ARIVA.DE Redaktion  | 
aufrufe Aufrufe: 806

Japan-Aktien kippen – dieser Mix aus Öl, Zinsen und Yen wird gefährlich

Der Nikkei fällt zeitweise unter 60.000 Punkte. Steigende Ölpreise, höhere Anleiherenditen und ein nervöser Yen belasten Tokio. Jetzt rückt auch Nvidia in den Fokus.
play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Die Skyline von Tokio,der Hauptstadt Japans und eine der größten und modernsten Metropolen der Welt.
Quelle: - ©unsplash.com
Nikkei 225 60.341,9 Nikkei 225 Chart -0,61%
Zugehörige Wertpapiere:
Nvidia Corp 193,64 € Nvidia Corp Chart +1,86%
Zugehörige Wertpapiere:
WTI Rohöl NYMEX Rolling 101,5236 $ WTI Rohöl NYMEX Rolling Chart -2,82%
Zugehörige Wertpapiere:

Japans Aktienmarkt ist deutlich unter Druck geraten. Noch gestern schloss der Nikkei-Index erstmals seit 3 Wochen unter der Marke von 60.000 Zählern. Der breiter gefasste Topix verlor ebenfalls.

Belastet wurde der Markt vor allem durch steigende Ölpreise und den weltweiten Ausverkauf am Anleihemarkt. Die Rendite der wichtigsten japanischen Staatsanleihe war am Dienstag auf 2,81 Prozent gestiegen und erreichte damit den höchsten Stand seit Beginn der Vergleichsdaten im Dezember 1998.

Zusätzlicher Druck vom Ölmarkt

Der Preis für Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) hielt sich weitgehend über 100 US-Dollar je Barrel. Anleger reagierten nervös auf die verschärfte Lage im Nahen Osten, nachdem US-Präsident Donald Trump weitere militärische Schritte gegen den Iran nicht ausgeschlossen hatte.

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB59129 , DE000NB6KXW3 , DE000NB6LJ48 , DE000NB6NV32 , DE000NB6FTT7 , DE000NB6NVY7 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

"Es wächst die Besorgnis darüber, wie stark die Rohölpreise angesichts der zunehmenden Spannungen steigen könnten", sagte Maki Sawada von Nomura (Nomura Aktie) Securities. Am Nachmittag weitete sich der Ausverkauf aus, weil Fortschritte bei möglichen Friedensgesprächen weiter ausblieben.

Unter Druck gerieten vor allem Titel aus den Bereichen Nichteisenmetalle, Bau sowie Öl- und Kohleprodukte. Auch einige Aktien aus den Segmenten künstliche Intelligenz und Halbleiter wurden verkauft. Anleger nahmen vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Nvidia (Nvidia Aktie) Gewinne mit.

Der US-Dollar notierte in Tokio zugleich stabil bei rund 159 Yen. Marktteilnehmer blieben jedoch vorsichtig, nachdem Japans Finanzministerin Satsuki Katayama weitere Schritte gegen starke Währungsschwankungen angedeutet hatte.

Daniel Hurley von T. Rowe Price sieht die Yen-Entwicklung weiterhin als wichtigen Faktor für japanische Aktien. Eine moderate Schwäche der Währung stütze Exporteure und international ausgerichtete Industriekonzerne. Eine abrupte Aufwertung könne dagegen die Gewinnperspektiven belasten. Zugleich werde der Markt selektiver. Anleger achteten stärker auf Unternehmen mit Preissetzungsmacht, Binnenmarktfokus und strukturellem Wachstum.

Trotz der aktuellen Schwäche bleibt Hurley für Japan grundsätzlich positiv. Er verweist auf Unternehmensreformen, höhere Kapitalrückführungen an Aktionäre und die starke Position des Landes in Halbleiterausrüstung, Robotik und Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Nach der kräftigen Rallye dürfte die nächste Marktphase jedoch stärker von tatsächlichem Gewinnwachstum abhängen als von weiter steigenden Bewertungen.

Autor: sbh-Redaktion/neb


Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend