ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Weitere Gewinne vor Nvidia-Zahlen
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienindizes haben am Mittwoch weiter zugelegt. Medienberichten zufolge hat US-Präsident Donald Trump Fortschritte in Verhandlungen mit dem Iran signalisiert. Zudem wird der nach New Yorker Börsenschluss anstehende Quartalsbericht des KI-Chip-Riesen Nvidia (Nvidia Aktie) schon mit Spannung erwartet. "Wenn Nvidia enttäuscht, könnte es ungemütlich werden", warnte Marktexperte Maximilian Wienke vom Broker Etoro.
Besonders stark präsentierte sich der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 : Er baute im Kielwasser der freundlichen New Yorker Börsen sein Plus aus und schloss 2,13 Prozent höher mit 5.976,07 Punkten. Für den Londoner FTSE 100 ging es letztlich um 0,99 Prozent auf 10.432,34 Punkte bergauf. Der Züricher SMI verabschiedete sich mit einem Gewinn von 0,26 Prozent auf 13.399,29 Punkte.
Nvidia sei längst kein normales Unternehmen mehr, sondern der zentrale Taktgeber des globalen KI-Booms, führte Experte Wienke aus. Die Bestmarke der Aktien aus der Vorwoche lässt darauf schließen, dass die Erwartungen an das Unternehmen hoch sind.
Im europäischen Branchentableau waren am Mittwoch vor den Nvidia-Zahlen Technologiewerte mit am meisten gefragt. Ähnlich wie in New York zogen Halbleiteraktien kräftig an: Der Chipausrüster ASML eroberte mit einem Kursplus von 6,7 Prozent die EuroStoxx-Spitze, gefolgt vom Chiphersteller Infineon (Infineon Aktie) mit plus 5,1 Prozent. Im französischen Cac 40 führten die Titel von STMicroelectronics mit einem Anstieg um 6 Prozent die Gewinnerliste an.
Auch bei Reise- und Freizeit- sowie Bankentiteln griffen die Anleger zur Wochenmitte beherzt zu. Unter den wenigen Verlierern fanden sich die Aktien von Medienunternehmen . Der stark gelaufene Index der Öl- und Gaskonzerne kam angesichts der weiter sinkenden Ölpreise kaum von der Stelle.
Unter den Einzelwerten erholten sich die in Amsterdam gelisteten Aktien von CSG um weitere fast 9 Prozent. Der tschechische Rüstungskonzern hatte starke Zahlen für das erste Quartal vorgelegt./gl/he
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