. Helfen könnte es, wenn der Ölpreis sinken würde.“
Während sich die US-Märkte und die europäischen Indizes in der Vergangenheit meist im Gleichschritt bewegt hatten, hat sich der Dax seit Jahresanfang deutlich besser entwickelt als der US-Standardwerteindex Dow Jones und die US-Technologiewerte. Der deutsche Leitindex hat rund drei Prozent an Wert gewonnen, dagegen hat der Dow-Jones-Index zwei Prozent eingebüßt, der Nasdaq-Index sogar rund acht Prozent.
„Die US-Märkte waren bisher überraschend schwach. Zum einen liegt das an der günstigen Bewertung europäischer Aktien“, sagt Klude. „Zudem sind die Inflations- und Zinsängste und die Sorgen über die negativen Auswirkungen des hohen Ölpreises in den USA offenbar ausgeprägter.“
Die Prognosen der einzelnen Banken für den Dax zum Ende 2005:
ABN Amro: 4.600
Bankgesellschaft Berlin: 4.400
BayernLB: 4:700
BHF Bank: 4.600
Commerzbank: 4.900
Deutsche Bank: 4.800
DZ Bank: 4.650
Helaba: 4.300
HSBC: 4.100
HVB: 4.575
Landesbank Rheinland-Pfalz: 4.700
Lang & Schwarz: 4.050
LBBW: 4.600
MM Warburg: 4.750
NordLB: 4.500
Postbank: 4.700
Sal. Oppenheim: 4.600
Steubing: 5.584
UBS: 4.800
WestLB: 4.400
Durchschnitt: 4.637
Quelle: HANDELSBLATT, Mittwoch, 13. April 2005, 16:43 Uhr
...be invested
Der Einsame Samariter
Analysten: Dax hat weiteres Aufwärtspotenzial
Trotz des Risikofaktors Ölpreis trauen Experten dem Deutschen Aktienindex (Dax) bis zum Jahresende weitere Kursgewinne zu. Große Kurssprünge seien zwar nicht zu erwarten, der Leitindex werde aber Schritt für Schritt zulegen, sagen Aktienstrategen voraus.
HB FRANKFURT. „Der Dax wird sich mit angezogener Handbremse weiter nach oben bewegen“, prognostiziert Frank Schallenberger, Aktienstratege bei der LBBW. Allerdings mangele es dem Markt etwas an Impulsen. „Es gibt zwar keinen Verkaufsdruck, aber die Anleger wollen auch nicht um jeden Preis „rein in den Markt.“
17 von Reuters befragte Banken und Broker rechnen im Schnitt zum Jahresende mit einem Stand des Dax bei rund 4.640 Punkten. Damit liegen sie etwas über den Prognose von Dezember 2004. Zum jetzigen Dax-Stand wäre dies ein Plus von gut fünf Prozent.
Die Aktienstrategen sind sich einig: Risikofaktor Nummer eins für die Märkte bleibt der Ölpreis, der erst in der vergangenen Woche ein Rekordhoch bei über 58 Dollar erklommen hatte. Zwar fiel der Ölpreis in den vergangenen Tagen wieder, hielt sich aber weiter über 50 Dollar. Auch den Euro behalten die Experten weiter im Auge.
„Die Risikofaktoren sind Öl und der Euro. Beide halten den Dax in der Handelsspanne von 4.300 bis 4.400 gefangen. Diese müssten wegfallen, damit es nach oben gehen könnte“, sagte Christian Kahler, Aktienstratege bei der DZ Bank. Ähnlich sieht es sein Kollege Carsten Klude von MM Warburg. „Dem Markt fehlt der Impulsgeber. Helfen könnte es, wenn der Ölpreis sinken würde.“
Während sich die US-Märkte und die europäischen Indizes in der Vergangenheit meist im Gleichschritt bewegt hatten, hat sich der Dax seit Jahresanfang deutlich besser entwickelt als der US-Standardwerteindex Dow Jones und die US-Technologiewerte. Der deutsche Leitindex hat rund drei Prozent an Wert gewonnen, dagegen hat der Dow-Jones-Index zwei Prozent eingebüßt, der Nasdaq-Index sogar rund acht Prozent.
„Die US-Märkte waren bisher überraschend schwach. Zum einen liegt das an der günstigen Bewertung europäischer Aktien“, sagt Klude. „Zudem sind die Inflations- und Zinsängste und die Sorgen über die negativen Auswirkungen des hohen Ölpreises in den USA offenbar ausgeprägter.“
Die Prognosen der einzelnen Banken für den Dax zum Ende 2005:
ABN Amro: 4.600
Bankgesellschaft Berlin: 4.400
BayernLB: 4:700
BHF Bank: 4.600
Commerzbank: 4.900
Deutsche Bank: 4.800
DZ Bank: 4.650
Helaba: 4.300
HSBC: 4.100
HVB: 4.575
Landesbank Rheinland-Pfalz: 4.700
Lang & Schwarz: 4.050
LBBW: 4.600
MM Warburg: 4.750
NordLB: 4.500
Postbank: 4.700
Sal. Oppenheim: 4.600
Steubing: 5.584
UBS: 4.800
WestLB: 4.400
Durchschnitt: 4.637
Quelle: HANDELSBLATT, Mittwoch, 13. April 2005, 16:43 Uhr
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