16 Blockhains können Fonds einfrieren – darunter Ethereum, Solana, BNB Chain
Ein neuer Report zeigt: Viele große Blockchains besitzen Code, mit dem Transaktionen gestoppt werden können.
Laut einer neuen Untersuchung von Bybit’s Lazarus Security Lab verfügen 16 führende Blockchains, darunter Ethereum, Solana, BNB Chain und Polygon, über eingebaute Mechanismen, um Nutzerkonten oder Transaktionen einzufrieren. Weitere 19 Netzwerke könnten solche Funktionen mit geringen Codeänderungen nachrüsten.
Die Entwickler solcher Systeme argumentieren, dass diese “Freeze”-Funktionen dazu dienen, gestohlene Gelder zu sichern oder Hacks zu stoppen, wie etwa bei Sui, BNB Chain oder VeChain in der Vergangenheit. Kritiker hingegen sehen darin einen Rückschritt für die Dezentralisierung.
Laut Report erfolgen rund 70 Prozent aller Einfrierungen auf der Validator- oder Konsensschicht, also unterhalb der Ebene, die Nutzer einsehen können. Entscheidungen liegen oft bei Stiftungen, Governance-Räten oder Entwickler-Teams. Ihre Prozesse sind selten öffentlich.
Die Analyse unterscheidet zwischen hardcodierten Sperren (z. B. BNB Chain, VeChain), konfigurationsbasierten Filtern (z. B. Sui, Aptos) und Smart-Contract-basierten Freezes auf Protokollebene.
Obwohl nur 16 Netzwerke untersucht wurden, repräsentieren sie laut Bybit über 80 Prozent des gesamten DeFi-Markts. Der Großteil aller Blockchain-Transaktionen läuft also über Systeme, die im Notfall zentral gestoppt oder manipuliert werden könnten.
Die Autoren sehen die Funktionen zwar als praktisches Mittel zur Risikominimierung, warnen jedoch, dass sie das “trustless”-Prinzip der Blockchain aushöhlen könnten, insbesondere, wenn Nutzer nicht transparent über die Eingriffsmöglichkeiten informiert werden.
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