Ich habe mir fast alle alten Börsenzeitungen aufgehoben. Sei es Börse-Online, Euro am Sonntag - teilweise habe ich Ausgaben bis 1997 zurück.
Die habe ich heute mal rausgekramt und bin gleich bei den Ausgaben September/Oktober 2000 hängen geblieben. Für alle zur Erinnerung die es nicht mehr wissen, der Nemax50 stand da so um die 5000 Punkte, DAX bei ca. 6800.
Wirklich lustig was man da so lesen konnte. Was zu den Perlen am Neuen Markt geschrieben wurde. Schon damals wusste ich, Brokat ist ein Saftladen der es nie schaffen wird. Aber WestLB hat ein Kursziel von 150 Euro gesehen. Und oh, schau mal einer, Enron wurde bei 84 Euro mit viel Potential gesehen. Ist schon erstaunlich. Beim groben überfliegen würde ich sagen: 90% aller Tips haben sich als grundlegend falsch herausgestellt. Nochmal 5% der Tips liegen auch in den Miesen - aber das liegt mehr an den Wirtschaftsrahmendaten, die empfohlenen Unternehmen habe sich gut entwickelt, nur der Aktienkurs nicht. Und vielleicht gerademal 5% der Tips liegen noch im Kursplus. Dazu gehört z.B. Porsch, die umgerechnet von 400 Euro auf jetzt ca. 470 Euro gestiegen sind.
Wie IMMER hat sich gezeigt, das die ANALysten total im Trüben fischen. So wurden Intel und Siemens absolut gelobt, die Zahlen wären doch toll, da ging noch was. Die 10-25% Kursverlust vom Top wären ungerechtfertigt. Also Entweder Blödheit, oder pure Absicht um die Anleger zu täuschen. Was anderes kann es nicht sein. Und da gibt es keine Ausnahme. Berenberg Bank, WestLB, Merryl Lynch, Goldman Sachs, Dresdner Kleinwort Benson. Sie lagen ALLE voll daneben.
Und was haben die lieben gemacht als die Kurse rutschten? Panik! Wer bitte hat den im September 2001 oder September 2002 empfohlen mal ein paar Schnäppchen einzusammeln??? Jeder Blinde - der nicht total unter Schock stand - konnte doch 09/2001 erkennen, das Porsche zu 200 Euro ein Mega-Schnäppchen ist. Und Amazon, sicher riskant, aber unter 8 $ Ende 2001??? Wenn Amazon kaufen, dann in so einem Moment! Und da gibt es haufenweise mehr Werte wo es so liegt. Die Analysten haben dort eher noch mehr Panik gemacht. Bei FMC hat man dauernd auf die so hohen Risiken hingewiesen. Mir egal, ich habe FMC für unter 24 gekauft, und Cititbank unter 28. Porsche habe ich vor lauter schiss leider auch verpasst. Da habe ich mich dann von der Gesamt-Panik anstecken lassen. Und ich werde weiter einsammeln was ich gerne günstig kaufen möchte. Als nächstes steht bei mir General Electric auf der Liste. Und da ist mir Wurst was die Analysten sagen, GE unter 20$ und ich greife zu.
Die Wirtschaft mag sich vielleicht erst in 3 oder 4 Jahren erholen. Wenn man aber Substanzwerte günstig kriegen kann, dann sollte man zuschlagen. Und wenn Werte doppelt so teuer sind wie ihr langjähriger Durchschnitt, dann muss man verkaufen oder einen knall-engen Stop setzen. Egal was die schreibende und babbelnde Zunft einem ins Ohr säuselt.
Alte Börsenmagazine sind echt was lehrreiches. Natürlich wird sich in der Zukunft nichts genauso wiederholen, aber man kann die Märkte besser verstehen, Zeichen deuten und versteckte Absichten aufdecken. Auch wenn man mit Aktien in den vergangenen 24-30 Monaten fast ausnahmslos verloren hat, und stillhalten eher fehlerhaft war: In der Ruhe liegt die Kraft. Ein gutes Börsenportfolio baut man sich über Jahre auf. Man lebt und lernt damit, man steigert sein Kapital auf Sicht von 10-20 Jahren. Und da gewinnt nicht der, der einmal einen guten Riecher hat, sonder der, der eine ausgewogene und besonnene Strategie verfolgt.
volvic
Die habe ich heute mal rausgekramt und bin gleich bei den Ausgaben September/Oktober 2000 hängen geblieben. Für alle zur Erinnerung die es nicht mehr wissen, der Nemax50 stand da so um die 5000 Punkte, DAX bei ca. 6800.
