- Take-Two Aktie verlor im Oktober rund 8,4 Prozent.
- Quartalszahlen werden am 9. November veröffentlicht.
- Prognose für Nettobuchungen liegt zwischen 8,0 und 8,2 Milliarden.
- SpaceX-Hype:
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Markus Weingran Die Vorfreude auf Grand Theft Auto VI steigt, doch an der Börse ist davon wenig zu spüren. Die Aktie des Spieleentwicklers Take-Two Interactive kommt einfach nicht in Fahrt. Im Oktober verlor das Papier rund 8,4 Prozent und beendete den Monat bei 190,17 US-Dollar. Dabei steht mit dem 19. November einer der wichtigsten Veröffentlichungstermine der Unternehmensgeschichte unmittelbar bevor. Können die Quartalszahlen am 9. November endlich die Trendwende auslösen?
CEO Strauss Zelnick hatte bereits im August ausgesprochen optimistisch über den angelaufenen Vorverkauf berichtet. Wie Reuters meldete, bezeichnete er die Nachfrage nach GTA VI als beispiellos. Weder bei Take-Two noch in der gesamten Branche habe man jemals vergleichbare Vorbestellungen erlebt. Konkrete Verkaufszahlen nannte der Konzern allerdings nicht. Zelnick warnte zugleich davor, die außergewöhnliche Nachfrage bereits als garantierten Verkaufserfolg zu betrachten.
Warum der Ausblick wichtiger ist als die Quartalszahlen
Die am 9. November veröffentlichten Ergebnisse betreffen das am 30. September beendete zweite Geschäftsquartal. Da GTA VI erst am 19. November erscheint, sind darin noch keine regulären Verkaufserlöse des Spiels enthalten. Auch die Vorbestellungen lassen sich nicht einfach als bereits realisierte Umsätze verbuchen.
Entsprechend richtet sich der Blick der Anleger vor allem auf die Prognose. Take-Two erwartet für das laufende Geschäftsjahr, das Ende März 2027 endet, Nettobuchungen zwischen 8,0 und 8,2 Milliarden US-Dollar. Gegenüber den 6,72 Milliarden US-Dollar des Vorjahres entspricht das einem Wachstum von rund 21 Prozent am Mittelpunkt der Spanne.
Doch genau hier liegt das Problem: Die Erwartungen sind bereits hoch. Im August lag die von Reuters zitierte Analystenschätzung bei 8,86 Milliarden US-Dollar und damit deutlich über der Unternehmensprognose. Trotz des außergewöhnlichen Vorverkaufs hatte Take-Two seine Jahresziele damals nicht angehoben.
Hat Take-Two den GTA-Boom bereits eingepreist?
Zelnick begründete die Zurückhaltung damit, dass Vorbestellungen storniert werden können und noch keine tatsächlichen Verkäufe darstellen. Eine Prognoseanhebung am 9. November wäre deshalb ein starkes Signal. Sie könnte darauf hindeuten, dass die Nachfrage selbst die bisherigen Erwartungen des Managements übertrifft.
Bleibt die Prognose dagegen unverändert, muss das nicht zwangsläufig enttäuschen. Möglicherweise kalkuliert Take-Two bewusst konservativ. Allerdings könnten Anleger eine ausbleibende Anhebung auch als Hinweis verstehen, dass der erwartete Milliardenboom längst in den Unternehmensplanungen berücksichtigt ist.
Zusätzliche Fantasie bietet das künftige Online-Geschäft. Bereits GTA V verkaufte sich mehr als 230 Millionen Mal. Mit GTA Online erzielte Take-Two über Jahre wiederkehrende Einnahmen. Gelingt dies auch beim Nachfolger, könnte GTA VI weit über den Verkaufsstart hinaus zum Wachstumstreiber werden.
Für risikobewusste Anleger bleibt Take-Two ein Kauf. Die jüngsten Kursverluste eröffnen eine interessante Einstiegschance vor dem wohl wichtigsten Produktstart der Unternehmensgeschichte. Kurzfristige Enttäuschungen bei den Quartalszahlen oder der Prognose könnten allerdings für kräftige Kursschwankungen sorgen.
Redaktion Ariva/MW
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