Der Euro steht seit der Zollvereinbarung zwischen den USA und der EU unter Druck. Vor der Vereinbarung hatte er noch bei 1,1750 Dollar notiert. Allerdings hatte der Euro in den vergangenen Monaten gegenüber dem Dollar auch stark aufgewertet
Die am Nachmittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA stützten den Dollar zusätzlich. So ist die Wirtschaft im zweiten Quartal stärker gewachsen als von Volkswirten erwartet. Im ersten Jahresviertel war sie noch um 0,5 Prozent geschrumpft. "Die starken Schwankungen gehen auf den Zollkonflikt zurück, der Verzerrungen beim Außenhandel verursacht hat", kommentierte Christoph Balz, Volkswirt bei der Commerzbank (Commerzbank Aktie). Im bisherigen Jahresverlauf habe die Wirtschaft aber deutlich an Schwung verloren. "Wir gehen aber weiterhin davon aus, dass eine Rezession vermieden werden kann", schreibt Balz.
Die US-Notenbank wird am Abend ihre Zinsentscheidung veröffentlichen. Die Fed dürfte dabei dem starken politischen Druck durch die Regierung von US-Präsident Donald Trump widerstehen und ihre Leitzinsen nicht senken. Die Zinsspanne dürfte nach Einschätzung der ganz überwiegenden Mehrheit von Ökonomen bei 4,25 bis 4,50 Prozent verharren. Erst für den weiteren Jahresverlauf rechnen Experten mit Senkungen.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86220 (0,86500) britische Pfund, 170,96 (171,58) japanische Yen und 0,9301 (0,9305) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (Goldkurs) kostete am Nachmittag in London 3.303 Dollar. Das waren 23 Dollar weniger als am Vortag./jsl/he
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