FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den Vortagesverlusten hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag moderat zugelegt. Der Dax stieg im frühen Handel um 0,4 Prozent auf 24.842 Punkte und überwand damit die 21-Tage-Linie als kurzfristigen Trendindikator, die aktuell bei 24.823 Zählern verläuft. Der MDax notierte am Donnerstagvormittag 0,2 Prozent höher bei 31.979 Punkten.
Für dich zusammengefasst:
Der Dax lag am Donnerstag bei 24.842 Punkten.
Der MDax notierte am Vormittag bei 31.979 Punkten.
Volkswagen verkauft 51 Prozent der Anteile an Everllence.
"Die Anleger stecken zwischen Zinssorgen und hohen Erwartungen an den KI-Sektor fest, was das Handelsgeschehen in eine lethargische Schaukelbörse verwandelt", konstatierte Marktanalyst Timo Emden. Die jüngsten Verluste wirkten eher wie eine Verschnaufpause als der Beginn einer handfesten Korrektur, glaubt der Experte.
Das Kursfeuerwerk bei Micron nach den Quartalszahlen des Chipkonzerns ließ auch die deutschen Aktien aus dem Halbleitersektor wieder mächtig anspringen. So verbuchten die Papiere von Infineon (Infineon Aktie) , Aixtron und Suss Microtec Kursaufschläge von bis zu 8 Prozent. Die Micron-Titel zogen im außerbörslichen Handel um fast 20 Prozent an und steuern auf ein Rekordniveau zu.
Micron hatte dank des KI-Booms unerwartet starke Quartalszahlen präsentiert. Auch der Ausblick fiel deutlich besser als von Analysten erwartet aus. "Die Quartalszahlen von Micron Technology haben selbst die kühnsten Erwartungen noch in den Schatten gestellt und sorgen im Technologiesektor rund um den Globus für Begeisterung", schrieb Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.
Die Aktien von Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) gaben nach ihrem Kurseinbruch vom Mittwoch um 0,6 Prozent weiter nach. Tags zuvor waren sie nach einem von der Bundesregierung gestrichenen Fregattenkauf im Milliardenvolumen um fast 19 Prozent auf den tiefsten Stand seit Februar 2025 abgesackt. Analyst Charles Armitage von der US-Bank Citigroup bezeichnete den massiven Kursrutsch vom Mittwoch als Überreaktion. Der Marktwertverlust von Rheinmetall liege deutlich über den von ihm kalkulierten Einbußen des entgangenen Deals.
Volkswagen-Vorzugsaktien stiegen um 1,7 Prozent. Die Wolfsburger haben sich mit dem Finanzinvestor Bain Capital auf den Verkauf von 51 Prozent der Anteile an ihrer Großmotorentochter Everllence verständigt und erhalten dafür 7,4 Milliarden Euro. Der Konzern will mittelfristig mit 49 Prozent am Unternehmen beteiligt bleiben. Dies sei ein schöner einmaliger Mittelzufluss für den Autobauer, liege aber unter der von ihm erhofften Bewertung von 8 bis 9 Milliarden Euro, erklärte ein Händler in einer ersten Reaktion.
Für die Aktien von Adidas ging es um 1,8 Prozent aufwärts. Die WM-Trikots der deutschen Fußball-Nationalmannschaft sind nach Angaben von Vorstandschef Björn Gulden ein Verkaufsschlager. Man verkaufe dreimal so viele DFB-Trikots wie noch bei der WM in Katar vor vier Jahren. Das sei ein Rekordwert. Der Sportartikelhersteller sei "super zufrieden" mit seinen weltweiten Verkaufszahlen.
Vonovia (Vonovia Aktie) profitierten von einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank und verteuerten sich um 1,6 Prozent. Analyst Thomas Rothäusler zeigte sich optimistisch für Wohnimmobilien-Unternehmen und zählt Vonovia zu seinen Favoriten.
Die Anteilsscheine von Grand City Properties , Aroundtown sowie Eckert & Ziegler notieren rein optisch klar im Minus, da sie am Donnerstag mit einem Dividendenabschlag gehandelt werden./edh/stk
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NG9CKQ8
, DE000NB130M3
, DE000NB57685
, DE000NB41MQ1
, DE000NB1JJ70
, DE000NB3Z6U8
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