PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben sich am Montag überwiegend freundlich präsentiert. Ihnen half ein deutlicher Rückgang der Ölpreise, den Händler mit verbesserten Aussichten auf Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA begründeten.
Für dich zusammengefasst:
Europas Aktienmärkte schlossen überwiegend freundlich.
Der EuroStoxx 50 stieg um 0,73 Prozent.
Alstom-Aktien fielen um 26 Prozent wegen Quartalszahlen.
Der EuroStoxx 50 baute mit den erholten US-Börsen seinen Gewinn aus und schloss 0,73 Prozent höher bei 6.176,06 Punkten. Damit machte der Leitindex der Eurozone den Rücksetzer vom Freitag großteils wett und knüpfte an seine vorangegangene Erholung an.
Für den Londoner FTSE 100 ging es um weitere 0,29 Prozent auf 10.761,33 Punkte hoch. Dagegen zollte der Züricher SMI mit einem Minus von 0,05 Prozent auf 14.802,52 Punkte seiner jüngsten Rekordjagd ein wenig Tribut.
Der oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, habe grünes Licht für Verhandlungen gegeben, die den seit Monaten andauernden Krieg mit den USA beenden könnten, hieß es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Zuvor hatte schon ein Medienbericht über diplomatische Bemühungen von US-Präsident Donald Trump die Ölpreise sinken lassen. Sorgen vor einer baldigen Wiederaufnahme amerikanischer Militärangriffe wurden so verringert.
Ganz oben in Europas Anlegergunst standen die Aktien von Fluggesellschaften und Touristikunternehmen als Profiteure des Ölpreisrückgangs. So stiegen die Papiere von Air France-KLM um 4,8 Prozent und jene der Airline-Holding IAG um 3,8 Prozent.
Ryanair -Titel legten im Kielwasser dieser Entwicklung um gut 5 Prozent zu, obwohl die Billigfluggesellschaft wegen der hohen Kerosinkosten einen gesunkenen Quartalsgewinn berichtete. Für das kommende Jahr rechnet Ryanair mit zwei Milliarden Euro höheren Treibstoffkosten und plant deshalb ein umfassendes Sparprogramm.
Am unteren Ende des marktbreiten Stoxx Europe 600 lagen hingegen die Ölwerte .
Unter den Einzelwerten standen die Anteilscheine von Alstom mit einem Kurseinbruch von zeitweise 31 Prozent im Anlegerfokus. Am Ende notierten sie noch 26 Prozent im Minus. Der Bahntechnikkonzern strich sein Margenziel für das Geschäftsjahr 2026/27 massiv zusammen. Hauptgrund dafür sind Verzögerungen bei der Auslieferung elektrischer Doppelstocktriebzüge. Alstom kündigt einen Umbau des Unternehmens an und will die Verschuldung um rund zwei Milliarden Euro verringern.
Für die Aktien von Forvia ging es nach der Bekanntgabe von Geschäftszahlen um 5,4 Prozent aufwärts. Der Autozulieferer bekommt weiterhin das schwierige Geschäft der internationalen Automobilhersteller in China zu spüren, wie der Umsatzrückgang in den ersten neun Monaten des Jahres zeigt. Im dritten Quartal legte der Erlös hingegen etwas zu. An seinem Jahresausblick hält Forvia fest./gl/he
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