Nvidia-Deal macht Infineon-Aktie nach Kursrücksetzer noch attraktiver!

Markus Weingran Markus Weingran
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Markus Weingran ist seit mehr als 20 Jahren als Kapitalmarkt-Stratege und Aktien-Experte aktiv. Geprägt durch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Finanzexperten Hans A. Bernecker verfolgt er einen klaren Anspruch: in jeder Börsenphase das Beste für Anleger herauszuholen. Weitere Einschätzungen und Trading-Ideen teilt er auch täglich in der wallstreetONLINE Börsenlounge auf YouTube.

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Infieon baut Kooperation mit Nvidia aus
KI-generiert mit DALLE-E
Infineon vertieft seine Partnerschaft mit Nvidia. Neue Technologien für KI-Rechenzentren könnten das Wachstum kräftig beschleunigen. Analysten sehen starkes Potenzial für die Aktie.
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Infineon baut seine Zusammenarbeit mit Nvidia weiter aus und könnte damit zu einem der großen europäischen Profiteure des KI-Booms werden. Der deutsche Halbleiterhersteller entwickelt neue Technologien, die den enormen Strombedarf moderner Rechenzentren effizienter bewältigen sollen. Gleichzeitig wächst das KI-Geschäft rasant. Nach dem jüngsten Kursrücksetzer rückt die Infineon-Aktie damit wieder verstärkt in den Fokus.

Nvidia und Infineon (Infineon Aktie) arbeiten an neuer Stromversorgung

Auf der Nvidia-Entwicklerkonferenz GTC in Berlin haben beide Unternehmen eine Erweiterung ihrer Zusammenarbeit bei 800-Volt-Gleichstromarchitekturen für KI-Rechenzentren angekündigt. Die Kooperation begann bereits im Mai 2025 und wurde im Oktober desselben Jahres weiter konkretisiert.

Im Mittelpunkt steht die Galliumnitrid-Technologie (GaN) von Infineon. Sie kommt in sogenannten Zwischenbus-Wandlern zum Einsatz, die eine hohe Eingangsspannung von 800 Volt auf niedrigere Spannungen für leistungsfähige KI-Prozessoren reduzieren.

Werte aus dem Artikel:
Nvidia Aktie 192,94 € -2,35%
Infineon Aktie 51,54 € -2,92%

Gegenüber herkömmlichen Siliziumhalbleitern können GaN-Bauteile schneller schalten und die Energieverluste bei der Stromumwandlung verringern. Das spart Energie, reduziert die Wärmeentwicklung und ermöglicht kompaktere Stromversorgungssysteme.

Für Betreiber von KI-Rechenzentren ist das besonders wichtig. Denn mit steigender Rechenleistung wachsen auch die Anforderungen an Stromversorgung und Kühlung. Die neuen 800-Volt-Systeme sollen deshalb künftig bestehende Wechselstromarchitekturen ergänzen.

KI-Geschäft könnte sich auf 3,3 Milliarden Euro verdoppeln

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Wie stark Infineon bereits vom Ausbau der KI-Infrastruktur profitiert, zeigen die Umsatzzahlen. Im Jahr 2024 erwirtschaftete der Konzern mit speziellen Stromversorgungslösungen für künstliche Intelligenz rund 250 Millionen Euro. Im laufenden Geschäftsjahr sollen es bereits etwa 1,6 Milliarden Euro werden. Zusätzlich erzielt Infineon jährlich rund 500 Millionen Euro mit klassischen Rechenzentrumsanwendungen.

Für das Geschäftsjahr 2026/27 hatte das Unternehmen bislang einen KI-Umsatz von mehr als 2,5 Milliarden Euro prognostiziert. Angesichts der steigenden Nachfrage könnte diese Zielmarke jedoch deutlich angehoben werden.

Inzwischen erscheint ein Umsatz von bis zu 3,3 Milliarden Euro mit KI-Leistungselektronik möglich. Zusammen mit den übrigen Rechenzentrumsanwendungen könnte das Geschäft damit rund vier Milliarden Euro erreichen.

Bei einem für den Gesamtkonzern angepeilten Umsatz von knapp 20 Milliarden Euro würde das Rechenzentrumsgeschäft damit bereits ungefähr ein Fünftel der Erlöse ausmachen.

Milliardenpotenzial durch langfristige Kundenverträge

Für zusätzliche Planungssicherheit sorgen Vereinbarungen mit wichtigen Kunden aus der Technologiebranche.

Laut DZ-Bank-Analyst Dirk Schlamp hat Infineon mit mehr als zehn Großkunden aus der Cloud-, KI-Chip- und Hardwarebranche langfristige Vereinbarungen zur Reservierung von Produktionskapazitäten abgeschlossen oder verhandelt derzeit darüber.

Das gesamte potenzielle Umsatzvolumen liegt im hohen einstelligen Milliarden-Euro-Bereich. Die Abkommen sehen bestimmte Abnahmemengen und teilweise Vorauszahlungen vor. Feste Verkaufspreise wurden allerdings nicht vereinbart.

Damit verbessern sich die Aussichten auf eine langfristig hohe Nachfrage nach Infineons Leistungshalbleitern. Allerdings ist nicht das gesamte genannte Umsatzpotenzial bereits vertraglich gesichert.

Analyst stuft Infineon auf "Buy" hoch

Auch von Analystenseite gibt es positive Signale. AlphaValue/Baader Europe hat die Infineon-Aktie von "Add" auf "Buy" hochgestuft. Das Kursziel wurde zwar geringfügig von 70,70 auf 70,30 Euro gesenkt, die grundsätzliche Einschätzung fällt mit der neuen Kaufempfehlung jedoch optimistischer aus.

Neue Impulse könnte es bereits am 13. November geben. Dann veröffentlicht Infineon die Geschäftszahlen für das am 30. September beendete Geschäftsjahr 2025/26. Gleichzeitig will das Management seine bisherige Prognose für das KI-Geschäft im kommenden Geschäftsjahr aktualisieren.

Angesichts der dynamischen Entwicklung dürfte insbesondere der neue KI-Ausblick im Mittelpunkt des Anlegerinteresses stehen.

Chart Infineon

Infineon-Aktie: Warum der Rücksetzer interessant ist

Infineon profitiert nicht ausschließlich vom Boom der künstlichen Intelligenz. Der Halbleiterkonzern ist auch in der Automobilindustrie, der Industrieelektronik und bei Anwendungen rund um die Energiewende stark vertreten.

Eine Erholung des klassischen Halbleitermarktes könnte deshalb für zusätzlichen Rückenwind sorgen. Gleichzeitig entwickelt sich die Stromversorgung von KI-Rechenzentren zu einem immer wichtigeren Wachstumstreiber.

Die vertiefte Partnerschaft mit Nvidia stärkt dabei die technologische Position des Unternehmens in einem Markt, der vor einer erheblichen Expansion steht.

Einstiegschance ist da!

Nach dem jüngsten Kursrücksetzer erscheint die Infineon-Aktie wieder attraktiver. Die Aussicht auf eine Erholung des Halbleitermarktes, das rasante Wachstum im KI-Geschäft und die engere Zusammenarbeit mit Nvidia sprechen für weiteres Potenzial. Entscheidend wird nun sein, ob Infineon seine ambitionierten Wachstumsziele am 13. November bestätigt oder sogar übertrifft. Für mittel- bis langfristig orientierte Anleger bleibt die Aktie damit eine interessante Möglichkeit, vom KI-Infrastrukturboom zu profitieren.

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Redaktion Ariva/MW


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