Tether will doch keine 20 Milliarden US-Dollar einsammeln
Fast wäre Tether zu einem der wertvollsten Privatunternehmen geworden. Investoren sahen das skeptisch. Nun rudert der Stablecoin-Riese zurück.
Tether hat seine Pläne für eine großangelegte Finanzierungsrunde deutlich zurückgeschraubt. Wie die Financial Times berichtet, peilt das Unternehmen von Paolo Ardoino nun ein Ziel von fünf Milliarden US-Dollar an.
Ursprünglich wollte der Stablecoin-Emittent 15 bis 20 Milliarden US-Dollar einsammeln. Damit wäre Tether mit einer Bewertung von knapp 500 Milliarden US-Dollar eines der wertvollsten privaten Unternehmen geworden.
Wie die FT mit Verweis auf informierte Kreise berichtet, sollen Investoren aber nicht bereit gewesen sein, das geforderte Volumen aufzurufen. Die Berater des Stablecoin-Riesen hätte daraufhin die Anpassung des Finanzierungsziels vorgeschlagen.
Paolo Ardoino sagte in einem Interview, es handle sich um ein Missverständnis: “Die Zahl war nie unser Ziel. Es stellt das Maximum dar, das wir bereit gewesen wären, zu verkaufen.” Weiter betonte er, dass das Unternehmen aufgrund hoher Profitabilität keinen zwingenden Kapitalbedarf habe und auch ein vollständiger Verzicht auf eine Kapitalaufnahme für Tether akzeptabel wäre.
Auf das Geld angewiesen, ist Tether wahrlich nicht. Vor kurzem wies das Unternehmen einen Gewinn von 10 Milliarden US-Dollar aus – ein leichter Verlust im Vergleich zum Vorjahr.
Was den Kassenschlager USDT angeht, so meldet Tether eine erhöhte Nachfrage nach dem Stablecoin. Laut Bericht brachte das Unternehmen in den letzten 12 Monaten Token im Gesamtwert von 50 Milliarden US-Dollar auf den Markt.
Die Nachfrage nach den Produkten Tethers könnte noch weiter steigen. Vor wenigen Tagen erst launchte eine US-konformer Stablecoin (USAT), mit dem das Unternehmen gezielt auf Banken, Börsen und Zahlungsdienstleister in den USA abzielt.
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