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Aktien Frankfurt: Konjunkturhoffnungen und Rüstung hieven Dax auf Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aussicht auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft im neuen Jahr hat den Dax am Montag auf ein Rekordhoch getrieben. Mit einem Anstieg von bis zu 1,2 Prozent auf 24.825 Punkte hatte der hiesige Leitindex im frühen Handel seine alte Bestmarke aus dem Oktober hinter sich gelassen. Zuletzt ließ der Schwung etwas nach, sodass am frühen Nachmittag noch ein Plus von 0,70 Prozent auf 24.710 Punkte stand.

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Der MDax der mittelgroßen Werte gewann 0,20 Prozent auf 31.041 Zähler. Der EuroStoxx 50 , Leitindex der Eurozone, setzte seinen Rekordkurs fort und stieg um 0,7 Prozent.

Bereits gegen Ende 2025 hatten Anleger hierzulande zunehmend auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft durch die schuldenfinanzierten Infrastruktur- und Rüstungsmilliarden der Bundesregierung sowie durch weniger Bürokratie gesetzt.

"Anleger scheinen fest entschlossen zu sein, die fundamentale Neuausrichtung der deutschen Wirtschaft - getragen von den Reformhoffnungen unter der Regierung Merz - in die Kurse einzupreisen", schrieb Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus ActivTrades. Dennoch bleibe die Marktdynamik vorerst fragil, da das Handelsvolumen nach den Feiertagen erst allmählich wieder anziehe.

Am Montag griffen die Anleger insbesondere bei Rüstungsaktien zu. So schnellten Rheinmetall (Rheinmetall Aktie) an der Dax-Spitze um knapp acht Prozent in die Höhe. Unter den besten Werten im MDax zogen die Aktien des Panzergetriebeherstellers Renk und die des Rüstungselektronik-Spezialisten Hensoldt um jeweils rund sieben Prozent an.

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Damit holten die Rüstungswerte ihre Verluste des vierten Quartals weiter auf. Da hatten viele Anleger die zuvor bärenstarken Kursentwicklungen genutzt, um Kasse zu machen - auch in der Hoffnung auf ein mögliches Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

Rüstungswerte profitieren nun davon, dass es nach wie vor keine Lösung für den Ukraine-Krieg gibt. Hinzu kommt die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Venezuela. Zudem drohte nach dem Angriff auf Venezuela US-Präsident Donald Trump jetzt auch Kolumbien.

"Für die Finanzmärkte bedeutet dies vor allem eines: Unsicherheit", fuhr Sohlleder fort. Da Venezuela über signifikante Ölreserven verfüge, beobachteten Marktteilnehmer die Reaktion der Energiepreise und die daraus resultierenden Inflationserwartungen mit Argusaugen. Sollte die geopolitische Instabilität zunehmen, könnte dies den Risikoappetit der Anleger kurzfristig bremsen.

Angetrieben von einem positiven Analystenkommentar zu den Aktien von ASML blieben die Papiere des Branchenkollegen Aixtron gefragt und stiegen um 2,3 Prozent. Die Rally des Chipindustrie-Ausrüsters Aixtron hatte im Herbst Fahrt aufgenommen. Empfehlungen der Investmentfirma Kerrisdale Capital und anschließend auch anderer Analystenhäuser hatten dem Kurs frischen Schwung verliehen.

Im Kielwasser dessen zogen am Montag die Anteilsscheine des Halbleiterindustrie-Zulieferers Siltronic (Siltronic Aktie) an der Spitze des Nebenwerte-Index SDax um 5,7 Prozent an. Für Suss Microtec ging es um 4,3 Prozent nach oben.

Aktien von Rückversicherern hingegen gerieten unter Druck. Munich Re (Munich Re Aktie) verloren 1,3 Prozent und Hannover Re 1,6 Prozent. Analysten verwiesen auf Preisdruck bei der jährlichen Vertragserneuerungsrunde./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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