Wirklich lustig was man da so lesen konnte. Was zu den Perlen am Neuen Markt geschrieben wurde. Schon damals wusste ich, Brokat ist ein Saftladen der es nie schaffen wird. Aber WestLB hat ein Kursziel von 150 Euro gesehen. Und oh, schau mal einer, Enron wurde bei 84 Euro mit viel Potential gesehen. Ist schon erstaunlich. Beim groben überfliegen würde ich sagen: 90% aller Tips haben sich als grundlegend falsch herausgestellt. Nochmal 5% der Tips liegen auch in den Miesen - aber das liegt mehr an den Wirtschaftsrahmendaten, die empfohlenen Unternehmen habe sich gut entwickelt, nur der Aktienkurs nicht. Und vielleicht gerademal 5% der Tips liegen noch im Kursplus. Dazu gehört z.B. Porsch, die umgerechnet von 400 Euro auf jetzt ca. 470 Euro gestiegen sind.
Wie IMMER hat sich gezeigt, das die ANALysten total im Trüben fischen. So wurden Intel und Siemens absolut gelobt, die Zahlen wären doch toll, da ging noch was. Die 10-25% Kursverlust vom Top wären ungerechtfertigt. Also Entweder Blödheit, oder pure Absicht um die Anleger zu täuschen. Was anderes kann es nicht sein. Und da gibt es keine Ausnahme. Berenberg Bank, WestLB, Merryl Lynch, Goldman Sachs, Dresdner Kleinwort Benson. Sie lagen ALLE voll daneben.
Und was haben die lieben gemacht als die Kurse rutschten? Panik! Wer bitte hat den im September 2001 oder September 2002 empfohlen mal ein paar Schnäppchen einzusammeln??? Jeder Blinde - der nicht total unter Schock stand - konnte doch 09/2001 erkennen, das Porsche zu 200 Euro ein Mega-Schnäppchen ist. Und Amazon, sicher riskant, aber unter 8 $ Ende 2001??? Wenn Amazon kaufen, dann in so einem Moment! Und da gibt es haufenweise mehr Werte wo es so liegt. Die Analysten haben dort eher noch mehr Panik gemacht. Bei FMC hat man dauernd auf die so hohen Risiken hingewiesen. Mir egal, ich habe FMC für unter 24 gekauft, und Cititbank unter 28. Porsche habe ich vor lauter schiss leider auch verpasst. Da habe ich mich dann von der Gesamt-Panik anstecken lassen. Und ich werde weiter einsammeln was ich gerne günstig kaufen möchte. Als nächstes steht bei mir General Electric auf der Liste. Und da ist mir Wurst was die Analysten sagen, GE unter 20$ und ich greife zu.
Die Wirtschaft mag sich vielleicht erst in 3 oder 4 Jahren erholen. Wenn man aber Substanzwerte günstig kriegen kann, dann sollte man zuschlagen. Und wenn Werte doppelt so teuer sind wie ihr langjähriger Durchschnitt, dann muss man verkaufen oder einen knall-engen Stop setzen. Egal was die schreibende und babbelnde Zunft einem ins Ohr säuselt.
Alte Börsenmagazine sind echt was lehrreiches. Natürlich wird sich in der Zukunft nichts genauso wiederholen, aber man kann die Märkte besser verstehen, Zeichen deuten und versteckte Absichten aufdecken. Auch wenn man mit Aktien in den vergangenen 24-30 Monaten fast ausnahmslos verloren hat, und stillhalten eher fehlerhaft war: In der Ruhe liegt die Kraft. Ein gutes Börsenportfolio baut man sich über Jahre auf. Man lebt und lernt damit, man steigert sein Kapital auf Sicht von 10-20 Jahren. Und da gewinnt nicht der, der einmal einen guten Riecher hat, sonder der, der eine ausgewogene und besonnene Strategie verfolgt.
volvic