Am Montagmorgen war der Euro noch bei 1,1750 Dollar (Dollarkurs) gehandelt worden, bevor die Einigung im Zollstreit zwischen den USA und der Europäischen Union die Gemeinschaftswährung kräftig unter Druck setzte. Die Finanzmärkte reagierten zum Wochenauftakt mit Ernüchterung auf den Handels-Deal, kommentierten Analysten der Dekabank. "Angesichts der Einseitigkeit des Handelsabkommens zwischen den USA und der EU kann die Schwäche des Euro gegenüber dem US-Dollar kaum überraschen", schreiben die Experten.
Die Vereinbarung, die höhere Zölle auf Waren aus der EU vorsieht, habe den Euro belastet, sagte auch Devisenexperte Michael Pfister von der Commerzbank (Commerzbank Aktie). "Dies hat die Probleme des Euroraums wieder in den Vordergrund gerückt." Allerdings bleibe abzuwarten, ob der niedrigere Eurokurs wirklich lange Bestand haben werde, sagte Experte Pfister.
Pfister verwies auf geldpolitische Beschlüsse der US-Notenbank Fed, die am Mittwoch erwartet werden. Diese dürften zeigen, "dass der politische Druck durch die US-Regierung langsam seine Wirkung entfaltet und ab September mehrere Zinssenkungen erfolgen dürften". Nach Einschätzung von Pfister sollte es spätestens dann mit dem Kurs des US-Dollar wieder nach unten gehen./jkr/zb
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