Harte Ansage aus Peking schickt Alibaba auf Talfahrt: Panikverkauf oder Kaufchance des Jahres?
Nicolas Ebert
Nicolas Ebert
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Peking bestellt Alibaba und JD ein, die Aktie rutscht unter 100 Hongkong-Dollar. Doch Analysten sehen fast 80 Prozent Potenzial. Kaufchance oder Falle? Was hinter dem Kurssturz steckt.
Für dich zusammengefasst:
Alibaba-Aktie fiel am Donnerstag um bis zu 6,3 Prozent.
Die Staatliche Behörde forderte strengere Qualitätsstandards.
Analysten sehen ein Kursziel von 186 US-Dollar für Alibaba.
Peking zieht die Zügel an. Alibaba zahlt die Zeche. Die Aktie des chinesischen Onlinehändlers brach am Donnerstag in Hongkong um bis zu 6,3 Prozent ein. Das ist der stärkste Rückgang seit dem 24. August. Auslöser ist die Staatliche Behörde für Marktregulierung. Sie hatte Alibaba, JD und weitere Plattformen nach Peking zitiert und strengere Qualitätsstandards gefordert.
Die Händler hätten zwar auf die Vorgaben aus dem vergangenen Jahr reagiert, erklärte die Behörde. Bei Qualität und Sicherheit gebe es aber weiterhin Risiken. Besonders im Visier stehen der Verkauf per Livestream und Schnelllieferdienste.
Hongkong: Technologiewerte im Ausverkauf
Der Schlag traf die ganze Branche. JD verlor 4,7 Prozent. Der Hang Seng Tech Index brach um bis zu 5,2 Prozent ein, so stark wie seit dem 17. Juli nicht mehr. Den Leitindex Hang Seng, der um bis zu 3,2 Prozent nachgab, zog Alibaba am stärksten nach unten.
Die Analysten bleiben zuversichtlich. Im Schnitt raten 41 Experten laut StockAnalysis zum Kauf. Ihr mittleres Kursziel von 186 US-Dollar liegt fast 80 Prozent über dem Schlusskurs vom Mittwoch in New York.
Für das Septemberquartal erwartet die Bank of America einen bereinigten operativen Gewinn von 30 Milliarden Yuan. Der Durchschnitt der Analysten liegt nur bei 26 Milliarden. Das Cloudgeschäft dürfte um 52 Prozent wachsen. Einen festen Termin für die Zahlen gibt es noch nicht. MarketBeat rechnet mit dem 24. November.
Fazit
Peking bleibt das größte Risiko für Alibaba. Konkrete Strafen sind zwar nicht in Sicht, doch jede Vorladung kann die Aktie auf Talfahrt schicken. Fundamental spricht dagegen einiges für den Konzern. Die Cloud wächst kräftig, und die Analysten trauen der Aktie viel zu. Die Zahlen im November müssen zeigen, ob die Verluste bei den Schnelllieferungen schrumpfen. Allein mit Schnelllieferungen verliert Alibaba laut Bank of America fast zehn Milliarden Yuan (1,33 Mrd. Euro) pro Quartal.
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Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
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