Ethereum-Strategie gescheitert? Aktienkurs von Tom Lee's Krypto-Treasury BitMine stürzt ab
Tom Lee's Ethereum-Firma BitMine erwirbt 70.000 ETH für 20 Millionen USD. Warum der Ether-Bulle jedoch ein schwerwiegendes Problem hat.
Alleine in der vergangenen Woche erwarb BitMine, die größte Ethereum-Treasury-Firma der Welt, knapp 70.000 ETH im Wert von 195 Millionen US-Dollar. Damit hält das Unternehmen des Ethereum-Permabullen Tom Lee nun bereits 3,62 Milliarden ETH – rund 3 Prozent des existierenden ETH-Angebotes.
Doch ähnlich wie bei (Micro-)Strategy, dem führenden Corporate Bitcoin Holder, brach der BitMine-Aktienkurs in den zurückliegenden Monaten drastisch ein. Derzeit handelt die BMNR-Aktie bei 30,5 US-Dollar, rund 80 Prozent unter dem Allzeithoch aus dem Juli.
Da der Ethereum-Kurs selbst im gleichen Zeitraum um nur 12 Prozent korrigierte, wirkt der BitMine-Absturz umso dramatischer. Im Moment des Schreibens handelt die zweitgrößte Kryptowährung bei 2.895 US-Dollar, was einem Kursplus von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vortag entspricht.
Noch in der Vorwoche erklärte Lee, dass vor allem die nach dem Flash Crash vom 10. Oktober stark gesunkene Liquidität für die Schwäche des Krypto-Marktes verantwortlich sei. Dafür könnte sich der Zyklushöhepunkt auf 2026 oder später verschieben.
Der ETH-Kauf folgt auf die jüngsten Finanzergebnisse von BitMine. Das Unternehmen erzielte in seinem am 31. August endenden Geschäftsjahr einen Nettogewinn von 328 Millionen US-Dollar und kündigte an, den Aktionären eine Dividende anzubieten.
Dadurch soll neben der bestehenden Ethereum-Strategie auch eine traditionellere Rendite erzielt werden. Zuvor hatte BitMine im Unterschied zu vielen anderen Krypto-Treasury-Firmen außerdem ein Aktienrückkaufprogramm genehmigt.
Tom Lee ist bekannt für seine ultra-bullishen Bitcoin- und Ethereum-Prognosen. Noch vor zwei Wochen ließ er verlautbaren, dass “ein Kurs zwischen 9.000 und 12.000 US-Dollar bis Januar realistisch“ sei. Nach aktuellem Stand erscheint eine solche ETH-Verdreifachung oder gar -Vervierfachung jedoch äußerst unwahrscheinlich.
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