"Merkwürdiger Zeitpunkt": Evonik schießt gegen BASF-Übernahmepläne!

Markus Weingran Markus Weingran
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Markus Weingran ist seit mehr als 20 Jahren als Kapitalmarkt-Stratege und Aktien-Experte aktiv. Geprägt durch die langjährige Zusammenarbeit mit dem Finanzexperten Hans A. Bernecker verfolgt er einen klaren Anspruch: in jeder Börsenphase das Beste für Anleger herauszuholen. Weitere Einschätzungen und Trading-Ideen teilt er auch täglich in der wallstreetONLINE Börsenlounge auf YouTube.

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Ton zwischen Evonik und BASF wird schärfer
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Im Übernahmepoker zwischen BASF und Evonik verschärft sich der Ton. Evonik kritisiert den Zeitpunkt des Vorstoßes scharf und pocht auf Eigenständigkeit. BASF weist die Vorwürfe zurück. Kommt der Deal überhaupt zustande?
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Im möglichen Milliardenpoker um Evonik fliegen die ersten verbalen Fetzen! Der Spezialchemiekonzern zeigt sich zunehmend verärgert über die Übernahmepläne des Konkurrenten BASF. Besonders der Zeitpunkt des Vorstoßes sorgt für Unmut. Während BASF (BASF Aktie) die Vorteile eines Zusammenschlusses betont, stellt Evonik unmissverständlich klar: Das Unternehmen will eigenständig bleiben.

Evonik-Finanzchef kritisiert BASF scharf

Finanzvorstand Michael Rauch bezeichnete den Übernahmevorstoß in einem LinkedIn-Video als überraschend. Vor allem der Zeitpunkt stößt dem Manager sauer auf. BASF hatte seine Pläne unmittelbar nach der Bekanntgabe des krankheitsbedingten Ausfalls von Evonik-Chef Christian Kullmann öffentlich gemacht.

"Das Sondierungsangebot von BASF kam (...) sehr überraschend für uns und zu einem wirklich merkwürdigen Zeitpunkt", erklärte Rauch.

Werte aus dem Artikel:
BASF Aktie 53,29 € -0,22%
Evonik Industries Aktie 20,98 € +1,84%

BASF weist den Vorwurf eines bewusst gewählten Zeitpunkts zurück. Ein solcher Übernahmeprozess werde über Monate vorbereitet, erklärte ein Unternehmenssprecher. Die mögliche Verbindung beider Chemiekonzerne sei nach sorgfältiger Prüfung als strategisch sinnvoll bewertet worden. Man habe den Schritt trotz der Erkrankung Kullmanns unternommen, die BASF ausdrücklich bedauere.

"Evonik ist groß genug": Klare Absage an BASF?

Rauch machte gleichzeitig deutlich, dass Evonik keinen strategischen Partner benötige, um erfolgreich zu sein. "Evonik ist gross genug, Evonik ist stark und wir machen Evonik gerade noch stärker", betonte der Finanzvorstand.

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Der Konzern arbeitet derzeit an einer umfassenden Neuausrichtung seines Portfolios. Nach Abschluss der laufenden Maßnahmen soll Evonik nach Einschätzung des Managements deutlich attraktiver aufgestellt sein.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das Unternehmen erklärt, auf Grundlage der bisherigen Informationen keine Übernahmeverhandlungen mit BASF zu führen. Stattdessen konzentriere sich der Vorstand auf die Weiterentwicklung als eigenständiges Unternehmen.

Eine Tür bleibt allerdings offen: Evonik zeigte sich grundsätzlich zu einem vertraulichen, rein informativen Austausch mit BASF bereit.

Übernahmepoker mit ungewissem Ausgang

BASF hält weiterhin an der strategischen Logik eines Zusammenschlusses fest. Evonik dagegen verteidigt seine Eigenständigkeit und zeigt sich zunehmend kritisch gegenüber dem Vorgehen des Konkurrenten.

Für Anleger bleibt damit die entscheidende Frage, ob BASF den Widerstand überwinden kann oder ob der mögliche Milliarden-Deal bereits in einer frühen Phase scheitert. Ein konkreter Übernahmepreis wurde bislang nicht genannt.

Redaktion Ariva/MW


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