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Trotz Chance von 1 zu 100.000: Bitcoin-Solo-Miner räumt Block-Belohnung ab

Ein Solo-Bitcoin-Miner hat trotz einer rechnerischen Chance von nur 1 zu 100.000 einen Block gefunden und rund 222.000 US-Dollar eingestrichen.

Ein Solo-Bitcoin-Miner hat trotz verschwindend geringer Chancen einen Block gefunden und damit die komplette Blocksubvention inklusive Transaktionsgebühren eingestrichen. Der Miner erhielt für das Schürfen von Block 944.306 laut dem Bitcoin-Explorer Mempool insgesamt 3,128 BTC im Wert von 222.012 US-Dollar. Darin enthalten waren 3,125 BTC aus der Blocksubvention im Gegenwert von 221.800 US-Dollar sowie 0,003 BTC beziehungsweise 212 US-Dollar an Transaktionsgebühren.

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“Glückwunsch an Miner bc1q~edvj, der mit nur 70 TH den 313. Solo-Block auf eusolo.ckpool.org gefunden hat”, schrieb CKpool-Entwickler Con Kolivas auf X. “Ein Miner dieser Größe hat pro Tag nur eine Chance von etwa 1 zu 100.000, einen Block zu finden, also etwa einmal in 300 Jahren.”

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Diese Hashrate entspricht in etwa nur einem einzelnen Bitmain Antminer S17+ aus dem Jahr 2019. Die Rechenleistung des Solo-Miners entsprach damit nur rund 0,0000069 Prozent der gesamten geschätzten Bitcoin-Hashrate von 1,02 ZH/s am 9. April, wie Daten von Mempool zeigen. Zum Vergleich: Die börsennotierten Bitcoin-Miner Bitdeer und MARA Holdings kommen laut jüngsten Angaben auf eine Hashrate von rund 71 EH/s beziehungsweise 61,7 EH/s.

Warum Solo-Miner ihr Glück versuchen

CKpool ist technisch gesehen zwar ein Mining-Pool, wird hier aber nicht im klassischen Sinne genutzt, bei dem Miner ihre Rechenleistung bündeln, um gemeinsam die Chance auf einen Blockfund zu erhöhen und die Belohnung zu teilen. Stattdessen nutzen die meisten Anwender CKpool für Solo-Mining. Sie akzeptieren also eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit, selbst einen Block zu finden, behalten im Erfolgsfall aber nahezu die gesamte Belohnung für sich, abzüglich einer kleinen Gebühr.

Dadurch entfällt für Miner die Notwendigkeit, eine eigene Infrastruktur zu betreiben, was CKpool zu einer deutlich einfacheren Lösung macht als echtes Solo-Mining. Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass ein Solo-Miner die gesamte Blockbelohnung einstreicht.

Erst in der vergangenen Woche kassierte ein anderer Miner, der CKpool ebenfalls im Solo-Modus nutzte, rund 210.000 US-Dollar für das Schürfen von Block 943.411. Im September hatte ein Miner Gewinnchancen von 1 zu 100 Jahren übertroffen und eine Blockbelohnung von 350.000 US-Dollar gewonnen. Im Dezember gelang einem weiteren Miner ein ähnlicher Treffer trotz einer rechnerischen Chance von nur 1 zu 82 Jahren, womit er rund 285.000 US-Dollar einstrich.

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