Aktien Europa: Verluste - Ericsson unter Druck

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PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben am Dienstag nachgegeben. Damit reagierten sie auf die angespannte Lage in der Golfregion und die weiter gestiegenen Ölpreise. "Die Straße von Hormus bleibt der Taktgeber für Ölpreis, Inflation und Börsen", fasste Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker Robo Markets die Lage zusammen "Steigende Ölpreise, höhere Anleiherenditen und wachsende Unsicherheit sorgen für Gegenwind."

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Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor gegen Mittag 0,62 Prozent auf 6.232,32 Punkte. Außerhalb des Euroraums sank der Schweizer SMI um 0,71 Prozent auf 14.164,24 Punkte, während der britische FTSE 100 um 0,55 Prozent auf 10.440,12 Zähler nachgab.

Zur Vorsicht am Markt trug die anlaufende US-Berichtssaison bei. Gleich mehrere großen Namen aus der Bankbranche legen Zahlen zum abgelaufenen Quartal vor. Zudem gibt es US-Inflationsdaten. Sie könnten Hinweise auf die weitere US-Geldpolitik liefern.

Die Verluste zogen sich durch die meisten Branchen. Telekomwerte litten dabei unter den Abgaben von Ericsson , die um fast acht Prozent einknickten. Der Netzwerkausrüster hatte im zweiten Quartal auch wegen gestiegener Kosten weniger verdient. Auch Nokia gaben etwas stärker nach.

Auch der Luxussektor musste Federn lassen. Auffallend schwach waren EssilorLuxottica mit drei Prozent Abschlag. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte das Kursziel von 230 auf 200 Euro gesenkt und die Aktien von "Buy" auf "Neutral" abgestuft. Analyst Richard Felton kürzte seine Wachstumsschätzungen für den Optikkonzern. Das Geschäft mit KI-Brillen, das zuletzt für die anziehende Dynamik verantwortlich gewesen sei, stehe nun vor drei Problemen: deutlich höheren Vergleichshürden, intensiverem Wettbewerb und einer möglichen Veränderung des Geschäftsmodells durch eine günstige Smart-Brillenlinie mit Meta .

Werte aus dem Artikel:
Euro Stoxx 50 6.144,56 -0,51%
CH 20 14.727,54 -0,58%
CAC 40 Index 8.025,51 -0,20%
UK 100 10.618,52 -1,40%

Zu den Gewinnern zählten dank der hohen Ölpreise dagegen die Aktien der Ölkonzerne. Noch stärker ging es mit den Stahlwerten nach oben, die damit ihre jüngste Erholung fortsetzten. Sie profitierten erneut von protektionistischen Maßnahmen der Europäischen Union (EU) für Stahlimporte. Hinzu kamen steigende Stahlpreise in der EU. ArcelorMittal (ArcelorMittal Aktie) zogen um ein Prozent an./mf/mis


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