PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die wichtigsten europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch ihren jüngsten Erholungskurs deutlich beschleunigt. Sie folgten damit den Vorgaben aus den USA und Fernost, wo die Börsen teilweise massiv zugelegt hatten, nachdem US-Präsident Donald Trump ein Ende der Angriffe auf den Iran in zwei bis drei Wochen in Aussicht gestellt hatte.
Der EuroStoxx 50 zog um 2,93 Prozent auf 5.732,71 Punkte an. Außerhalb des Euroraums stieg der SMI in Zürich um 1,68 Prozent auf 12.991,25 Zähler. Der britische FTSE 100 ("Footsie") kletterte um 1,85 Prozent auf 10.364,79 Punkte nach oben.
"Die Stimmung der Investoren hellt sich zwar etwas auf, dennoch zeigt sich noch keine Euphorie an den europäischen Handelsplätzen", beschrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst vom Handelshaus CMC Markets, die aktuelle Lage.
Die fehlende Euphorie hatte unterdessen ihre Gründe. "Der Konflikt ist nicht gelöst und der Zeitplan bleibt unsicher", gab Maximilian Wienke, Marktanalyst beim Broker eToro, zu bedenken. "Gleichzeitig bleibt eine militärische Eskalation jederzeit möglich."
Von dieser Skepsis zeugten auch die gefallenen, aber nicht eingebrochenen Ölnotierungen. "Der Ölpreis ist seit März mehrfach unter die Marke von 100 US-Dollar gefallen, bisher jedoch nur kurzfristig", merkte Wienke zu der jüngsten Entspannung an. Entsprechend lag der Ölsektor zwar als einzige Branche im Minus, dramatisch waren die Abgaben jedoch nicht.
Ansonsten dominierten Erholungsbewegungen. Dabei standen die zuletzt stärker unter Druck gekommenen Sektoren nun an der Spitze, allen voran die Bankwerte . Die im vergangenen Jahr auffallend gestiegene Branche war in den vergangenen Wochen wegen der immer stärker gewordenen Konjunktursorgen durch den Iran-Krieg unter Druck gekommen. Gut im Rennen lagen nun Unicredit mit einem Aufschlag von 5,6 Prozent.
Auch die Aktien der Fluggesellschaften waren gefragt. Die volatilen Papiere von Air France-KLM zogen um fast 9 Prozent an. Allerdings hatte sie von den Jahreshochs im Februar in der Spitze fast 40 Prozent verloren.
Beim Triebwerksbauer Rolls-Royce stützte neben der allgemeinen Markterholung eine positive Analystenstimme der Bank Wells Fargo. Der Hersteller von Flugzeugteilen dürfte von den steigenden Auslieferungen von Großraumflugzeugen profitieren, hieß es. Ein starkes Wachstum im Ersatzteil-Bereich sollte zudem zu einer deutlichen Anhebung der Ziele für 2028 führen. Rolls-Royce schnellten um 6,6 Prozent nach oben.
Als Schlusslicht im "Footsie" sackten Berkeley Group Holdings um fast zehn Prozent ab. Der Bauträger rechnet jetzt mittelfristig mit geringeren Gewinnen als zunächst erwartet. Begründet wurde dies mit einem geringeren Potenzial für Leitzinssenkungen wegen des Iran-Kriegs./la/he
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