dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 873

Aktien Frankfurt: Dax fällt - Ölpreis steigt nach gescheiterten Iran-Gesprächen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Konjunktur- und Inflationssorgen haben den deutschen Aktienmarkt am Montag wieder stark belastet. Nach dem zuletzt aufgekommenen Optimismus im Zuge der Waffenruhe im Nahost-Krieg sorgte nun der deutlich gestiegene Ölpreis für Ernüchterung. Auslöser des Preisschubs am Rohölmarkt war die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade der Straße von Hormus, nachdem am Wochenende die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran vorläufig gescheitert waren.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
DAX 24.618 DAX Chart +2,13%
Zugehörige Wertpapiere:
MDAX (Perf.) 31.823,76 MDAX (Performance) Chart +2,64%
Zugehörige Wertpapiere:
SDAX (Perf.) 18.205,29 SDAX (Performance) Chart +1,54%
Zugehörige Wertpapiere:

Der Leitindex Dax fiel um 1,2 Prozent auf 23.516 Punkte. Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten verlor 1,5 Prozent auf 29.934 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,2 Prozent abwärts.

Direkte Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad waren ohne greifbares Ergebnis geblieben. Für diesen Montag hat Trump eine Blockade von Schiffen in der Straße von Hormus angekündigt, die iranische Häfen anlaufen oder von ihnen auslaufen. Zugleich erläuterte das Militär, dass die Durchfahrt von Schiffen, deren Ziel oder Startpunkt kein iranischer Hafen ist, nicht beeinträchtigt werde. Trump will mit der Hormus-Blockade verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für eine Durchfahrt durch die Meerenge verlangt, und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden.

Der Iran gab sich unbeeindruckt. Trumps Ankündigung der Seeblockade sei nichts als Bluff, schrieb der Sprecher des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Ebrahim Rezaei, auf der Plattform X. Dies würde als Militäroperation gewertet, "und wir würden darauf reagieren". Die Revolutionsgarden warnten davor, dass sich Militärschiffe der Straße von Hormus nähern. Dies würde als "klarer Verstoß gegen die bestehende Waffenruhe betrachtet", hieß es.

Zwar rechneten die Anleger fest damit, dass beide Parteien zähneknirschend an den Verhandlungstisch zurückkehren, doch die akute Gefahr bleibe extrem hoch, schrieb Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus Activtrades. Das absolute Nadelöhr, die blockierte Straße von Hormus, bleibe unter der Kontrolle Teherans weiterhin fest verschlossen. Und als Vergeltung drohe die US-Administration nun mit eigenen, aggressiven Blockaden. Dieses explosive geopolitische Gemisch berge massive Risiken.

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB11CA9 , DE000NB55M36 , DE000NB59FD5 , DE000NB4Z5G8 , DE000NB434K3 , DE000NB2FQV8 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

In der Nacht zum Montag zog der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni erneut über die Marke von 100 US-Dollar an. Dies hatte bereits die Börsen in Asien ins Minus gedrückt. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial dürfte ebenfalls schwach in die Woche starten.

Der wieder stark gestiegene Ölpreis führte auch zu einer Verteuerung von Kerosin, was Aktien aus der Luftfahrt-Industrie belastete. So fielen Titel des Triebwerkbauers MTU um 2,3 Prozent und jene des Flugzeugbauers Airbus um 1,4 Prozent. Für die Anteilscheine des Flughafenbetreibers Fraport (Fraport Aktie) ging es um gut 4 Prozent nach unten.

Lufthansa sackten ebenfalls um mehr als 4 Prozent ab. Die Anleger der Fluggesellschaft mussten zudem eine neue Streikrunde der Piloten verdauen.

Als Schlusslicht im MDax knickten die Papiere von Nemetschek um sechs Prozent ein und litten damit unter einer Verkaufsempfehlung der Großbank UBS. Analyst Michael Briest betonte die Risiken langjähriger Verträge des Bausoftware-Spezialisten. Sie seien im ersten Jahr hilfreich, sorgten ab dem zweiten Jahr aber für Gegenwind und gefährdeten den bisher starken Barmittelzufluss. Der Markt dürfte diese Risiken mit den Verdrängungssorgen rund um Künstliche Intelligenz verschmelzen./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend