AIXTRON steht trotz Auftrag wieder auf verlorenem Posten
Herzogenrath (aktiencheck.de AG) - Die Aktie von AIXTRON SE (ISIN
DE000A0WMPJ6 / WKN
A0WMPJ) kann heute nicht von einem Auftragseingang profitierten, den der Technologiekonzern heute vermeldete. So verschlechtert sich der Titel derzeit um 1,3 Prozent und zählt damit zu den schwächeren Werten im TecDAX (ISIN
DE0007203275 / WKN
720327).
Der Konzern verlautbarte heute, dass das in China ansässige Nanjing Electronic Devices Institute (NEDI) eine 12x4-Zoll AIX 2600G3 IC- sowie eine VP2400HW-Anlage mit einer Waferkapazität von 6x4-Zoll bestellt hat. Dabei handelt es sich um einen Folgeauftrag. Mit den Reaktoren will das Institut Hochleistungsbauelemente und LEDs erforschen. Nach der Auslieferung im dritten und vierten Quartal 2011 wird ein AIXTRON-Serviceteam die Anlagen in NEDIs moderner Produktionsstätte installieren und in Betrieb nehmen.
Dass die Aktie heute nicht positiv auf den Auftrag reagiert, dürfte vor allem auch an negativen Analysteneinschätzungen zu dem Wert liegen, die zuletzt veröffentlicht wurden. So stuften die Analysten von Barclays Capital das Papier gestern mit "equal weight" ein und bestätigten ihr Kursziel von 12 Euro. Ihrer Meinung nach könnten LED-Equipment-Anbieter wie AIXTRON wegen der schwachen Nachfrage aus Asien zunächst weitere Kursschwächen zeigen.
Noch deutlich pessimistischer zeigten sich bereits am 4. Oktober die Analysten der Citigroup Inc. (ISIN
US1729674242 / WKN
A1H92V). So empfahlen sie das Papier weiter zum Verkauf und senkten ihr Kursziel von 10 Euro auf 8 Euro.
Sie wiesen darauf hin, dass die chinesische Regierung anscheinend inzwischen eine lange Liste von Angaben, u.a. zur Verifizierung von Personal- und Standorten verlange, bevor LED-Hersteller Renminbi zum Kauf von MOVCD-Werkzeugen in US-Dollar oder Euro eintauschen dürften. Im Zusammenspiel mit jüngsten Projekteinstellungen erkläre dies die Auslieferungsverzögerungen sowie den Auftragsrückgang bei MOVCD-Herstellern. Daher sind die Analysten der Meinung, dass ein beträchtlicher Teil des chinesischen Auftragsbestandes in Gefahr ist.
Kundenangaben zufolge habe AIXTRON einige Preise innerhalb von sechs bis neun Monaten um rund 50 Prozent gesenkt, um keine Marktanteile zu verlieren. Die Analysten haben ihre Gewinn- und Umsatzprognose für das laufende Jahr gesenkt. Für 2012 rechnen sie sogar mit einem Abrutschen in die Verlustzone.
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