- Die Kurse deutscher Staatsanleihen legten am Donnerstag zu.
- Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg auf 2,64 %.
- Das deutsche BIP stagnierte im dritten Quartal.
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Die Aussagen von US-Notenbank-Chef Jerome Powell vom Vortag haben die deutschen Renditen gestützt. Powell hat die Erwartung einer weiteren Leitzinssenkung im Dezember gedämpft. "Eine weitere Senkung des Leitzinses bei der Dezember-Sitzung ist alles andere als sicher", sagte er. Analysten waren hingegen von einer erneuten Lockerung der Geldpolitik zum Jahresende ausgegangen. Powell räumte zudem ein, dass es bei den Gesprächen im geldpolitischen Rat der Fed mit Blick auf die Dezember-Entscheidung "stark unterschiedliche Ansichten" gegeben habe.
Die Zahlen zum deutschen Wirtschaftswachstum bewegten den Anleihemarkt hingegen kaum. Nach dem Minus im Frühjahr stagnierte das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal gemessen am Vorquartal. Volkswirte hatten dies erwartet.
"Es läuft weiterhin nicht in Deutschland", kommentierte Jens-Oliver Niklasch, Volkswirt bei der LBBW. "Nur immer auf den Impuls des Sondervermögens zu verweisen, wird auf die Dauer zu wenig sein." Der Ökonom fordert wachstumsfördernde Reformen.
Am Nachmittag stehen noch die geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) an. Es wird keine Veränderung der Zinsen erwartet. "Die EZB verharrt seit vier Monaten in einer abwartenden Haltung", schreiben Experten der Commerzbank (Commerzbank Aktie). EZB-Präsidentin Christine Lagarde dürfte diesen Ansatz erneut bekräftigen, nachdem die jüngsten Äußerungen auf einen Konsens hindeuten./jsl/jkr/jha/
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