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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Trumps Zoll-Ankündigung gegen EU belastet wenig

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Börsen haben sich am Montag vergleichsweise wenig belastet von den angekündigten neuen US-Zöllen gegen die EU gezeigt. Mit einem Schlusskurs von 5.370,85 Punkten dämmte der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sein Tagesminus auf 0,23 Prozent ein. Auch der Dax und der französische Cac 40 gingen ungeachtet moderater Verluste fast auf ihren Tageshochs aus dem Handel.

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Außerhalb des Euroraums hielten sich die Märkte noch besser. Der Schweizer SMI schloss fast unverändert mit 11.939,89 Punkten. Für den britischen FTSE 100 ging es sogar um 0,64 Prozent auf 8.998,06 Punkte bergauf. Unterstützung erhielt er vom Index-Schwergewicht Astrazeneca (AstraZeneca Aktie)

US-Präsident Donald Trump will Einfuhren aus der EU ab dem 1. August mit einem Zoll von 30 Prozent belasten. Eigentlich war nach wochenlangen Verhandlungen eine baldige Vereinbarung zur Entschärfung des Handelskonflikts erwartet worden.

"Die jüngsten Zolldrohungen gegen die EU liegen am oberen Ende der zuletzt diskutierten Spannen", schrieben die Anleiheexperten der Commerzbank (Commerzbank Aktie). Allerdings habe Trump wiederholt mit erheblichen Zöllen gedroht, die Fristen aber in den folgenden Tagen verlängert. Die Drohungen vom Wochenende könnten daher wohl als "Teil der üblichen Vorgehensweise" von Trump angesehen werden, hieß es weiter.

Astrazeneca zählte mit einem Kursplus von 2 Prozent zu den besten Werten in London. Der Pharmakonzern veröffentlichte positive Studiendaten zu einem experimentellen Wirkstoff gegen Bluthochdruck. Pharmaaktien hielten sich generell gut dank ihres vergleichsweise sicheren Status in unsicheren Marktphasen. Gleiches galt für die ebenfalls als defensiv geltenden Versorger- und Telekommunikationstitel .

Gemieden wurden hingegen die Sektoren, die von hohen US-Zöllen besonders betroffen sind. Dazu zählten der Automobilsektor und die Hersteller von Luxusgütern und Spirituosen, für die die USA ein wichtiger Absatzmarkt sind.

Aus dem Autosektor stach Volvo Cars mit einem Kursrutsch von 4,4 Prozent noch negativ heraus. Das Unternehmen kündigte wegen verspäteter Markteinführungen zweier Modelle sowie Belastungen durch Zölle in etlichen Märkten eine Abschreibung in Höhe von 11,4 Milliarden schwedischen Kronen (umgerechnet rund eine Milliarde Euro) an. Dies werde das Nettoergebnis im zweiten Quartal mit 9 Milliarden Kronen belasten und in den am 17. Juli anstehenden Geschäftszahlen ausgewiesen.

Im Luxusbereich verloren LVMH , Hermes und Kering bis zu 1,7 Prozent. Die Papiere der Spirituosenhersteller Pernod Ricard und Remy Cointreau fielen um 1,2 beziehungsweise 3,4 Prozent./gl/he

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