von Gopas bei WO:
Mobilcom macht sich für Wachstum fit
Der künftige Mobilcom-Chef Eckhard Spoerr will die hohen Barmittel des Unternehmens einem Zeitungsbericht zufolge zügig nutzen. Dabei erwägt Spoerr auch Zukäufe.
Eckhard Spoerr wird ab Herbst das fusionierte Unternehmen leitenBei der geplanten Verschmelzung von Mobilcom mit der Tochter Freenet stünden dem Unternehmen 300 Mio. Euro zur Verfügung, zitierte die " Süddeutsche Zeitung" den derzeitigen Chef von Freenet am Montag. " Damit muss man etwas machen" , sagte Spoerr dem Bericht zufolge. Spoerr soll zunächst ab dem 1. September neben seiner Chefposition bei Freenet Vorstandsvorsitzender bei der Muttergesellschaft Mobilcom werden, bevor er die Leitung des fusionierten Unternehmens übernimmt. Vorangetrieben hatte die Verschmelzung allerdings der scheidende Mobilcom-Chef Thorsten Grenz.
Spoerr sagte der Zeitung zufolge, er sei Verfechter einer Wachstumsstrategie und an Übernahmen interessiert. Wenn es aber keine attraktiven Kaufobjekte gebe, müsse die " Kapitalstruktur optimiert werden" . Unter bestimmten Voraussetzungen könnten die durch die Fusion aufgedeckten stillen Reserven auch steuerfrei ausgeschüttet werden, wurde Spoerr zitiert. Eine größere Ausschüttung sei im Gespräch mit dem US-Großaktionär Texas Pacific Group (TPG) aber nicht das Thema gewesen.
Die " Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" hatte unter Berufung auf Aufsichtsratskreise berichtet, dass Grenz den Mobilcom-Vorstand des Unternehmens verlasse, weil er sich mit TPG nicht auf die Höhe der Dividendenausschüttung einigen konnte. Die Zeitung zitierte einen Mobilcom-Sprecher hingegen mit den Worten, über Ausschüttungen sei im Aufsichtsrat nicht gesprochen worden. Grenz scheide im besten Einvernehmen aus. Die Zeitung berichtete, TPG dränge darauf die liquiden Mittel auszuschütten und zur Finanzierung einer höheren Dividende Kredite aufzunehmen
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300 Mio., die für Zukäufe zur Verfügung stehen; so ein Zufall, das könnte tatsächlich reichen für Drillisch (9,17 Euro)