Wo das Geld jetzt hinfließt, wenn Tech schwächelt

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Technologieaktien brechen ein, doch neun von elf Sektoren steigen. Hält die Umschichtung oder flüchten Anleger bald in Bargeld? Goldman Sachs und Morgan Stanley geben überraschende Antworten. Was jetzt zählt.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Der Ausverkauf bei Technologieaktien stellt die Wall Street auf die Probe. Am Freitag brach der Technologiesektor im S&P 500 um 4,2 Prozent ein. Allein Intel stürzte um fast 29 Prozent ab. Die Frage lautet nun: Hält die Umschichtung in andere Branchen, die den Markt bisher gestützt hat?

Im Oktober funktionierte das noch. Der Technologiesektor verlor 6,8 Prozent, so viel wie seit März 2025 nicht mehr. Doch neun von elf Sektoren legten zu, mehr als 70 Prozent der Einzelwerte stiegen. Der S&P 500 gab im Monat so gut wie gar nicht nach. "Dieses Jahr war auf Indexebene unglaublich stabil", sagt Mark Hackett von Nationwide. Technologiewerte stellen 38 Prozent des Index.

"Aber unter der Oberfläche herrscht enorme Volatilität."

KI trägt die Konjunktur

Werte aus dem Artikel:
Alphabet (Google) Aktie 251,95 € -0,18%
Amazon Aktie 215,85 € +0,30%
Intel Aktie 58,85 € +0,62%
Microsoft Aktie 467,90 € -0,02%
Apple Aktie 306,45 € -0,78%

Das Risiko reicht über die Börse hinaus. Laut Oxford Economics geht rund ein Drittel des jüngsten US-Wachstums auf künstliche Intelligenz zurück. "Den Verbrauchern geht es gut, aber sie sind nicht der Grund dafür, dass die Wirtschaft gut aussieht", sagt Marta Norton von Empower. Fahren die großen Cloud-Konzerne ihre Investitionen zurück, könnte die Stimmung kippen. Fallen die Indizes weiter, würden Anleger eher in Bargeld flüchten als umschichten, warnt Matthew Maley von Miller Tabak.

Wachstum ja, Beschleunigung nein

Die Gewinne bleiben trotzdem stark. Nach Berichten von 60 Prozent der Unternehmen steuert der S&P 500 laut Goldman Sachs auf ein Gewinnplus von 33 Prozent im dritten Quartal zu. 2027 dürfte das Wachstum aber auf rund 18 Prozent sinken. Die großen Cloud-Konzerne investieren in diesem Jahr rund 800 Milliarden US-Dollar, 2027 sollen es 1,2 Billionen US-Dollar sein. Ihr freier Mittelzufluss lag im dritten Quartal zusammen bereits bei minus 31 Milliarden US-Dollar.

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Dafür beschleunigte sich das Cloud-Wachstum von Amazon, Alphabet und Microsoft auf 54 Prozent. Ohne Werte rund um künstliche Intelligenz stieg der Index seit Beginn der Berichtssaison um fünf Prozent, mit ihnen fiel er um drei Prozent.

Mike Wilson von Morgan Stanley rechnet mit einem weiteren Rücksetzer auf rund 7.100 Punkte. Danach erwartet er einen Anstieg auf 8.000 Punkte. Zum Wochenstart deutet sich eine Erholung an. Der Nasdaq 100 notierte vorbörslich 0,7 Prozent im Plus. Am Abend legt Apple Zahlen vor.

Fazit

Die Breite des Marktes ist eine gute Nachricht. Technologielastige Depots sind aber verwundbar. Wer breiter streut, verringert das Klumpenrisiko. Entscheidend bleibt, ob die Cloud-Konzerne ihre Investitionen halten und daraus endlich Geld verdienen.


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