- Japans Aktienmarkt ist unter Druck geraten.
- Der Nikkei-Index schloss unter 60.000 Zählern.
- Die Rendite japanischer Staatsanleihen stieg auf 2,81%.
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Japans Aktienmarkt ist deutlich unter Druck geraten. Noch gestern schloss der Nikkei-Index erstmals seit 3 Wochen unter der Marke von 60.000 Zählern. Der breiter gefasste Topix verlor ebenfalls.
Belastet wurde der Markt vor allem durch steigende Ölpreise und den weltweiten Ausverkauf am Anleihemarkt. Die Rendite der wichtigsten japanischen Staatsanleihe war am Dienstag auf 2,81 Prozent gestiegen und erreichte damit den höchsten Stand seit Beginn der Vergleichsdaten im Dezember 1998.
Zusätzlicher Druck vom Ölmarkt
Der Preis für Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) hielt sich weitgehend über 100 US-Dollar je Barrel. Anleger reagierten nervös auf die verschärfte Lage im Nahen Osten, nachdem US-Präsident Donald Trump weitere militärische Schritte gegen den Iran nicht ausgeschlossen hatte.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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"Es wächst die Besorgnis darüber, wie stark die Rohölpreise angesichts der zunehmenden Spannungen steigen könnten", sagte Maki Sawada von Nomura (Nomura Aktie) Securities. Am Nachmittag weitete sich der Ausverkauf aus, weil Fortschritte bei möglichen Friedensgesprächen weiter ausblieben.
Unter Druck gerieten vor allem Titel aus den Bereichen Nichteisenmetalle, Bau sowie Öl- und Kohleprodukte. Auch einige Aktien aus den Segmenten künstliche Intelligenz und Halbleiter wurden verkauft. Anleger nahmen vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Nvidia (Nvidia Aktie) Gewinne mit.
Der US-Dollar notierte in Tokio zugleich stabil bei rund 159 Yen. Marktteilnehmer blieben jedoch vorsichtig, nachdem Japans Finanzministerin Satsuki Katayama weitere Schritte gegen starke Währungsschwankungen angedeutet hatte.
Daniel Hurley von T. Rowe Price sieht die Yen-Entwicklung weiterhin als wichtigen Faktor für japanische Aktien. Eine moderate Schwäche der Währung stütze Exporteure und international ausgerichtete Industriekonzerne. Eine abrupte Aufwertung könne dagegen die Gewinnperspektiven belasten. Zugleich werde der Markt selektiver. Anleger achteten stärker auf Unternehmen mit Preissetzungsmacht, Binnenmarktfokus und strukturellem Wachstum.
Trotz der aktuellen Schwäche bleibt Hurley für Japan grundsätzlich positiv. Er verweist auf Unternehmensreformen, höhere Kapitalrückführungen an Aktionäre und die starke Position des Landes in Halbleiterausrüstung, Robotik und Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Nach der kräftigen Rallye dürfte die nächste Marktphase jedoch stärker von tatsächlichem Gewinnwachstum abhängen als von weiter steigenden Bewertungen.
Autor: sbh-Redaktion/neb
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