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Neues Altersvorsorgedepot: Warum Bitcoin der Elefant im Raum ist

Das neue Altersvorsorgedepot ist ein Fortschritt, aber kein Durchbruch. Wer langfristig Kaufkraft erhalten will, braucht mehr als Anleihen und Standard-ETFs. Warum ausgerechnet Zukunftstechnologien und Bitcoin außen vor bleiben.

Endlich: Der Deutsche Bundestag hat am 27. März das Altersvorsorgedepot beschlossen. Jahrzehnte zu spät, aber immerhin ist es jetzt da. Das durch die Riester-Rente in den vergangenen 25 Jahren verbrannte Geld beziehungsweise die entgangene Rendite kann das zwar nicht wieder gutmachen, aber zumindest schafft man damit eine Perspektive. Die neue Offenheit bedeutet, dass der Staat sinnvolle Anlageprodukte wie Aktien-ETFs künftig fördert. Das ist ein erster Schritt gegen finanzielle Bevormundung und Altersarmut in der Bevölkerung.

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Arm durch Geldmarktpapiere

Denn eines muss jedem zum bisherigen Garantieprodukte-Zwang bewusst sein: Mit sicheren Geldmarktpapieren wie Staats- und Unternehmensanleihen hoher Bonität lässt sich Kaufkraft langfristig kaum erhalten. Die Vermögensinflation, also stark steigende Preise für diverse Assetklassen, liegt seit Jahren deutlich über der klassischen Verbraucherpreisinflation. Diese Dynamik lässt sich folglich praktisch nur mit Aktien, Krypto sowie teilweise Immobilien und Rohstoffen ausgleichen.

Doch auch hier schaffen die meisten Sektoren auf lange Sicht eher Kapitalerhalt im Sinne der Vermögensinflation als echte Überrenditen. Wirkliche Outperformance findet sich vor allem im Technologiesektor, wozu sowohl Technologie-Aktien als auch Krypto zählen.

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Technologie gleich Risiko: Warum Bitcoin und Tech strukturell benachteiligt werden

Wenn aber Künstliche Intelligenz, andere Zukunftstechnologien und geopolitische Verschiebungen historisch stabile Sektoren wie den Automobilsektor in Deutschland unter Druck setzen, dann ist das aktuelle Altersvorsorgedepot nur bedingt sinnvoll. Schließlich begrenzt es den Anlagespielraum durch eine Positivliste, auf der nur bestimmte Anlageprodukte beziehungsweise Indizes zugelassen sind. BTC-ECHO hat dazu beim Bundesfinanzministerium nachgefragt und eine Antwort erhalten, die den Anfangsverdacht bestätigt hat.

Da man in der Bundesregierung Technologiewerte häufig pauschal mit hohem Risiko gleichsetzt, werden Bitcoin und zentrale Zukunftstechnologien an den Rand gedrängt. Die hohe Volatilität im Technologiesektor wird dabei als Risiko interpretiert, das für die Bevölkerung begrenzt werden soll. Mit dieser vermeintlichen Risikobegrenzung begrenzt man aber vor allem eines: die Fähigkeit zur Überrendite.

Zwar wird man auch in Aktien-ETFs investieren können, die Tech-Exposure haben. In einem MSCI World ETF ist schließlich auch ein kleiner Anteil Coinbase enthalten. Doch das reicht nicht aus. Nach amerikanischem 401k-Vorbild sollte auch ein Investment in Bitcoin und Krypto-Baskets möglich sein.

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DAX und Euro Stoxx 50 sind nicht erste Wahl

Wenn der Wandel immer schneller wird und die nächsten zehn Jahre die letzten 30 überholen, wirkt eine Altersvorsorge auf Basis von Euro Stoxx 50 oder DAX zunehmend aus der Zeit gefallen.

Das Leben ist riskant, und so auch die Geldanlage. Wir Deutschen müssen uns endlich von dieser Vollkaskomentalität lösen, wenn wir in den kommenden Jahren unseren Wohlstand bewahren wollen. Entweder wir akzeptieren Marktmechanismen und lernen, mit Risiko umzugehen, oder wir verarmen. Aus diesem Grund braucht es zügige Reformen, damit das Altersvorsorgedepot für progressivere Vermögenswerte geöffnet wird.

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