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Aktien Europa: Neue Zuspitzungen in Nahost verschrecken die Anleger

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben am Montag einige ihrer teils satten Gewinne vom Freitag wieder abgegeben. Erneut rückten die starken Spannungen zwischen den Konfliktparteien Iran und USA in den Fokus, denn die vor dem Wochenende versprochene Öffnung der Straße von Hormus bis zum Ende der Waffenruhe am Mittwoch währte nur einen Tag.

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Zudem lehnt die iranische Führung laut einem Bericht der Staatsagentur Irna eine zweite Gesprächsrunde mit US-Vertretern ab und verwies neben der Blockade iranischer Häfen durch die USA auf übertriebene Forderungen und einen ständigen Kurswechsel der USA. Die Ölpreise stiegen wieder deutlich.

"Die Nahostkrise hat die Märkte mehr denn je wieder voll im Griff", hieß es in den "Mußler-Briefen" an diesem Tag. Dabei sei nicht nur das, was US-Präsident Donald Trump sage, oft widersprüchlich und nicht glaubwürdig, sondern auch das, was aus dem Iran komme. Zwar erwartet Herausgeber und Redakteur Marcel Mußler für die Aktienmärkte derzeit keinen Absturz, aber aktuell auch "noch keine neue gute Kaufgelegenheit ".

Der EuroStoxx 50 , der Leitindex der Euroregion, büßte am späteren Vormittag 1,4 Prozent auf 5.972,60 Punkte ein. Außerhalb des Euroraums verlor der Schweizer SMI 1,5 Prozent auf 13.228 Zähler. Der britische FTSE 100 gab mit minus 0,6 Prozent auf 10.600 Punkte etwas moderater nach, da ihm zahlreiche Öl- und Versorgerwerte angehören, die den Index stützten.

So war die europäische Öl- und Gasbranche die einzige mit einem sehr kräftigen Plus, gefolgt von moderaten Gewinnen der Versorger und der defensiven Telekombranche. Öl- und Versorgeraktien wie Eni (ENI Aktie) , Totalenergies , Iberdrola und Enel (Enel Aktie) legten im EuroStoxx angesichts der steigenden Ölpreise als Indexfavoriten zwischen 2,0 und etwas mehr als 3 Prozent zu. In London gewannen BP , Shell , SSE , United Utilities , National Grid zwischen 0,5 und etwas mehr als 3 Prozent.

Dagegen waren Aktien aus dem Banken-, Auto- und Reisesektor die kräftigsten Verlierer. Hier zeigten sich etwa Unicredit mit minus 4,5 Prozent am EuroStoxx-Ende besonders schwach nach sehr kräftigen Gewinnen am Freitag. BBVA verloren dort 2,6 Prozent und Santander 2,5 Prozent.

UBS hielten sich im SMI mit minus 1,8 Prozent etwas besser. Die britische Investmentbank Barclays stufte in einer Branchenanalyse die Aktie von "Underweight" auf "Equal Weight" hoch. Flora Bocahut setzt zwar vor allem auf die neu zum Kauf empfohlene Aktie von Julius Bär , sieht aber auch bei der UBS ein verbessertes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken. Die Expertin ist recht optimistisch hinsichtlich der Kapitalanforderungen, die vermutlich am 22. April festgelegt werden. Zudem seien die Risiken für die Integration der Credit Suisse gesunken und die Bewertung der Aktie inzwischen weniger ambitioniert.

Astrazeneca , die um 1,0 Prozent nachgaben, hielten sich ebenfalls besser als der Gesamtmarkt. Der Pharmakonzern teilte mit, er habe mit dem Lungenmittel Tozorakimab in seiner zulassungsrelevanten Phase-III-Studie die Endpunkte erreicht hat. So hieß es, dass durch das Mittel eine signifikante Verringerung der jährlichen Rate plötzlicher Krankheitsverschlimmerungen bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) erreicht worden sei./ck/stk

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