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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender DAX-Kurs | 5,00 | 10,00 | 15,00 | |
| Fallender DAX-Kurs | 5,00 | 10,01 | 14,98 | |
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Wenn Freenet tatsächlich Probleme bei der Integration von Debitel hat, warum wird dann angenommen, dass Freenet zusätzlich noch eine Drillisch-Übernahme erfolgreich stemmen könnte?
Ich habe in 16162 von Biergott so etwas gelesen:
Es steht immer noch kein Konzept, wie Deb integriert werden soll und wo eingespart werden soll. Wie wollen die das in 2009 alles schaffen, 400 Mio. EBITDA erwirtschaften und das in 2010 eventuell weiter steigern??
Und am Kurs sieht man wie skeptisch der komplette Markt ist (mal nen gewissen Abschlag wegen der Finanzkrise mit einkalkuliert, is ja momentan nicht unbedeutend, wenn auch ziemlich unrelevant für FRN).
Aber dennoch, wenn Freenet der profitabelste Provider ist, warum ihn dann den VV durch einen anderen ersetzen, der ein nicht so profitables gewirtschaftet hat?
Bitte mich nicht falsch verstehen. Mir ist schon klar, dass man als Drillisch-Aktionär gern die Fusion von Freenet und Drillisch gebrauchen könnte. Umgekehrt ist es vielleicht nicht so günstig, wie es den Anschein hat - in dem Punkt bin ich mir allerdings im Moment nicht sicher.
Ich hatte mich übrigens verlesen, Juche. Ich dachte Du meintest Freenet sei der profitabelste. Trotzdem frage ich mich, warum Freenet unter diesen Voraussetzungen Drillisch kaufen sollte, wenn Drillisch doch schon sehr autark ist und sich aufgrund der Struktur (z.B. eigenes Billing) sich daruas absehbar Probleme bei der Integration ergeben: Synergieneffekte lassen sich so schwer erzielen. Geld spart man ein, indem man beispielsweise das Billing und Einkauf nicht jeder für sich macht, sondern zentral verwaltet wird. Wenn ich richtig informiert bin, dann verteilt sich das Drillisch geschäft zusätzlich noch über mehrere Töchterfirmen... Integration ist da nicht so einfach, finde ich.
Ich kann mir auch nicht so recht vorstellen, dass jemand, der nicht denkt, fest im Sattel zu sitzen, einfach so einen Gegner wie Herrn Seil loswerden kann.
Und ich kann mir eigentlich nur schwer Vorstellen, dass ein Vorstand, der gerade erfolgreich seinen schärfsten Konkurrenten losgeworden ist, sich durch einen Zukauf freiwillig einen alten Gegner (inklusive unbezahlter Rechnungen usw.) ins Haus holt. Die absehbaren Differenzen kann kein Großaktionär wollen.
PC hat sich eigentlich schon eindeutig geäußert (15.08.2007):
Weiteres Kundenwachstum im Vertragskundenbereich ist nach Ansicht von Vorstandschef Paschalis Choulidis gegenwärtig nur noch mit einem "nicht mehr vertretbaren Aufwand" zu erzielen. Drillisch werde sich daran nicht mehr beteiligen, sondern versuchen, weiter wirtschaftlich zu wachsen. Choulidis bemüht sich seit längerem um eine Kosolidierung der mit sinkenden Margen kämpfenden Mobilfunkbranche.
www.teltarif.de/arch/2007/kw33/s26872.html
Es ist natürlich schlecht, wenn man sich so festlegt und alles auf eine Karte setzt: Ich lese das vor dem Hintergrund einer gescheiterten Freenet-Übernahme mit großer Beunruhigung.
Das Problem besteht darin: Was macht Drilisch, wenn sie niemanden übernehmen können oder übernommen werden? Dann gibt es folglich auch keine Zuwächse mehr und somit wäre Drilliisch ohne Perspektive. (Kunden gewinnen können sie nach eigenen Angaben anscheind nicht mehr.)
Wenn auch noch die Margen im Serviceprovidergeschäft zurückgehen und ein noch größerer Konkurrent entstanden ist (Freenet+Debitel), der womöglich noch zu besseren Konditionen als Drillisch einkaufen kann, ist das allein schon ein Grund zur Sorge.
Ich habe mir überlegt, dass Freenet gegenüber eigentlich nicht im Zugzwang ist: Natürlich werden sie die DSL-Sparte gegen eigene Aktien und ein bisschen Cash an UI verkaufen. Damit wäre UI glücklich: UI will vermutlich Freenet überhaupt nicht zerschlagen - ich glaube nicht, dass sie ins Serviceprovidergeschäft einsteigen wollen und Drillisch halten bzw. Drillisch(!) aufkaufen wollen wie ich es irgendwo mal hier gelesen habe. UI ist dann vollständig aus der Sache raus, denn sie haben bekommen was sie wollten, nämlich das DSL-Geschäft. Nur Drillisch steht mit leeren Händen da und kann zu allem übel auch nicht weiter nennenswert wachsen.
Freenet kann es sich vermutlich leisten, zuerst einmal den Debitel-Merger abzuschließen und Synergieneffekte wirken zu lassen. Ich denke, man wird sich mit der nächsten Übernahme etwas Zeit lassen.
Was sehe ich falsch?
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