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Societe Generale: Europas Börsen profitierten von gut aufgestellten Unternehmen

FRANKFURT (dpa-AFX) - In dem robusten globalen Wachstumsumfeld lohnt sich laut den Experten der Societe Generale ein Blick auf die europäischen Aktienmärkte. Zwar sei die politische Unsicherheit in Europa und insbesondere in Deutschland aktuell hoch, sagte am Donnerstag in Frankfurt Alain Bokobza, der bei der französischen Bank für die Verteilung des Anlagevermögens verantwortlich ist. Immerhin dürfte sich der neue alte US-Präsident Donald Trump bei seiner Zollpolitik nun Europa und vor allem Deutschland vorknöpfen, das viel mehr Waren in die USA exportiert als von dort importiert. Zudem sei hierzulande insgesamt die Konsumstimmung sehr schwach. Aber die europäischen Unternehmen hätten ihre Bilanzen gestärkt und sich so gewappnet.

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Wie gut Europas Unternehmen derzeit dastehen, lässt sich Bokobza zufolge unter anderem am Anleihenmarkt ablesen. Dort bewege sich das Verhältnis von Auf- und Abstufungen der Kreditbonität der Firmen auf Rekordniveau. Zudem befinde sich die Profitabilität der Unternehmen vielfach auf historisch hohem Niveau, und die Ausschüttungen in Form von Aktienrückkäufen und Dividenden sendeten starke Botschaften an die Anleger.

Für Deutschland erwartet Bokobza einen pragmatischeren Politikansatz nach der vorgezogenen Bundestagswahl in gut zwei Wochen. Die neue Regierung könnte die Schuldenbremse in ihrer jetzigen Form hinter sich lassen, Überregulierungen abbauen und die dringend nötigen Investitionen in Infrastruktur erhöhen.

Vor diesem Hintergrund rät Bokobza, hierzulande eher auf den Index der mittelgroßen Werte MDax als auf den Leitindex Dax zu setzen. Denn seit dem Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine und der damit verbundenen wirtschaftlichen Umbrüche habe sich der MDax deutlich schlechter als der Dax entwickelt; nunmehr aber hätten Nebenwerte Aufwärtspotenzial.

Im MDax sind im Gegensatz zum Dax viele spezialisierte und nicht breit aufgestellte Unternehmen gelistet, die besonders unter einer konjunkturellen Schwäche in Deutschland leiden. Sollte die Wirtschaft künftig wieder in historisch normalem Tempo wachsen und der Ukraine-Krieg gar enden, dürften Nebenwerte in diesem Jahr attraktiver als der Dax sein.

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Bei der Beurteilung der Aussichten für die Weltwirtschaft spiele China eine Schlüsselrolle, sagte Chefvolkswirt Klaus Baader. Weitere Investitionen in die Infrastruktur würden in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt nicht helfen, um die Wachstumsdelle zu überwinden. Stattdessen gehe es darum, den Verfall der Immobilienpreise zu stoppen, da Wohnungen in China als wichtige Altersvorsorge gelten. Zudem erwartet Baader, dass auf dem Nationalen Volkskongress im März Maßnahmen vorgestellt werden, um die privaten Einkommen zu stärken, etwa per Einmal-Subventionen. Sollten diese Vorhaben greifen, könnten sie der globalen Konjunktur wichtige Impulse verleihen./la/jsl/jha/

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