PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Nach zwei schwachen Handelstagen hat der EuroStoxx 50 am Mittwoch nur noch leicht nachgegeben. Gestützt wurde der Eurozone-Leitindex von der freundlich in den Tag gestarteten Wall Street, wo die wieder etwas gesunkenen Ölpreise für Beruhigung sorgten. Derweil bleibt die Lage im Nahem Osten angespannt.
Für dich zusammengefasst:
Der EuroStoxx fiel um 0,11 Prozent auf 6.362,15 Punkte.
Der Schweizer SMI stieg um 0,20 Prozent auf 14.362,97 Punkte.
Die Aktien der Deutschen Bank legten um über ein Prozent zu.
Der EuroStoxx fiel um 0,11 Prozent auf 6.362,15 Punkte. Außerhalb des Euroraums stieg der Schweizer Leitindex SMI um 0,20 Prozent auf 14.362,97 Punkte, während der britische FTSE 100 ("Footsie") um 0,30 Prozent auf 10.756,45 Zähler sank.
Indes werde die Stimmung an den Finanzmärkten mit Blick auf die kommenden geldpolitischen Entscheidungen immer nervöser, schrieb Marktanalyst Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Markets. Dabei spielten die Entwicklungen an den Energiemärkten eine zunehmend wichtigere Rolle: "Je höher die Ölpreise steigen, desto mehr Inflationsdruck entsteht, und desto mehr sind die Notenbanken zum Handeln gezwungen." In Europa habe sich die Europäische Zentralbank bereits für einen weiteren Zinsschritt nach oben im September ausgesprochen und wolle damit den Preissteigerungstendenzen entgegenwirken.
Aus Sektorsicht gerieten Einzelhandelsaktien besonders deutlich unter Druck. Hier belasteten die herrschenden Konjunktursorgen und das befürchtete Szenario einer gesamtwirtschaftlichen Stagflation.
Gefragt waren hingegen die Banken . Unter den Standardwerten aus dem Segment ragten Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) und ING heraus. Beide profitierten von Analystenkommentaren.
Nach einer Kaufempfehlung der US-Bank Goldman Sachs setzten die Aktien der Deutschen Bank ihre jüngste Gewinnserie fort und legten um gut ein Prozent zu. "Die Deutsche Bank startet eine Ära höherer Profitabilität", schrieb Analyst Chris Hallam. Angetrieben werde sie durch eine bessere Ertragsdynamik und den operativen Hebel. Besonders positiv hebt der Experte hervor, dass diese Entwicklung ab 2027 mit einer deutlich größeren Flexibilität beim Kapital begleitet werde. Die Anteilscheine von ING zogen um 2,4 Prozent an, nachdem die US-Bank Morgan Stanley diese hochgestuft hatte.
Unter den weiteren Einzelwerten stiegen die Aktien von L'Oreal um 1,5 Prozent. Sie profitierten von einer Hochstufung durch Exane BNP auf "Outperform". Die französische Investmentbank rechnet nun damit, dass sich die Papiere des Kosmetikkonzerns in den kommenden zwölf Monaten besser als der Sektor entwickeln werden.
An der "Footsie"-Spitze gewannen die Papiere von Intercontinental Hotels gut drei Prozent, nachdem die Bank UBS eine Kaufempfehlung ausgesprochen hatte. Analyst Jarrod Castle sieht bei den Anteilscheinen des Hotelkonzerns eine "attraktive Einstiegsgelegenheit". Diese würden aktuell mit einer im historischen Vergleich geringeren Prämie gegenüber bestimmten Mitbewerbern gehandelt./la/he
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