Krypto-News der Woche: Bitcoin-Beben, Binance-Trick und der Steuerhammer

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Münzen, die repräsentativ für Ethereum stehen.
- © Lightboxx/iStock / Getty Images Plus/Getty Images

Eine weitere spannende Woche im Krypto-Sektor neigt sich dem Ende zu. Die wichtigsten Ereignisse rund um Bitcoin, Ethereum und Co. kompakt im Überblick.

Deutsche Krypto-Anleger bleiben trotz Bitcoin-Bärenmarkt erstaunlich optimistisch

Zum Wochenstart fiel der Bitcoin-Kurs zeitweise auf rund 58.000 US-Dollar und sorgte damit für Nervosität am Markt. Doch obwohl viele Anleger derzeit rote Zahlen im Portfolio ertragen müssen, bleibt der langfristige Blick in Deutschland erstaunlich bullish. Das zeigt die neue Marktstudie von BTC-ECHO und KPMG, für die mehr als 1.400 deutsche Krypto-Investoren zu ihrer Bitcoin-Prognose bis 2030 befragt wurden. Die extremen Kursziele von über 500.000 Euro verlieren zwar deutlich an Zustimmung, aber der Optimismus ist keineswegs verschwunden. Im Gegenteil: 93 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Bitcoin bis zum Ende des Jahrzehnts über 250.000 Euro steigen wird.

Warum deutsche Anleger trotz Bärenmarkt an ihrer langfristigen Bitcoin-Prognose festhalten und welche BTC-Kursziele bis 2030 besonders häufig genannt werden, lest ihr hier: “Diesen Bitcoin-Kurs erwarten deutsche Investoren bis 2030

MiCA tritt in Kraft und lässt Krypto-Börsen zittern

Werte aus dem Artikel:
BTC/EUR 54.950,320 -0,75%
Bitcoin 62.817,920 -0,69%

Mit dem vollständigen Inkrafttreten der MiCA-Regulierung am 1. Juli wird es für Krypto-Börsen in Europa ernst. Binance verfügt weiterhin über keine gültige EU-Lizenz und zog den eigenen Antrag in Griechenland zuletzt zurück. Trotzdem können viele Kunden in Deutschland die App weiter nutzen und dort handeln, staken und Kryptowährungen versenden. Möglich macht das wohl ein Schlupfloch in der MiCA-Verordnung: Über das Prinzip der “Reverse Solicitation” könnten EU-Kunden über eine Binance-Entität aus Abu Dhabi bedient werden. Für Anleger klingt das zunächst bequem, kann im Ernstfall aber teuer werden.

Wie Binance den EU-Markt trotz fehlender MiCA-Lizenz weiter bedient, warum Juristen über die Rechtmäßigkeit streiten und welches Kostenrisiko für Nutzer entsteht, lest ihr hier: “Binance und das Europa-Aus: Was Anleger jetzt wissen müssen

Wer den Krypto-Bärenmarkt nutzen und günstig in Bitcoin, Ethereum oder andere digitale Assets investieren will, findet in Bitpanda eine sichere Handelsplattform. Jetzt anmelden und kostengünstig einsteigen.

Michael Saylor öffnet die Tür für Bitcoin-Verkäufe

Nach dem heftigen Abverkauf bei MSTR und STRC versucht Strategy, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Mit dem neuen “Digital Credit Capital Framework” baut das Unternehmen eine US-Dollar-Reserve von rund 2,55 Milliarden US-Dollar auf, erhöht die STRC-Dividende und schafft sich Spielraum für Aktienrückkäufe. Besonders kontrovers ist allerdings, dass Strategy künftig offiziell erlaubt, Bitcoin im Milliardenwert zu verkaufen. Für Michael Saylor, der jahrelang als kompromissloser Corporate-Hodler galt, ist das ein erstaunlicher Strategiewechsel. Kurzfristig sorgt diese Option für Nervosität am Markt, doch sie könnte langfristig dabei helfen, STRC und MSTR zu stabilisieren.

Was hinter Saylors neuer Kapitalstrategie steckt und warum Bitcoin-Verkäufe jetzt möglich werden, lest ihr hier: “Strategiewechsel bei Strategy: Das sind die Folgen für MSTR, STRC und Bitcoin“.

Das DFB-Team scheidet bei der WM 2026 aus – was der Krypto-Sektor lernen kann

Deutschland scheitert bei der WM gegen Paraguay und Bitcoin fällt auf ein Jahrestief. Beide Ereignisse haben mehr gemeinsam, als es zunächst scheint, denn was beim DFB seit Jahren zu beobachten ist, erinnert stark an die Krypto-Industrie: große Versprechen, ständig neue Systemideen und am Ende doch wieder die nächste Enttäuschung. Nach jedem Crash werden die Narrative ausgetauscht, von NFTs über DeFi bis Tokenisierung, während der echte Nutzen oft hinter kurzfristigem Hype zurückbleibt. So wie der deutsche Fußball nach jedem Turnier über Mentalität spricht, beschwört die Krypto-Branche nach jedem Absturz Dezentralität und Demokratisierung.

Warum das WM-Aus der DFB-Elf viel über die Krise der Krypto-Industrie erzählt und weshalb beide Systeme einen echten Umbruch brauchen, lest ihr hier: “Der Krypto-Space spielt wie die DFB-Elf

Bundesregierung verkündet Steuerreform inklusive Abschaffung der Haltefrist

Die einjährige Steuerfreiheit für private Bitcoin- und Krypto-Gewinne steht vor dem endgültigen Aus. Laut einer Kabinettsvorlage des Bundesfinanzministeriums, die BTC-ECHO vorliegt, sollen Kryptowerte künftig den Einkünften aus Kapitalvermögen zugeordnet werden. Verkäufe wären damit unabhängig von der Haltedauer steuerpflichtig, die bisherige Jahresfrist würde entfallen. Noch ist die Reform nicht beschlossen, aber das Bundeskabinett soll bereits am 6. Juli 2026 darüber beraten. Offen bleibt allerdings, ob sich die SPD mit ihrer Forderung nach strengerer Krypto-Besteuerung gegen die bislang skeptische Union durchsetzen kann.

Warum Schwarz-Rot die Haltefrist kippen will und weshalb der Streit in der Koalition noch nicht entschieden ist, lest ihr hier: “Bundesregierung schockt mit neuem Entwurf zur Bitcoin-Haltefrist”


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